Welcher Verlag könnte ein Mittelalter Versepos veröffentlichen wollen?

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2 Antworten

Und um welches geht es genau?

Mein Partner und ich haben sehr viel Mühe gehabt, den Orlando furioso in einem Verlag unterzubringen. Wir haben ihn in Romanform nacherzählt, als Versepos wäre es gar nicht gegangen.

Ich sehe also schwarz für ein solches Vorhaben. Leider.

ich werde das ganz sicher nicht in Prosa umschreiben ;)

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@Fragi28

Um welches Versepos geht es? Antwort gern auch per PN.

Keine Angst, dass ich dir die Idee klaue. Ich bin längst in einem anderen Genre unterwegs. Und ein Versepos wäre sowieso nicht meine Sache.
Aber vielleicht fällt mir doch noch ein Verlag ein .

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@AnnJabusch

Ein eigenes Versepos, dass im Mittelalter spielt und eine schwarze
Satire auf typische Mittelalter-Sagen ist, wie dem Niebelungen Lied,
aber es ist eine selbsterdachte Geschichte und der Piper Verlag hat mich
bereits abgewiesen. Bedenke, es ist ziemlich brutal und schlüpfrig.

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@Fragi28

Bedenke, es ist ziemlich brutal und schlüpfrig.

Das sind sie meisten Sagen und Epen :-)

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Gedichte und ähnliches sind leider gegenwärtig nur sehr schwer zu publizieren; da wirst du sicherlich eine Menge Geduld haben müssen. Sieh im Netz mal unter den einschlägigen Verlagen nach und sende dann über die Kontaktdaten eine Leseprobe (rund dreißig Seiten - idealerweise die besten Stücke!) ans Lekorat. Und dann gilt es die Füße stillzuhalten, denn Quengelanrufe mögen die gar nicht. Viele Verlage weisen auch darauf hin, weiterhin gilt die Regel, dass man sich bei melden wird, wenn Interesse besteht - oder man tut es eben nicht - . Statistisch schaffen es gegenwärtig lediglich nur 2 - 3 % aller Manuskripte in die Veröffentlichung durch einen Publikumsverlag. Aber vielleicht wirst du ja dazu gehören (hat bei mir auch geklappt - zwar mit Sachbüchern, aber das macht die Sache auch nicht leichter). Also nicht mutlos werden. Rund zwei Jahre kann eine Verlagssuche schon mal durchaus dauern.

Noch ein kleiner Tipp am Rande, falls ich dir damit eine Enttäuschung ersparen kann:

Hüte dich vor so genannten Pseudo-, Bezahl- oder auch
Vanity (=Eitelkeits-) -Verlagen. Oft erkennbar im Netz mit der
Überschrift "Verlag sucht Autoren". (Und glaube mir: K e i n  Verlagshaus sucht von sich aus Autoren!)  Wenn du dort dein fertiges Manuskript einreichst, egal wie gut oder schlecht es sein mag, so bekommst du nach kurzer Zeit mit großer Wahrscheinlichkeit einen Brief oder eine E-Mail, dass sie von deinem Entwurf absolut begeistert sind und die so genannte
"Lektoratskonferenz" eine Veröffentlichung auf jeden Fall unterstützen
und befürworten wird - wenn du dann dafür zahlst - !

Da sind gerne Summen von 1.500,- bis hin zu 30.000,- Euro im Gespräch, die der Autor zahlen muss. So arbeitet aber kein seriöser Publikumsverlag. Dort erhält der Autor einen Autorenvertrag - und der Verlag geht mit allen Kosten in Vorlage (Verlag kommt auch von "vorlegen"). Und nach einer festgesetzten Zeit (meistens nach einem halben Jahr nach Veröffentlichung) bekommt der
Autor das erste Honorar, abhängig von der Anzahl der bis dato verkauften Bücher.

Die Pseudo-Verlage dagegen haben ja bereits längst ihr Geld über den
hoffnungsvollen Schreiber "im Sack". Sag selbst, wer muss da noch Bücher
verkaufen? Machen die dann auch nicht mehr. Die vergammeln irgendwo,
keine Sau interessiert' s - und der Autor hat den finanziellen Schaden. 
Also - bitte Augen auf - !

Viel Glück!

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