Welches Bild vom Menschen hat Jean Jacques Rousseu?

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5 Antworten

Das Gemeinsame bei Rousseau und Kant ist, dass sie den Menschen als fähig erachten, seinen eigenen Lebensweg mit Vernunft zu gehen. Kant traut der menschlichen Vernunft mehr zu und sieht weniger den Einfluss der gesellschaftlichen Prägung.

Rousseau hingegen stellt sich frontal gegen die zu seiner Zeit geltende kirchliche Lehre von der Erbsünde. Der Mensch ist nicht von Grund auf schlecht! Die Gesellschaft - Kirche inclusive - prägt ihn und lässt ihm wenig Freiheit der Entscheidung. Wieder gegen die Kirche: Es reicht nicht, den einzelnen Menschen zu erlösen, weil ein Mensch in schlechter Gesellschaft kaum eine Chance hat, gut zu werden (siehe Adorno). Man muss auch die Gesellschaft verändern - und das richtete sich gegen den Feudalismus und die kirchliche Macht. Rousseau setzte sich damit auch in Konflikt mit den Aufklärern, die wie Kant mehr auf die Vernunft des Einzelnen setzten.

Zu Kant sieht die Antwort von Albrecht zur Frage:

was wollte Immauel kant mit dem zitat aufklärung ist der ausgang des menschen aus seiner selbstversc

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@berkersheim

Naja, in der Substanz gut erklärt nur hatte Rousseau ebenso die Vorstellung vom "edlen Wilden" die in der Tiefe nicht haltbar ist und wie (schlecht) er mit seinen eigenen Kindern umgegangen ist, ist sicher hinreichend bekannt.

"Der Kampf" der aufgeklärten Menschen richtet sich übrigens nicht nur gegen Feudalismus und (fehlgelieteten) Klerus sondern gegen gesellschaftliche Strukturen der Aubeutung und Unterdrückung, die ebenso im weiterhin herrschenden Wirtschaftsprinzip ihre tiefen Wurzeln haben wie im Begriff des Privat-Eigentums und Besitzes..

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@Sajonara

@Saionara

Zustimmung - Mir ging es darum, den Gegensatz zwischen Rousseau und Kant herauszustellen. Rousseau ist eine so schillernde Figur, da kann man Bücher drüber schreiben.

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Hier ein Ausschnitt zu seinem MENSCHENBILD:

Ausgangspunkt des rousseauschen Denkens ist die Abscheu vor der etablierten Kultur und Gesellschaft seiner Zeit. Er stellt fest, dass die in Gesellschaft lebenden Menschen böse und eitel sind. Interessenkonflikte verleiten sie dazu, ihre wahren Absichten voreinander zu verbergen. „Die Menschen sind böse; eine traurige und fortdauernde Erfahrung erübrigt den Beweis; jedoch, der Mensch ist von Natur aus gut, ich glaube, es nachgewiesen zu haben; […] Man bewundere die menschliche Gesellschaft, soviel man will, es wird deshalb nicht weniger wahr sein, dass sie die Menschen notwendigerweise dazu bringt, sich in dem Maße zu hassen, in dem ihre Interessen sich kreuzen, außerdem sich wechselseitig scheinbare Dienste zu erweisen und in Wirklichkeit sich alle vorstellbaren Übel zuzufügen.“ – Zweiter Diskurs, Anmerkung IX

Mehr dazu unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Rousseau

Vielleicht kommst du weiter, wenn du dich erstmal (ruhig ganz simpel) fragst: was heißt eigentlich "Bild vom Menschen" oder "Menschenbild"?

z.B. der Mensch ist von Natur aus gut, böse, sozial, asozial, neugierig, ein Wesen aus Vernunft, wie ein Tier, ein Gemeinschaftswesen, ein individuelles Wesen, weder gut noch böse, träge, faul ... (da sind ja eher negative und eher positive Menschenbilder dabei und auch neutrale)

oder dir fallen so Sätze ein wie "ich denke, also bin ich" ...

dann hast du einen Anfang und kannst herausfinden, was Rousseau und was Kant sagen würden. Das kannst du dann ausführen und vergleichen.

ich habe nichts verstanden :( kannst du bitte mir nicht kurz was von deinem wissen schreiben :( bitte es ist so spääät ich bin soo müüüde :( biiiiittttttteeeee

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Hey, Rousseau geht davon aus, dass der Mensch von Natur aus gut ist, jedoch von der Gesellschaft verdorben werde. Das zeigt auch sein Roman "Emile". Kuck ma bei Wikipedia! LG

So einfach ist das nicht.

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@Odysseus247

Warum nicht? Ich denke, fleurvogel hat den Kern gut getroffen.

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Rousseau:

"Der Mensch ist frei geboren, doch überall liegt er in Ketten."

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