Welcher Herdenschutzhund erkennt am besten Bedrohungen?

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4 Antworten

Aufmerksamkeit hängt direkt mit situativen Anforderung zusammen. Eine  weitere Rolle spielt die Erfahrung.

Ist es um eine Herde längere Zeit vergleichsweise ruhig, weil es weder Angriffe noch sonstige Fremdeinwirkungen (Spaziergänger, freilaufende Hunde…) gibt, sind auch HSH weniger wachsam. Gibt es jedoch häufiger "Bedrohungen", erhöht sich auch die Aufmerksamkeit.

Bei meinem Südrussen war zu beobachten, dass er bei einem Spaziergang in fremdem Gelände völlig entspannt war und Hunde- und Menschenbegegnungen ganz gelassen nahm.

Das änderte sich mit dem zweiten Spaziergang auf diesem Weg komplett. Der Weg wurde als sein Revier definiert und damit nahm er auch seine Aufgabe als Wächter ernst.

Damit unterschied er sich komplett von meinen anderen Hunden. Diese waren in fremdem Gelände eher wachsam und stark auf mich fokussiert, während sie in vertrauter Umgebung ihren Aktionsradius erweiterten und nur lockeren Kontakt mit mir hielten.

In Sachen Differenzierung sind nach meiner Erfahrung die meisten HSH sehr einfach gestrickt: Die Lebewesen, die zu seiner Familie gehören, sind Freund, alles andere ist Feind. Über Erziehung kann der Hund in begrenztem Maß lernen, "Feind" zu tolerieren, wenn "Freund" ihm sagt, dass das so ist, z.B. bei Besuch.

Eine Garantie, dass der Hund sich aber situativ nicht doch dafür entscheidet, "Feind" eigenmächtig zu definieren, gibt es nie so ganz. Einer der Gründe, warum HSH in deutschen Haushalten nichts verloren haben.

 

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Ist wie beim Mensch auch :) der der gelernt hat was eine Bedrohung ist kann auch drauf reagieren und es von ungefährlichen unterscheiden,  das ist rasseunabhängig und hat mit der Prägung, Sozialisierung und Erziehung zu tun. 

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Das kann auf alle Herdenschutzhunde zutreffen. Alle haben den geichen Job.

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Kommentar von NewKemroy
29.08.2016, 12:03

Aber es könnte doch sein, dass HSH aus Gebieten mit viel Wald und Unterholz viel wachsamer sein müssen als HSH aus Gegenden, die total flach und ohne höhere Pflanzen sind.

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Huhu NewKemroy!

Ich glaube auch nicht, dass man deine Frage einfach beantworten kann. Hinter jeder Rasse steckt auch ein Individuum. Zudem bestimmst du als Ausbilder, wen oder was dein Hund als "Bedrohung" ansehen darf. Wenngleich ich mich frage, wofür du deinen Herdenschutzhund explizit auf so eine Eigenschaft hin ausbilden möchtest.

LG NB123

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Kommentar von NewKemroy
29.08.2016, 11:56

Also in den Wesensbeschreibungen finden sich schon Unterschiede, z.B. in der Schärfe, der Führigkeit - wieso nicht auch in der Wachsamkeit?

Im Übrigen weißt Du was "edel" bedeutet im Kyno-Sprech?


Ach so, ja ich finde das einfach eine tolle Eigenschaft. Vielleicht wähle ich in Zukunft den Hund danach


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