Welcher Tarifvertrag gilt für Angestellte Hebammen?

1 Antwort

Hebamme/Entbindungspfleger ist ein "eigenständiger" Beruf, die Ausbildung dauert in Deutschland an einer Hebammenschule drei Jahre und umfasst 1.600 Stunden Theorie und 3.000 Stunden praktische Ausbildung.

Inzwischen gibt es zudem bereits Bachelor- und Master-Studiengänge. Das heißt, sowohl die staatliche Hebammen- als auch die Bachelorprüfung werden an der Hochschule abgenommen.

Arbeitest du als Hebamme im öffentlichen Dienst, wirst du tariflich bezahlt. Das heißt, dein Gehalt ist staatlich festgelegt und richtet sich nach deiner
Qualifikation, deiner Berufserfahrung und dem Bundesland in dem du wohnst.
Hebammen werden in die Gehaltsgruppe „Pflege“ eingeordnet, sie verdienen also genauso viel wie Krankenschwestern und Pfleger. Als Hebamme im öffentlichen Dienst liegt dein Gehalt daher durchschnittlich zwischen 2000 und 2400 Euro bei Berufseinstieg und kann sich bis auf 2800 Euro brutto steigern. Hinzu kommen Aufschläge für Überstunden, Nachtarbeit und Arbeit an Sonn- und Feiertagen.

Die Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung an einer der 58 Hebammenschulen sind eine gesundheitliche Eignung, der Realschulabschluss oder gleichwertige Schulbildung oder Hauptschulabschluss und eine mindestens 2-jährige abgeschlossene Berufsausbildung oder die Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer. Aber knapp 70% der Hebammen haben Abitur.

Die Anrechnung gleichwertiger Ausbildungen für eine Ausbildungsverkürzung nach § 8 Hebammengesetz musst du individuell anfragen.

Alles Gute für dich und viel Erfolg!

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