Welcher Kindesunterhalt muss bezahlt werden?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Der im Titel festgeschriebene Unterhalt muss in voller Höhe gezahlt werden, bis er "abgeändert" wurde.
Als "Stichtag", ab wann weniger Unterhalt geleistet werden muss, gilt der Tag der Geltendmachung ("Antragstellung").

Der Unterhalt umfasst alle "normalen" Dinge des täglichen Bedarfs (Nahrung, Kleidung, Wohnkosten etc...)
Musikunterricht ist darin nicht enthalten. Wenn dieser in Absprache beider Elternteile erfolgt, hat sich jeder Elternteil anteilig nach seinem Einkommen an diesen Kosten zu beteiligen.
Wird der Musikunterricht nur auf Wunsch eines Elternteil durchgeführt, trägt dieser die Kosten dafür allein....

Besteht ein Titel, muss der Betrag auch gezahlt werden, bzw. nachgezahlt werden. Ansonsten muss man eine Unterhaltsabaenerungsklage machen, damit die Unterhaltshoehe neu berechnet wird. War dies nicht der Fall, bleibt die Hoehe und kann rueckwirkend auch nicht mehr geaendert werden.

Dass beim Unterhaltsvorschuss das ganze Kindergeld abgezogen wird und nicht nur das halbe wie beim Unterhalt, bedeutet nicht, dass der Vater auch nur noch diesen Betrag zu zahlen hat. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Unterhaltsvorschuss ist immer der Mindestunterhalt unter Abzug des Kindergeldes. Kindesunterhalt, den der Vater zu zahlen hat, richtet sich nach der Duesseldorfer Tabelle und nach dessen Einkommen, Anzahl der unterhaltsberechtigten Personen. Liegt das Einkommen allerdings unter dem Selbstbehalt von 1000 Euro, dann erfolgt ggf. eine Maengelberechnung.

Weiterhin waere hier noch die Frage, warum M jetzt in Ausbildung ist, obwohl er vorher gearbeitet hat? Hat er bereits eine abgeschlossene Ausbildung und kann er in diesem Beruf arbeiten, dann geht Unterhalt vor einer weiteren Ausbildung vor und der Unterhalt kann berechnet werden aufgrund des moeglichen fiktiven Verdienstes.

Zusatzkosten wie Musikstunde und Essensgeld sind bereits im Unterhalt enthalten bzw. koennten ggf. durch das Gesetz auf BIldung und Teilhabe bezahlt werden auf Antrag, je nach Verdienst der Mutter.

Eine Erstausbildung ist etwas anderes oder wenn man ggf. auch gesundheitlichen Gruenden umschulen muss.

Bei einen laufenden Titel gilt das was im Titel steht. Bis einer die Änderung begehrt.

Muss der Unterhalt für die 9 Monate in voller Höhe (241€) gezahlt werden oder in Höhe von 133€ mtl., laut nun mdl. Auskunft vom Jugendamt, wäre der Titel eher neu berechnet worden, wenn F eher den Antrag beim Amt gestellt hätte?

Das Jugendamt ist hier kein Entscheider, sondern Vertritt die Interessen des Kindes. Letztlich muß M hier froh sein, das der Titel freiwillig reduziert wurde.

Bei der Einkommensfrage kommt es nämlich entscheidend darauf an, ob die Reduzierung des Einkommens durch die Ausbildung zu akzeptieren ist, oder ob fiktiv mit den Ursprungseinkommen zu rechnen ist. Dies ist Einzefallabhängig.

F besteht auf die Zahlung der 9 Monate davor.

Theoretisch kann M versuchen sein Begehren auf Änderung des Titels gerichtlich durchzusetzen. Die Aussichten sind aber gering und das Prozesskostenrisiko unverhältnismäßig hoch. Insoweit bleibt hier nur eine Ratenzahlung.

F möchte nur das M monatlich Essengeld sowie sich an der Musikstunde bei der Tagesmutter beteiligt (50/50).

Zunächsmals ist Essengeld grundsätzlich in den Tabellensätzen der enthalten.

Der Rest kann Mehrbedarf sein, diese wird aber wenn, dann im Verhältnis der Leistungsfähigkeit verteilt. Wenn M noch nicht mal den Mindestunterhalt zahlen kann stellt sich die Frage nach Mehrbedarf nicht, da hier auch keine gesteigerte Erwerbsobligenheit gilt.

Hängt vom Einkommen ein

Was möchtest Du wissen?