Welcher RCD/FI am besten nachrüsten (Unterverteilung Werkstatt)?

4 Antworten

Es gibt ja bereits gute Erklärungen.

Ein FI schützt Dich nicht richtig vor Stromunfällen. Der begrenzt nur die Einwirkdauer des Stromschlages. Viele Stromschläge können aber so heftig sein, dass es Dich auch mit der vom FI begrenzten Einwirkungsdauer böse erwischen kann! Ein FI ist kein Ersatz für einen Trenntrafo!

Bleibt der Stromschlag unter 30mA, ist er immer noch potentiell tödlich, wird aber zeitlich nicht mehr begrenzt wenn der FI erst ab 30mA auslöst. 30mA schützt Dich nur vor defekten Geräten bevor Du die anfasst, hilft Dir aber kaum beim basteln!

Also lieber einen extra LSFI benutzen (Sicherungsautomat mit integriertem FI) für ein paar Steckdosen an denen Du bastelst der viel früher auslöst. Aber auch hier ist das kein Ersatz für einen Trenntrafo!

Neben RCD/FI gibt es mittlerweile relativ Preiswert auch AFDD Schalter. Die enthalten die RCD/FI Funktion, erkennen aber auch Lichtbögen, also "britzelnde Kabel" und schalten ab. Da drin ist ein kleiner Computer der auf bestimmte Frequenzen reagiert die auf Störlichtbögen hindeuten. So werden im Gegensatz zum FI auch "kokelnde Klemmen" oder Überschläge in geräten oder an defekten Kabeln erkannt.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

30mA Differenzstrom ist die richtige Wahl für Personenschutz.
Ob Typ A genügt oder du einen allstromsensitiven RCD benötigst hängt davon ab, welche Betriebsmittel du nutzen willst, wenn hochfrequente und/oder Gleichfehlerströme zu erwarten sind brauchst du Typ B. Mit Maschinen in einer Werkstatt wäre das vielleicht zu erwarten.
Außerdem wären 63A Bemessungsstrom vernünftig wenn du mehrere Stromkreise gleichzeitig belasten willst.
Das wird dann allerdings leider wesentlich teurer als 30€.

Beim zweiten Teil deiner Frage verstehe ich nicht so ganz, was du vorhast.
Du willst noch eine zusätzliche Leitung (Drehstrom) in die Verteilung legen.
Diese Leitung muss aber natürlich auch noch mit einem Leitungsschutzschalterzusätzlich zum RCD abgesichert werden.
Meinst du, dass du das wirklich selber machen solltest, wenn du hier schon fragen musst?
Du kannst die Leitung ja selber verlegen, aber lass die Arbeiten an der UV vielleicht besser von einem Elektriker durchführen.

Ok danke schonmal!

Bei dem zweiten Teil gehts drum, eine Zuleitung zu einer Hütte zu legen. Ich muss aber den Strom von der Unterverteilung der Werkstatt abgreifen weil das Kabel schon liegt (aber nicht angeschlossen ist) . Ich habe mich nur gefragt ob ich das Kabel einfach an den Klemmstein anschließen kann und dann in einer seperaten Unterverteilung in der Hütte erst wieder absichere.

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@Tinfoil66

Kommt auf den Querschnitt des Kabels an, eigentlich muss das natürlich netzseitig abgesichert werden. Wenn sich danach der Querschnitt nicht verjüngt, musst du dann auch nichts mehr separat absichern.

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30 mA ist der Standard. Der 10mA ist zwar etwas empfindlicher aber der kann auch mal überempfindlich sein. Von daher passt der 30mA

Nicht du sondern eine elektrotechnische Fachkraft installiert den FI Schutzschalter. Der leihe hat an Niederspannungsanlagen nichts zu suchen.

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