welcher weg führt in die berufliche selbstständigkeit?

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5 Antworten

Hallo Cupcake,

wenn du keinen Plan hast, was du machen willst, dann solltest du es auf jeden Fall lassen, denn dein Vorhaben ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Gerade wenn du dich selbstständig machen willst, musst du ein klares Ziel vor Augen haben, denn dich erwartet ein Berg harter Arbeit.

Ich arbeite selbst mit Veranstaltungsplanern zusammen und kann mich meinem Vorredner nur anschließen - mit diesem Job brauchst du dir weder um deine Familienplanung noch um deine Freizeit Gedanken machen, denn für beides hast du dann keine Zeit mehr.

In der Veranstaltungsbranche musst du nicht nur extrovertiert sein, sondern vor allem gute Kontakte haben, schon ein paar Vorzeige-Veranstaltungen absolviert haben, sehr gut im Marketing sein, d.h. dich mit Leichtigkeit in den Sozialen Medien bewegen und jederzeit einsatzbereit sein. Du arbeitest im Grunde dann, wenn andere (deine Freunde) frei haben.

Ich kann verstehen, dass dir die freie Einteilung deiner Zeit wichtig ist. Mit diesem Wunsch, dieser Vorstellung bist du nicht allein. Leider sind wir in Deutschland noch etwas langsam, aber auch hier beginnt sich die Arbeitswelt zu wandeln, d.h. Arbeitszeiten werden flexibler. 

Einen Punkt verstehe ich allerdings nicht. Wenn du öfter krank bist, dann bist du als Angestellte defintiv besser abgesichert. Wenn du selbstständig bist, musst du trotzdem arbeiten, wenn dein Kunde dich braucht. Sonst verlierst du eventuell deinen Auftrag, deinen Ruf bekommt einen Knacks, es gibt keine Folgeaufträge, es spricht sich herum...

Abschließend möchte ich zu deiner Frage nach den "Vorerfahrungen" kommen. Du solltest den Bereich, für den du letztendlich als Selbstständige interessierst, wirklich gut kennen, damit einen Überblick hast, was auf dich zukommt. 

Oft ist es noch nicht einmal die eigentliche Tätigkeit, die einen fordert, sondern die vielen Kleinigkeiten rundherum wie Buchführung, Einhaltung rechtlicher Bestimmungen, passende Software, Marketing, Social Media. Darum würde ich mindestes ein längeres Praktikum in dem jeweiligen Bereich vorschlagen.

Noch besser ist es, wenn du ein paar Jahre in dem Bereich arbeitest, deine Kontakte und deinen Kundenstamm aufbaust und ein Gefühl dafür bekommst, was dir liegt und wo dein persönlicher Schwerpunkt ist. Manchmal liegt der nämlich ganz woanders, als man denkt.

Grundsätzlich bewundere ich jeden, der freiwillig so viel Zeit und finanzielle Unsicherheit auf sich nimmt, um sich seinen Lebens-/Arbeitstraum zu erfüllen. Das kann man nur mit der passenden Motivation und muss wirklich für seinen Traumjob brennen, da man den schließlich nicht nur sich, sondern vor allem seinen Kunden verkaufen muss.

Theroretisch gehst du nur zum Gewerbeamt und holst dir einen Gewerbeschein. Es gibt "Berufzugansvoraussetungen" die du für den Beruf "Soziotherapeutin" dann ja hast und im Bereich "Veranstaltungen" wüsste ich auch nicht, dass man dazu irgendeinen Abschluss benötigt. Praktisch sieht es so aus, dass die meisten, die das so machen ( Nach dem Motto: Ichhabe jetzt einen Gewerbeschein und warte mal ab was passiert ) nicht nur schnelll wieder "pleite" gehen, sondern auch noch das Finanzamt am Hals haben. ( Und mit dem Staat ist nicht gut Kirschen essen! ) - Praktisch erforderlich sind kfm. Kenntnisse. Da gibt es an den Volkshochschulen Kurse oder auch der EBCL Lehrgang ist dafür zweckdienlich. Vorab musst du dir auf jeden Fall eine ordentliche Kalkulation erstellen um nicht auf die Nase zu fallen.

cupcake1989 23.01.2013, 14:05

hast du dich denn auch selbstständig gemacht u kannst aus erfahrung sprechen?

