welches abitur für journalismus?

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7 Antworten

Wer Journalist werden möchte, sollte alles studieren, nur keinen Journalismus.

Und er sollte über eine perfekte Rechtschreibung verfügen. Zudem sind 95 Prozent der Arbeit reine Recherche, nur der schäbige kleine Rest wird mit Schreiben gefüllt.

Kommt drauf an in welchem Gebiet du als Journalistin arbeiten möchtest. Deutsch würde ich auf jedenfall empfehlen.

Deutsch muss ja jeder im Abi machen.

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Tja, leider will das gutefrage.net-Team keine gute Antworten haben.

Oder warum haben die meine Antwort nicht durchgelassen mit der Behauptung "Leider können wir Deinen Beitrag so nicht annehmen. Er enthält Wörter, die vulgär, beleidigend oder aus rechtlichen Gründen nicht zulässig sind. Bitte formuliere Deinen Beitrag neu." und der weiteren Anmerkung "1.Bitte beachte, dass Deine Antwort ein wirklich hilfreicher Rat für den Fragesteller ist."

Da geb ich mir richtig Mühe, und dann sowas - da vergeht einem die Lust.

Meine Antwort war etwas lang, schon richtig.

Ich versuch's nochmal und teile die Antwort in zwei Teile. Eigentlich wollte ich noch einen dritten Teil schreiben (zum Studium), aber dazu habe ich heute keine Lust mehr - vielleicht morgen.

Hier der erste Teil meiner ursprünglichen Antwort:

Eigentlich brauchst Du gar kein Abitur, denn Journalismus ist ein freier Beruf, der vom Staat nicht eingeschränkt werden darf. Aber schon aufgrund der großen Spezialisierung ist ein Abi sinnvoll. Deine Fächer sind eigentlich egal, aber natürlich solltest Du fehlerfrei deutsch sprechen und schreiben.

Wie hier schon jemand anders geschrieben hat: Ein Journalistikstudium ist eher nicht zu empfehlen, das Studium gilt als blutleer und theoretisch. Ausnahme: Ein Aufbaustudium Journalistik - nach einem normalen Studium (s. u.).

Erst recht solltest Du nicht Publizistik studieren, das Studium ist noch theoretischer und bescheuerter - spar Dir die Zeit. Zwar erzählt Dir jeder Erstsemester in Publizistik, er wolle Journalist werden, und es gibt auch Leute die das anschließend schaffen - dann aber nicht wegen, sondern trotz des Studiums. Die haben dann meist unzählige Praktika gemacht und das journalistische Handwerk dort gelernt.

Es gibt im Prinzip drei Wege in den Journalismus:

1. Über ein Volontariat bei einer Zeitung, Zeitschrift oder einem Sender. Die Plätze sind sehr gesucht, es bewerben sich regelmäßig 20, 30 oder mehr Leute auf einen(!) Platz. Du musst also sehr gut sein.

Deine Chancen für ein Volontariat steigerst Du, wenn Du - jetzt schon, während der Schulzeit in die nächste Redaktion marschierst und dort anbietest, für sie zu schreiben. Die Redaktionen suchen eigentlich immer freie Mitarbeiter.

Aber: Du fängst im Lokalen an, mit anderen Worten: Du schreibst über die Jahreshauptversammlung des Kaninchenzüchtervereins, die Eröffnung des neuen Kindergartens oder eine Bürgerinitiative, die das Fällen eines Baumes verhindern möchte oder sich über den Straßenlärm aufregt. Und: Du kriegst die schlechtesten Termine - abends, am Wochenende, an Feiertagen. Groß Geld damit zu verdienen ist auch nicht, die Honorare sind äußerst bescheiden. Den Text musst Du häufig noch am gleichen Tag abliefern - und wenn er gedruckt wird, sieht er möglicherweise ganz anders aus, als Du in abgegeben hast (dadurch lernst Du aber, wie man schreibt).

Wenn Dir das nicht passt oder Du Dir zu fein dafür bist, weil Du lieber fürs Feuilleton oder die Politikseite schreiben würdest - dann ist Journalismus vielleicht der falsche Beruf für Dich. Denn alle haben so angefangen, und da musst Du durch.

Zurück zum Volontariat: Es gibt auch unseriöse Verlage, deren Volontariate nichts taugen. Such Dir einen renommierten Verlag aus, andernfalls könntest Du in einer Sackgasse landen. Es ist besser, zwei oder drei Jahre (ja, so lange kann das dauern!) auf ein gutes Volontariat zu warten als sofort ein schlechtes zu kriegen.

