Welcher Sachverhalt liegt vor wenn man eine Abmahnung nicht annimmt?

10 Antworten

Ob Dein Kumpel das Schreiben annimmt oder nicht, spielt keine Rolle. Die Abmahnung ist ausgesprochen.

Was soll denn das bringen, wenn er die Annahme verweigert? Er soll die Abmahnung nehmen und darunter schreiben: "Erhalten am...." und seine Unterschrift darunter setzten.

Damit hat er doch den Vorwurf nicht bestätigt sondern nur, dass er die Abmahnung erhalten hat. Was soll das mit "Arbeitsverweigerung" auf sich haben?

Wie lange war Dein Kumpel denn im Betriebsrat? Viel Ahnung hat er auf alle Fälle nicht. Da soll er doch mal beim Betriebsrat nachfragen bevor er sich so kindisch benimmt und den AG noch mehr gegen sich aufbringt.

Sollte die Abmahnung unrechtmäßig sein, kann er eine Gegendarstellung schreiben die zur Abmahnung gelegt werden muss. Da soll er sich aber, falls er das möchte, von jemandem der sich auskennt beraten lassen.

Bei einer Abmahnung geht es nicht darum, ob man sie annimmt oder nicht. So hat er erstmal die Kenntnisnahme verweigert, aber der AG kann sie auch per Boten überbringen lassen oder per Einwurf-Einschreiben schicken. So ein Theater bringt gar nichts. Eine Abmahnung ist auch an keine Form gebunden uns ist demzufolge auch mündlich wirksam - mit dem Problem der Nachweisbarkeit im Streitfall. Ist dein Kumpel der Meinung, dass die Abmahnung nicht berechtigt ist, kann er eine schriftliche Gegendarstellung einreichen und den AG auffordern, die Abmahnung aus der Personalakte zu entfernen.

Wenn dein Kumpel im Betriebsrat ist, sollte er sowas alles wissen. Und er sollte wissen, dass das keine "Arbeitsverweigerung" ist - oder er sollte schnellstmöglich sein Amt niederlegen und stattdessen jemanden fragen, der etwas mehr Ahnung hat.

Hallo BrMan!

Zugestellt ist zugestellt.

Zugegeben, der Chef hätte es besser zustellen lassen, als es selbst zustellen zu wollen, weil ihm dann der Nachweis des Zustellungsversuches fehlt. Schade, vielleicht wollte der Chef noch einen Gesprächstermin versuchen. Ein zweites Mal wird ihm das nicht passieren.

Eine Arbeitsverweigerung ist die Annahmeverweigerung nicht. Aber unklug. Er wird dann die Abmahnung offiziell zustellen und dann wird zugestellt auch zugestellt sein. Der Ärger wird nur unnötig größer.

Nach dem Postzustellungsgesetz gilt eine Sendung auch dann als zugestellt, wenn der Empfänger die Annahme verweigert. Wenn Ihr Kumpel die "inoffizielle" Annahme der Zustellung über den Chef verweigert, gewinnt er lediglich etwas Zeit, aber die unausweichliche Zustellung der Abmahnung wird er nicht verhindern können. Außerdem wird ihm bei dem Verhalten gewiss sein dürfen, dass seine Chefetage darüber noch mehr ungehalten sein dürfte.

Gruß
Navvie

Ist die Abmahnung wirklich gerechtfertigt?

Ich habe am 25.8. eine Abmahnung wegen " Arbeitsverweigerung" erhalten auf Grund eines "Vorfalls" welcher sich am 3.8. ereignet hat. Mein Chef hatte mir ein kleines Kellerfenster gereicht wo eine große Kellerspinne drauf saß. Da ich leider eine abnorme Spinnenphobie habe, habe ich ihn gefragt, ob er das Fernster raus legen kann. Daraufhin schüttelte er die Spinne ab und gab mir dann das Fenster, welches ich dann auch annehmen konnte. Jetzt hat er mir über 2 Wochen später eine Abmahnung wegen Arbeitsverweigerung ausgesprochen, ohne dass ich was davon wusste. Sicherlich ist er nicht dazu verpflichtet mich vorab zu informieren aber was ich mich frage ist, ob die Abmahnung wirklich gerechtfertigt ist, zumal ich das Fenster ja dann raus brachte. Ich habe nicht vorsätzlich meine Arbeit verweigert sondern aus Phobiegründen ihn gebeten das Fenster raus zu legen. Er begründet mein Verhalten als "gefährlich" denn es könnte zu einem Unfall kommen wenn er auf der Leiter stehen würde und ich ihm das Fenster nicht abnehmen würde. Grundsätzlich entscheidet er welche Gründe für ihn genug rechtfertigung ergeben um eine Abmahnung auszustellen aber ist diese in diesem Fall wirklich als solche Wert?

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Ungerechtfertigte Abmahnung!Betriebsrat einschalten?

Vorweg: Das Verhältnis zu meinem Chef ist unterirdisch mies, da wir n(die Angestellten) uns bei unserem Oberchef schon alle mal über ihn beschwert hatten. Und mir wurde seine Stelle angeboten, dies kommt hinzu.

Bekam heute also eine schriftliche Abmahnung, die aber schon auf 28.04. datiert war, persönlich von meinem Chef ohne Zeugen im Büro, OHNE jemals vorher ein Gespräch über meine angeblichen Fehler! Er so: Ich soll unterschreiben! Fertig aus. Nichts weiter. Der vorgeworfene Fehler ist sowieso hinfällig, da ich an diesem Tag gar nicht gerarbeitet habe, sondern im "krank" war und somit den Fehler gar nicht gemacht haben konnte. Ordnungsgemäße Krankmeldung steht außer Frage! Telefonisch am 1. Tag und schriftlich gab ich am 2. Tag ab (muss man bei mir laut Arbeitsvertrag erst am 3. spätestens) Ich weigerte mich zu unterschreiben, da ich ja nachweisen kann, dass ich da nicht in der Arbeit war und er meinte, dann unterschreibt er einfach im Auftrag!

So etwas ist strafbar!!!

Nun wollte ich mich an die Personalabteilung wenden, damit diese ungerechtfertigte Abmahnung nie in meine Personalakte gelangt, aber da Freitag natürlich kein Mensch mehr um diese Zeit im Büro ist, habe ich niemanden erreicht.

Hinzu kommt,dass mein Chef meine Krankmeldung einfach nicht an die Personalabteilung weitergereicht hat und die gar nicht wissen, dass ich an dem vorgeworfenen Tag nicht im Haus war!!!

Mein Hausarzt sagt, die Krankmeldung kann ich jederzeit nochmal bekommen, aber mein Chef kann ja immer behaupten, dass ich sie nie abgegeben hätte!

Nun hatte ich schon ein paar Vorkenntnisse rechtlich gesehen und will mir weitere Unterstützung beim Betriebsrat holen, aber laut Infos im Internet kann der BR bei Abmahnung gar nicht viel machen er tritt erst bei Kündigung in Kraft...

Kennt sich jemand aus und musste sich auch schon mal Unterstützung beim BR holen?

Hilfe!!!

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