Welcher Wert wird bei einer zu schätzenden ETW aus einem Nachlass ermittelt, der Verkehrswert oder der Marktwert?

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5 Antworten

der Verkehrswert wird geschätzt, vor Gericht arbeiten meist vereidigte Gutachter, das kann aber auch von der HWK sein

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Hallo.

Das Gericht setzt einen Sachverständigen ein, der nach Vorgaben des Gerichts bewerten muss.

Seit etwa 2002 wird das  der Verkehrswert und der Marktwert im Verhältnis gestellt. Wie das genau berechnet wird, kann ich nicht sagen.

Bei mir lag der Wert ziemlich mit dem Verkehrswert überein. 10% drüber.

Mit freundlichem Gruß

Bley 1914

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üblicherweise wird der Verkehrswert angesetzt. Es geht ja bei Gericht um die Gebühren des Nachlassgerichtes, die von der Höhe des Nachlasses abhängig ist. Da ist der meist etwas geringere Verkehrswert der besser anzusetzende. Das Gericht schaut sich das Gutachten an o es einigermaßen den Formerfordernissen entspricht. Also Bodenrichtwerte usw. plausibel dargestellt sind, ob ein Haus in einem optisch guten Zustand im Gutachten zu einer Bruchbude erklärt wird usw. Insofern braucht der Gutachter keine Vereidigung, sollte aber schon eine Weiterbildung im Bereich der Wertermittlung von bebauten und unbebauten Grundstücken nachweisen können. Architekten können das regelmäßig. Oder der regionale Gutachterausschuss (meist ehrenamtlich tätige Fachleute) benennt einen, der dann aber Honorar verlangt. 

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Kommentar von DabbelJuh
08.03.2017, 12:33

Nachsatz: Wenn das Gericht einen Erbstreit verhandelt, setzt das Gericht einen Sachverständigen ein. (bestellt einen Sachverständigen) und formuliert dessen Aufgabenstellung exakt. 

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der vereidigte Gutachter " verteilt" nicht - er begutachtet und bewertet die ETW 

ein Gutachter hat einen  gewissen Ermessensspielraum - die Frage ist, wofür du das Gutachten brauchst 

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Kommentar von atina1976
08.03.2017, 12:30

zur Auszhalung des Nachlasses, also die ETW ist im Nachlass enthalten und der Wert muss ermittelt werden und einer der Ansprüche hat, bin ich. Wie hoch ist der Ermessensspielraum in der Regel?

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Atina:

In dem amtl. Wertermittlungsrichtlinien wurde schon 2002 kargestellt, dass Begriffe wie "Verkehrswert" und "Marktwert" identisch sind.

Empfehlung:

Beauftrage einen Gutachter, der nicht vereid. sein muss,  mit der Erstellung eines (kostengünstigen) Kurzgutachtens.

Stelle ihm alle Objektunterlagen über die ETW zur Verfügung, damit sich Aufmessungen und Behördennachfragen erübrigen.

Informiere rechtzeitig vorher denigen, gegenüber den du den Geldanspruch (Pflichtteilsanspruch) hast, damit er, sollte er Einwendungen gg.den Gutachter haben, beizeiten widersprechen kann.

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Kommentar von Gustavolo
08.03.2017, 16:19

Nachtrag:

In Frage kommen:

    ein mit der Örtlichkeiten vertrauter seriöser Immobilienmakler
    (Kurzgutachten nach der Maklermethode),

    der Gutachterausschuss der zuständigen Gemeinde-/Stadtverwaltung,

    freier Sachverständiger für Immobilienbewertungen, z. B ein Architekt,

    ein von der Industrie-und Handelskammer vereidigter Gutachter,

    vom Gericht vereidigter Gutachter

    und vielleicht auch

    ein Immobilienexperte der örtlichen Bank oder Sparkasse.

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