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Vienna1000 23.01.2013, 14:17
@cupcake1989

Jou. Ich bin gelernter Kaufmann mit entsprechender Erfahrung und Weiterbildungen. Mein letztes eigenes Projekt habe ich aber aufgegeben, da an einem bestimmten Punkt klar wurde, dass das was ich da mache daneben gehen könnte und das Risiko schlichtweg zu groß wurde. Ohne mein "know how" bzw. der Fähigkeit das selbst realistisch zu beurteilen hätte ich vermutlich auch so lange weitergewurschtelt bis die Situation eingetreten wäre, dass plötzlich Dinge zu begleichen sind für die die liquiden Mittel schlichtweg fehlen. Das wäre dann ein extrem unschönes Ende gewesen.

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cupcake1989 23.01.2013, 15:23
@Vienna1000

und musst du tatsächlich öfters arbeiten als angestellte? viele sagen dass selbstständige "ständig" und viel mehr arbeiten müssen als nichtselbstständige. ich denke das kommt auf den fachbereich an. mir ist es wichtig dass ich mein leben so einplanen kann, wie ich es möchte z.b. heiraten kinder kriegen usw. das ist alles nicht so einfach wenn man erstmal ne stelle gefunden hat, an die man gebunden ist und zugleich unter ruck gesetzt wird. hinzu kommt bei mir noch eine akute krankheit, durch die ich im berufsleben, gerade wenn ich angestellt bin, schwierigkeiten haben werde daher scheint mir die selbstständigkeit als leichter und lockerer. allerdings bin ich mir da ja nicht sicher und frage deshalb in die runde.

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Vienna1000 23.01.2013, 16:05
@cupcake1989

Also grundsätzlich denke ich, dass deine Gedankengänge irgendwie.. Nicht falsch.. Aber auch nicht richtig sind. Auf die Idee der selbständigen Tätigkeit kommt man eigentlich nur, wenn man schon einen konkreten Plan hat. Irgendeine Marktlücke endeckt hat.. Oder auch schon konkrete Kunden weiss. Bevor man sich weitere Gedanken macht sollte man sich an eine Existenzgründungsberatung / Unternehmensberatung wenden und abklären, was da alles so für Fixkosten auf einen zukommen werden. Steuern Versicherungen ( Kammerbeiträge ) usw + varbiable Kosten ( Gut, die werden jetzt bei dem was du vorhast nicht wirklch relevant sein.. ) um sich so auszurechnen, was du überhaupt fix verdienen müsstest, damit du noch irgendeinen Profi machst. Öfters arbeiten / mehr arbeiten.. Ja, ich gehe in deinem Fall mal davon aus, dass du Soziotherapeutin an feste Zeiten gebunden bist. Da wirst du kaum noch irgendwo um 21.00 Uhr einen Termin haben. Da musst du halt zusehen, dass die vorhandene Zeit optimal genutzt wird. ( Vor allem frage ich mich da, wo du in dem Bereich einen Kundenstamm hernehmen willst.. Am Ende arbeitest du noch für irgendeine Organisation, die selbst noch viel Geld in die Tasche steckt und für dich bleibst kaum mehr was übrig.. ) .... Das mit den Veranstaltungsgeschichten widerspricht sich irgendwie mit dem was du schreibst. DAS habe ich nämlich auch selbst gemacht und DAS ist ein Theater! Um das umzusetzen musst du extrem flexibel sein, weil Auträge da nicht "auf den Bäumen" wachsen. Hast du was lukratives, dann ist das meistens Meilenweit entfernt und du musst absolut flexibel sein, wenn das überhaupt was bringen soll. Du arbeitest immer zu völlig unüblichen Zeiten.. Abends bis spät in die Nacht.. Am Wochenende sowieso.. Das passt mit deinen Planungen absolut nicht überein. ( Samstag früh um 04.00 Uhr los.. 300 Kilometer fahren.. Eine Veranstaltung die bis spät in die Nacht geht überwachen.. Ab ins Hotel. 3 Stunden schlafen.. 600 Kilometer weiter zu einer anderen Veranstaltung... Wieder das selbe Spiel.. ). ( Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass du für alles selbst haftest / verantwortlich bist.. Da kannste nicht sagen: Ja, damit habe ich ne andere Firma beauftragt und die sind schuld.. ) Urlaub kannste vergessen.. In der Regel bist du dann die Kunden los, oder du suchst dir für den Zeitraum eine Vertretung, was ja auch wieder mit (hohen) Kosten für dich verbunden ist. Es kann sich niemand mehr leisten auch nur einen Auftrag abzulehen. - Nae, deine Vorstellung von dem Ganzen passt nicht zur Realität.

