Welches Blues Schema ist richtig?

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3 Antworten

Wie die obertonreihe oder die haupt- bzw. Flamencokadenz, so ist auch das blues-schema die darstellung einer musikalischen elementaridee in schematischer form, quasi als ideelles muster/modell das in seiner reinform kaum jeh so vorkommt. Das modell zu kennen ist das eine, zu verstehen welche prinzipien dahinterstecken das andere! Das prinzip beim bluesschema ist neben der call-call-resonse-idee (= 4+4+4 = 12 takte) die betonung plagaler akkord verbindungen, also der folge IV I. Diese erscheint eben an 2 entscheidenden stellen: in der mitte der 2.+3. Periode. Der 2. Call erhält dami gegenüber dem 1. eine steigerung, und der 3. Durch den vorschub der D eine schliessende wirkung, so dass das schema zu einer in sich abgerundeten musikalischen einheit wird. Damit sind auch die wesentlichen elemente des bluesschemas schon angesprochen. Diese sind kennzeichnend und können nicht ohne weiteres übergangen werden ohne das schema ad absurdum zu führen!

Die bereits erwähnte "Reinform" des Blues Schema findest du auf deinem Arbeitsblatt. Es gibt aber noch bestimmte übliche Varianten, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben, um das Schema etwas abwechslungsreicher zu gestalten.

Die Subdominante im zehnten Takt nennt sich "quick change". "Quick change" deshalb, weil sie ursprünglich im zweiten Takt eingeführt wurde und im zehnten Takt erweitert.

Der letzte Takt wird oft durch eine Dominante ersetzt, um wieder an den Anfang anzuknüpfen. Das nennt sich dann "Turnaround". Der Begriff ist glaube ich selbsterklärend. ;)

Die Klausur wirst du schon rocken.

TTTT-SS-TT-D-S-TT … muss ein Schreibfehler auf dem Schulblatt sein!

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