Welcher Zielgruppe kann man noch Webdesign anbieten?

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4 Antworten

Das sind ja gleich mehrere Fragen. :)

Welcher Zielgruppe kann man noch Webdesign anbieten?

Gegenfrage: Wenn dir rein theoretisch (!) jemand eine Liste mit 1000 Firmen anbieten würde, von denen garantiert mindestens einige Hundert eine neue Website oder ein Redesign bei dir kaufen würden, mit wieviel Prozent vom Reingewinn würdest du ihn beteiligen? (Keine Adressen aus illegalen Quellen; nicht mal eine Grauzonen-Datenbank. Alles ganz offiziell und nach dem Gesetz!) Wie gesagt, nur REIN theoretisch!!!

Wie viel würdest Du für eine komplette Website zahlen?

"Website" kann viel heißen. Von der Visitenkarte bis zum komplexen Portal mit Shopanbindung ist da alles drin. Ich würde mich an Marktüblichen Preisen orientieren. Es gibt aber auch Schüler, die bieten ihre Arbeit für ein Zehntel an. Aber wie das immer so ist: You get, what you pay for. :)

Würdest Du dies überhaupt outsourcen?

Ich persönlich ehrlich gesagt nicht, da meine Firma IT-Kram macht und wir zum Beispiel unsere Kundendaten allesamt mit einer PKI verschlüsselt haben, obwohl vermutlich die meisten anderen Firmen "nur" Passwörter salzen, pfeffern und hashen.

Von daher würde ich das keiner anderen Bude anvertrauen wollen, zumal sich viele wohl selbst auf den ersten Blick fragen, wie man für interne Zwecke Zugriff auf die Kundendaten bekommt, wenn man doch nur den Public-Key hat, und ausschließlich der Kunde selbst auf den mit Passwort verschlüsselten Private-Key zugreifen kann. Gut, wir wollen man nicht übertreiben, soooo kompliziert ist dieser Trick nun auch wieder nicht ...

(Für Interessierte: Facebook nutzt den selben Trick für die Last-Verteilung der SQL-Server, aber die verschlüsseln nicht; gleiches Prinzip, aber völlig anderer Anwendungsfall also. Für weitere Infos mal googeln, wie Facebook seine Infrastruktur aufgebaut hat, da wird man schnell fündig!)

Als IT-Firma mit Security-Schwerpunkt sind wir viel zu paranoid, als dass wir irgendetwas einsetzen würden, was ein "Cloud" im Namen trägt.

Von daher muss ich deine Frage verneinen, aaaaber ich kann dir garantieren, dass ein Großteil der (kleinen o. großen) Unternehmen anders denkt.

Potentielle Kunden gibt es wie Sand am Meer. Du brauchst nur jemanden, der sie dir vermittelt. Wenn du großes Glück hast, findest du so jemanden, der Bereit wäre, dir gegen eine kleine Beteiligung am Gewinn, eine Liste mit Interessenten zu übermitteln. Evtl. findest du solche Vermittler auch im Internet ... vielleicht sogar hier bei GF! Das wäre doch mal ein echter Glücksfall, oder? :)

Doch vielleicht kannst Du eine grobe Schätzung abgeben.

Also ich denke, marktübliche Preise sollten marktüblich sein. Das letzte mal als ich mich mit Webdesign über Wasser gehalten habe, war Ende der 90er, deshalb kenne ich aktuelle Preise ehrlich gesagt nicht, aber die solltest du bei Google finden.

Ach ja, damals gabs noch Marquee, Blink, animierte GIF-Werbebanner die - verglichen mit der heutigen Zeit - erfrischend unaufdringlich waren, Hintergrund-MIDI-Gedudel, "optimiert für Netscape", noch keine Popup-Blocker und gefühlt die Hälfte aller Websites benutzte Framesets, natürlich bei Geocities gehostet, die man dann über Altavista finden konnte ... natürlich über einen Internetzugang mit dem neuen AOL 4.0 und rasanten 28K Modemspeed! Huuuiiii ... :)

