Welcher Wahrheitsgehalt steckt hinter der Aussage "Früher war alles besser"?

8 Antworten

Ich denke das hat damit zu tun, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und die meisten sich in einer vertrauten Umgebung am wohlsten fühlen. Da viele Menschen( insbesondere jene die diesen Spruch verwenden) Veränderungen nicht sehr mögen, erinnern sie sich gerne an die frühere, gewohnte Situation und haben das Gefühl, dass es "damals" besser war. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass man die Folgen von diesem "damals" ja bereits kennt und man weiss, dass man durch dieses "damals" bus zum jetzigen Zeitpunkt "überlebt" hat, ergo war es eine gute Zeit/ richtige Erfahrung. Die Folgen vom Hier und Jetzt kennt man jedoch nicht, deshalb macht das Angst und es könnte ja sein, dass der jetzige Lebensstil negative Folgen haben könnte. Deshalb die Aussage" früher war alles besser", da man weiss, dass diese Art zu leben einen zum jetzigen Zeitpunkt gebracht hat. Daher kannst du auch davon ausgehen, dass solange es Menschen gibt, diese Aussage immer wieder gemacht wird. Du kannst halt nich sagen ob es wahr oder falsch ist, weil es sehr subjektiv ist. Menschen haben halt die Tendenz dazu, das ihnen Bekannte als besser anzusehen als Fremde und Neue Dinge.

...nun...meist erinnert man sich gut an die positiven Dinge....und blendet negative Erfahrungen gerne aus. Somit  sieht man die Vergangenheit wohl häufig gerne "verklärt" und hat tatsächlich den Eindruck, alles wäre besser gewesen. Mag nicht immer und für alles zutreffen....für vieles aber schon. Oder mag jemand gerne Kohle schaufeln, um die Bude warm zu kriegen oder kilometerweit durch die Nacht zur nächsten Telefonzelle ("...zur nächsten WAS?) rennen, um Mutti anzurufen? 

Nichts steckt dahinter.

Früher war es nicht besser, es war eben anders.

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