--- Es folgt Teil 2 ---

Ich weiß ja nicht, was an deiner ersten, verschwundenen Antwort zu bemängeln war. Aber du hast mit eigentlich allem, was du sagst, vollkommen recht. Das ist, leider, die Realität. Nur noch eine Ergänzung: mittlerweile schützt auch das Volo bei einem renommierten Verlag nicht mehr vor dem Ausgebeutetwerden.

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So, hier Teil 2:

Mist, die behaupten schon wieder, da sei ein vulgäres Wort drin - ich finde keins. Meinen die etwa den Schauspieler Johnny D*pp? Klar, ist im Deutschen ein Schimpfwort. Ich änder das und versuch's nochmal.

2. Über eine renommierte Journalistenschule - die ersetzt häufig ein Volontariat, obwohl aus Kostengründen immer mehr Verlage auch von den Abgängern von Journalistenschulen anschießend noch ein Volontariat verlangen.

Auch auf die wenigen Plätze in den Journalistenschulen bewerben sich Tausende von Leuten. Du musst eine zwei- oder dreitägige Aufnahmeprüfung machen und eventuell nach Vorgabe unter Zeitdruck einen Text verfassen. (Manchmal wird der Text auch schon bei der Anmeldung zur Prüfung verlangt).

In der Prüfung wird u. a. Dein Wissen abgefragt. Du bekommst z. B. eine Reihe von Fotos von Politikern, Wirtschaftsbossen oder Schriftstellern vorgelegt und sollst deren Namen und Funktion nennen. (Nein, Justin Timberlake, Angelina Jolie oder Johnny D*pp sind eher nicht dabei, Micaela Schäfer und Kim Kardashian auch nicht.) Oder Du sollst drei Opern von Wagner, drei Bücher von Grass oder fünf Nobelpreisträger, egal welcher Kategorie, nennen. Also sehr gut vorbereiten - schreiben fängt mit lesen an, mit viiiel lesen. Du brauchst also eine sehr gute Allgemeinbildung.

Journalistenschulen gibt's z. B. in Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf - einfach mal Googeln. Auch da gibt's unseriöse, auf die solltest Du nicht reinfallen. Ich könnte hier welche nennen, aber gerade die unseriösen haben gute Anwälte.

Ein Beispiel für eine Aufnahmeprüfung der sehr guten Deutschen Journalistenschule in München findest Du unter http://www.djs-online.de/aufnahmeprufung-2012/ - das ist aber nur ein kleiner Teil der Prüfung, wie schon das Zeitlimit von 20 Minuten zeigt. Sehr gut ist auch die Henri-Nannen-Schule in Hamburg, die u. a. mit dem Spiegel und der Zeit zusammenarbeitet. Auf die 20 Plätze bewerben sich schon mal zehn- oder zwölftausend Leute, also einfach wird es nicht.

Leider erlaubt gutefrage.net um Spam zu vermeiden nur einen Link pro Beitrag. Deshalb musst Du Dir den nachfolgenden Link selbst zusammen setzen: /ratgeber/handwerk-beruf/menschen-und-meinungen/andreas-thieme-ueber-journalistenschulen-gut-ist-nicht-gut-genug.html. Vor Ratgeber musst Du das http setzen und dann www und dann journalist.de - kapiert? Auf der Seite finden sich noch weitere Links, die Dich weiterbringen könnten. Oder google einfach.

3. Studium - kommt, wenn überhaupt noch, morgen.

Ey, das gibt's ja wirklich nicht - es war wirklich der Johnny D*pp - der aus "Fluch der Karibik", der mit Vanessa Paradis zusammen war.

Liebes gutefrage.net-Team, seid ihr da nicht ein bisschen kleinlich?

Also, wenn ich was von fck oder sck oder bl*wjob geschrieben hätte, dann könte ich das ja verstehen, aber so?

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@BalduinB

Hää? Er setzt noch nicht mal die Sternchen rein bei "fck" und "sck".

Nur gut, dass ich nichts über den österreichischen Ort F*cking (googeln!) geschrieben habe, wo Amis und Engländer immer die Ortsschilder klauen....

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hi ich wusste jetzt nicht welchen teil ich als hilfreichste antwort nehmen sollte, also hsb ich eine andere antwort genommen. aber eigentlich hast du die hilfrecihste antwort! danke

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Deutsch sowieso (warum das hier alle schreiben wundert mich).. Geschichte sollte auch dabei sein. Allgemein sind alle Gesellschaftswissenschaften zu empfehlen (Sozialkunde/Wirtschaftsfächer/etc.) denn so bekommst du das Wissen in diesen Bereichen, welche häufig gefragt sind.

LG

Das ist eigentlich egal, aber ich denke Deutsch würde sich halt anbieten^^

hihihihi das war mir schon klar ;))))

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Du solltest dann Journalismus studieren. Google mal, welche Fächer du dafür brauchst.

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