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Das stimmt, man benötigt weder Vorkenntnisse, Erfahrungen oder Abschlüsse um sich selbsständig zu machen. Man braucht etwa 20 Euro um sich einen Gewerbeschein zu kaufen.

Also ich hab mal ein Gespräch mit einem Eventmanager gehabt, der vorher Germanistik studierte und dann quasi einfach das gemacht hat, worauf er Lust hatte. Er meinte eben, wenn man das anvisiert, sind gute Kontakte und ein gewisses Netzwerk unerlässlich. Kunden/Partner-Aquise oft zB in Sprachkursen für Businessleute usw. Wenn zB bei einem großen Event mal die Bierwagen doch nicht wie verabredet kommen, braucht man einen Alternativ-Partner, der spontan einspringen kann usw!

Um sich selbstständig zu machen, das kommt natürlich auch immer auf den Rahmen an. Ob man mit Gewerbeschein arbeitet oder gleich eine GmbH gründet ;) Beratung mit Juristen und Finanzberatern sind da unerlässlich.

cupcake1989 23.01.2013, 12:55

ok. kontakte sind immer gut und ein partner der sich mit bwl z.b. auskennt auch^^ aber ich habe noch keine genaue vorstellung wie ich das angehen soll umm überhaupt an die öffentlichkeit zu geraten, dass überhaupt jemand mitbekommt, dass ich da etwas anbiete wofür ich bezahlt werden will.

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Hallo, du hast ja viel vor:-) In welcher Stadt bist du? Je nachdem was du nun etgültig machen willst gibt es super Infos. Ich sende dir gerne etwas zu. Wenn du in Hannover wohnst benötigst du keine Infos aus München. LG babs

cupcake1989 23.01.2013, 14:04

ich bin in frankfurt und wohne und studiere da. am meisten würde mich echt veranstaltungsplanung interessieren, da ich verrückt nach planen u organisieren bin u schon mein ganzes leben bis zum tod plane. daher muss diese "plan-sucht" unbedingt in meinem zukünftigen beruf eingebracht werden. auch meine kreative ader braucht raum um sich zu entfalten, das wäre also auch passend für eventplanung. dazu kannst du mir gerne infos schicken. danke :)

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Kectour 23.01.2013, 17:50
@cupcake1989

Hi, ohne dein Studium zu beenden und dann arneitslos gemeldet zu sein bekommst du aus dieser Richtung keine Förderung. Auch ohne Abschluß ist das Jobcenter für dich zuständig. Ansonsten schau mal unter FÖRDERFIBEL.DE. ,KFW,IBB, und Existensgründerseminat Frankfurt , nach. LG babs

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cupcake1989 23.01.2013, 23:28
@Kectour

ja natürlich beende ich mein studium. meinen master will ich auch noch machen aber halt in soziologie

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