Welcher Kampfsport passt zu mir und meinem Zustand?

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4 Antworten

Hab früher taekwondo gemacht, also wenn du Tritte magst ist das was für dich. Schläge gibts natürlich auch, aber ist viel weniger. Allerdings musst du wissen ob du eher Selbstverteidigung oder Kampfsport machen willst. Ist schon ein großer Unterschied :)

Kommentar von DieDas57
10.09.2016, 19:09

Was ist denn da der unterschied wenn es zu schwierig zu erklären ist beschäftige ich mich halt heute abend damit

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Kommentar von Dobrogean
10.09.2016, 19:26

Selbstverteidigung ist halt eher Verteidigung wie der Name schon sagt. Du lernst da eher Bewegungsabläufe, die du in bestimmten Situationen brauchst und mehr nicht. Außerdem ist es kein richtiger Sport wo du deine Ausdauer und Kraft trainierst. Kampfsport ist das Gegenteil: es ist anstrengender und du verfeinerst ständig deine Techniken. Es ist viel mehr Sport aber auch mehr Training und ständiges Verbessern von bestimmten Tritten oder Techniken.

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Aikido ist da sehr gut. Es ist eine sehr harmonische Kampfsortart und rein defensiv. Du brauchst dafür wenig Kraft, aber dennoch wird dein ganzer Körper geschult.
Ich habs eine Zeitlang gemacht, musste aber wegen einer kaputten Schulter aufhören.

Ich selbst trainiere die japanische Kampfkunst Aikido. Diese ist zwar hauptsächlich waffenlos, es gibt jedoch auch Training mit traditionellen Waffen.

Angriffe werden nicht direkt abgeblockt, sondern die gesamte Bewegung des jeweiligen Angreifers wird umgeleitet, so dass er auch ohne große Körperkraft geworfen, bzw. kontrolliert werden kann

Hier habe ich mal etwas ausführlicher über Aikido geschrieben und das ganze dann zur Illustration mit einigen Videos aufgelockert:

https://www.gutefrage.net/frage/welche-kampfsportart-gefaellt-euch-und-warum-welche-macht-ihr?foundIn=list-answers-by-user#answer-202694589

Ich selbst liebe Aikido und es hat mein Leben wirklich deutlich verbessert - nicht allein im Bezug auf den Aspekt der Selbstverteidigung.

Ob es zu dir und deinen Bedürfnissen passt, ist natürlich eine Frage, die du selbst beantworten musst - und damit kommen wir auch gleich zu meinem eigentlichen Tipp, der Wichtiger ist, als jede subjektive Empfehlung.

Mein Tipp:

Suche dir verschiedene Vereine mit unterschiedlichen Angeboten in deiner Umgebung, informiere dich über die angebotenen Stile und vereinbare ein Probetraining.

So bekommst du sowohl aus erster Hand einen Eindruck vom Stil, als auch vom Umgang der Menschen dort untereinander.

Sollte dir der Stil an sich gefallen, aber zB zu starker Leistungsdruck und Konkurrenzdenken herrschen, suche dir einfach einen anderen Verein, der den gleichen Stil anbietet. Vielleicht ist die Atmosphäre dort angenehmer.

Das Wichtigste sind eben nicht die Techniken, sondern dass dir das Training dort Spaß macht - denn nur dann bleibst du langfristig motiviert und machst Fortschritte.

Wer sein Training nach nur einem Jahr wieder aufgibt, weil ihm alles zu "ineffektiv" zu sein scheint, wird eben keine Fortschritte machen.

Daher wünsche ich dir, dass du einen Stil und einen Verein findest, der dir Freude bereitet und wo die Menschen freundlich sind.

Viel Spaß beim Training! :-)

Mir hat Kung Fu viel geholfen; da haste eigentlich alles drin! Zu dem damaligen Zeitpunkt habe ich immer damit gescherzt, dass ich höchstens auf den Bus renne oder mich bewege, wenn jemand mit einem Messer hinter mir her rennt. Im Training war es zu Beginn richtig hart, aber nach zwei Montagen (und jeweils 2-3 Trainingseinheiten zu 90min in der Woche) fühlte ich mich fitter und kräftiger. Kung Fu hat ganz viele Techniken und auch die Geschichte ist sehr spannend. Und bei uns im Training wurde alles trainiert, also nicht nur Kraft, Schnelligkeit und Technik, sondern auch Konzentration und Ausdauer.

Ich kann's dir nur empfehlen :)

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