Welcher Staatsform benannte sich Aristoteles?

2 Antworten

Aristoteles meint eine Verfassung, die demokratische und oligarchische Elemente mischt (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Politie). Diese hielt er nicht für die ideale Staatsform, aber für die unter dem Gesichtspunkt praktischer Verwirklichung empfehlenswerte. Als Bürger sind mehr beteiligt als in einer Oligarchie (Herrschaft weniger). Aristoteles nennt diese Verfassungsform Politeia (griechisch πολιτεία), was deutsch meistens mit „Politie“ wiedergegeben wird, manchmal mit „Bürgerstaat“. Das griechische Wort bedeutet wörtlich „Verfassung“, diese Verfassungsform hat also im Grunde keinen besonderen eigenen Namen.

Aristoteles hinterließ folgende Überlegungen:

Was am besten für einen konkreten Staat ist, muss immer relativ zu den Umständen bestimmt werden. Solche Überlegungen durchziehen seine ganze Verfassungstheorie. Sie zeigen sich insbesondere im Modell der Politie, (Gemeinwesen der Vernünftigen, Besonnenen) die Aristoteles als die bestmögliche für die meisten zeitgenössischen Staaten ansieht. Sie ist eine Mischverfassung, die Elemente der Demokratie und der Oligarchie enthält. Dabei wird für die Bestrebungen nach Gleichheit auf der einen und nach Reichtum auf der anderen Seite ein Ausgleich geschaffen. Dieser Ausgleich wird unter anderem durch Ämterzuteilung nach Klassenzugehörigkeit erreicht. Auf diese Weise wird nach seiner Auffassung die Stabilität erhöht und sozialen Unruhen vorgebeugt (die in griechischen Staaten häufig waren). Besondere Stabilität verleiht dem Staat ein breiter Mittelstand! Für ein genaueres Verständnis empfehle ich nachstehenden Link!

http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles

wunderbar erklärt - danke dafür!!

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Was ist der Unterschied zwischen Demokratie und Timokratie (nach Aristoteles)?

Schönen Tag, ich verstehe den Unterschied zwischen der Demokratie und der Timokratie nach Aristoteles nicht ganz. Vorneweg: meine Quellen sind hier lediglich Wikipedia.

Aristoteles setzt in der Nikomachischen Ethik die Timokratie mit der Politie gleich, welche so beschrieben ist, dass es vom Volk gewählte Vertreter (Beamte) gibt, welche sich durch ihre Kompetenz und ihren Vernunftsinn für eine "Herrscherposition" qualifizieren.

Nun wird die Demokratie als Verfallsform der Timokratie beschrieben, dass habe ich auch bereits soweit verstanden, da es damals durchaus 1.) eine andere Theorie oder Umsetzung der Demokratie gab und 2.) die Umstände natürlich nicht mit heutigen vergleichbar waren und es deshalb durchaus berechtigte Kritik am System der Demokratie gab, welche heute nicht mehr aktuell wäre. Eine potenzielle "Herrschaft des Pöbels" ist ja mittlerweile ein weniger großes Problem als noch vor 2500 Jahren. :)

Nun sehe ich halt große Parallelen zwischen der von Aristoteles beschriebenen Timokratie und unserer heutigen Demokratie, wie wir sie beispielsweise in Deutschland haben. Was sind also die Unterschiede und vor allem, ist es legitim diese Parallelen zu ziehen?

Wie gesagt, es geht mir um die Theorien Aristoteles' und vielleicht noch Platons (Bedenken bezüglich der Demokratie etc.), deshalb bitte ich euch eine Antwort auch darauf zu beziehen und nicht auf irgendetwas Allgemeines.

Danke schon mal, Oliver (19)

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Welche/r Demokratische Staatsoberhaupt ist/war am längsten im Amt?

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Brauchen die Menschen einen Anführer?

Ich gehöre jetzt nicht zu den Menschen aber mir kommts vor als ob nicht wenige Menschen gewissen Personen z.B Sänger oder Sportler folgen. Sie vergöttern manche Menschen regelrecht obwohl die eigentlich nichts besonders geleistet haben. Manche würden wahrscheinlich für solche Personen morden. Ist es also wirklich so braucht der grösste Teil der Menschen eine Person der er folgen kann?

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- Sozialstaat - Problem? -

Heyo zusammen.

Schuldbedingt beschäftige ich mich gerade verstärkt mit dem Thema "Sozialstaat" und "soziale Demokratie" und beim lernen habe ich die skandinavische Form des sozialdemokratischen Sozialstaats kennengelernt (was angeblich ja die beste Form des Sozialstaates sei).

Ich habe es jetzt - vereinfacht ausgedrückt - so verstanden, dass alle Menschen dort unabhängig vom Einkommen, Alter oder Familienstand die gleichen Abgaben zu zahlen haben und dafür auch den größten Vorteil draus ziehen, die Abgaben aber insgesamt auch höher ausfallen.

Mir stellt sich da jetzt die Frage, wie das denn möglich sein kann, denn der Staat kann nicht mehr geben als er einnimmt. Das ist eigentlich simple Mathematik, oder nicht? Wo liegt da nun der große Vorteil dieser Staatsform und weshalb wurde sie so noch nicht in Deutschland eingeführt (ging bei anderen Kosten wie den GEZ-Gebühren doch ebenfalls, auch wenn die nichts damit zutun haben)?

LG Prace

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Politie als Mischverfassung welcher beiden Staatsformen?

Ich habe eine Frage bezüglich der Politie im Sinne einer Mischverfassung von Aristoteles. Im Internet habe ich gelesen, dass die Politie die positiven Aspekte der beiden negativen Staatsformen Oligarchie und Ochlokratie vereint, aber wäre es nicht sinnvoller, die Politie als Mischung aus Aristokratie und Demokratie (den positiven Spiegelbildern zu Oligarchie und Ochlokratie) zu bezeichnen? Denn zwei negative Staatsformen zu vermischen, macht in meinen Augen keinen Sinn.

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