Naja, viel Erfolg noch bei der Kundenaquise! Falls du jetzt denkst: "Och, ich würde gerne ne Mini-Website mit 3 bis 5 Unterseiten für ca. 500€ verscherbeln und dafür nicht mehr als ein paar Tage Zeit investieren ... wo finde ich nur Kunden die sowas kaufen würden? Mmmhhh???", dann gibt es bestimmt Leute, bei denen du dich melden könntest und die dir gegen einen geringen Anteil so viele potentielle Kunden vermitteln könnten, dass du mit der Arbeit gar nicht mehr hinterher kommst. :)

Also solche Leute gibt es bestimmt ... sozusagen eine Art Entrepreneur im Mittelstand ... die Frage ist nur, wo man die finden könnte. *kopfkratz*

Ich hoffe, das klingt jetzt nicht so, als würde ich irgendetwas andeuten wollen, denn dem ist mit Sicherheit - obwohl es natürlich völlig legal wäre und gegen kein Gesetz verstößt - NICHT so!

Naja, einen schönen Abend noch und vielleicht hast du ja großes Glück und findest jemanden, der dir auf völlig legale Weise für ein paar Prozent vom Gewinn hunderte von Kunden vermitteln könnte! Nicht dass sich noch andere Webdesigner bei so jemandem vor dir melden, und evtl. zukünftige Kundschaft wegschnappen. :)

Viel Erfolg! :)

Edit: Hab den Text nochmal etwas angepasst, denn der klingt sonst zu sehr danach, als würde ich hier versuchen dir eine Datenbank mit potentiellen Kunden gegen Prozente vom Gewinn zu verticken. Nicht, dass das hier noch jemand missversteht! :)

Kopfkost 29.11.2016, 11:37

Alter Schwede, da hast Du Dir ja ordentlich Mühe gegeben. Klar hätte ich Interesse an solch einem Kundenpaket.  Im Netz geistern da sehr ominöse Anbieter herum.

Du darfst gerne konkreter werden.

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JayC71 29.11.2016, 14:07

Ach ja, damals gabs noch Marquee, Blink, animierte GIF-Werbebanner die - verglichen mit der heutigen Zeit - erfrischend unaufdringlich waren, Hintergrund-MIDI-Gedudel, "optimiert für Netscape", noch keine Popup-Blocker und gefühlt die Hälfte aller Websites benutzte Framesets, natürlich bei Geocities gehostet, die man dann über Altavista finden konnte ... natürlich über einen Internetzugang mit dem neuen AOL 4.0 und rasanten 28K Modemspeed! Huuuiiii ... :)

Hast noch die "blank-Gifs" vergessen, die man über Bilder gelegt hat um ein klauen der Bilder zu verhindern bzw. um Tabellen in ihrer Position zu halten :D

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TeeTier 30.11.2016, 23:36
@JayC71

Ah, richtig! Die 1x1 Pixel "spacer.gif", die das Tabellenlayout dann so zurecht streckten, dass die Seite ordentlich aussah ... zumindest so lange, wie man nicht den "falschen" Browser benutzte. :)

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Für einen Einzelkämpfer wird es schwierig werden, sich am Markt zu positionieren. Es gibt genügend etablierte Agenturen, die preisgünstige Lösungen auf CMS-Basis anbieten, und wenn jemand etwas Exklusives will, geht er erst recht nicht zu einem Einzelkämpfer, sondern orientiert sich an den Referenzen.

Potentielle Zielgruppen wären vielleicht neu niedergelassene Ärzte und Therapeuten, Rechtsanwälte, Notare, Buchhalter, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Und kleinere Handwerksbetriebe, wobei hier wegen der Zahlungsmoral Vorsicht geboten wäre.

Wie du selbst treffend bemerkt hast ist es sehr schwer hier eine Schätzung abzugeben, da es Webseiten für 300€ und Webseiten für 10 000€ geben kann. Du müsstest schon irgendwie einen groben Umfang angeben, für den du eine Preis-Schätzung haben möchtest.

3.333€ ;).

Outsourcen nur, wenn es mir egal ist, was es kostet, weil ich auf die Kohle nicht achten müsste.

Sonst würde ich es natürlich alles selbst machen.

Wichtiger ist, dass man relativ günstig ist und den Kunden mit einem Abo catched, wie es fast alle Agenturen machen.

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