Welcher Grad von Luftfeuchtigkeit in % wäre in geheizten Räumen im Winter gesundheitlich akzeptabel?

2 Antworten

Alfred Eisenschink vertrat die Meinung, dass sich Hausstaub in den oberen Atemwegen des Menschen absetzt und sich dort dadurch die Verdunstungsoberfläche erheblich vergrößert und man dann den sogenannten "trockenen Hals" bekommt.

Viele vertragen die "trockene Heizungsluft" nicht und zu Beginn der Heizpriode beginnt auch gleich die Infektionssaison.

Ich denke, so Unrecht hatte Herr Eisenschink nicht.

Durch die Warmluftbewegung - verursacht durch einen hohen Warmluftanteil der Heizung - wird Staub gut in der Atemluft gehalten und auch die Fußbodenheizungen sind nicht ganz unschuldig, da die Warmluft an einer Stelle vom Fußboden abreißt und den Staub vom Boden mit nach oben wirbelt.

Wandheizungen und Heizleisten bieten hier einen deutlichen Vorteil, was Staub in der Atemluft betrifft, aber auch in Bezug auf mögliche Schimmelbildung (die gibt es dann nicht).

Wenn man dann immer diese staubige Luft atmet, bekommt man den "trockenen Hals", obwohl die Raumluftfeuchte im normalen Bereich liegt. Also öfter mal feucht durchwischen und den Heizkörper reinigen. Das bindet den Staub und erhöht gleichzeitg kurzzeitig die Raumluftfeuchte.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich verwende bereits ein Luftreinigungsgerät.

0
@Onki73

Der Heizkörper ist ausser Betrieb. Ich verwende ein elektrisches Wärmewellenheizgerät.

0

40% ist super. Geht es über 50, dann droht Schimmelbildung.

Wenn die Wandoberfläche dauerhaft kalt genug ist (unter 10°C), dann gibt es z.B. auch bei sehr guten 40% rF und 21°C im Raum Schimmelbildung. Oder wenn es diese Werte (40% rF und 21°C) im Wohnzimmer gibt und das Schlafzimmer bei unbeheizten 18°C eine solch kalte Stelle (unter 10°C) an der Wand hat.

Entscheidend ist daher nicht die allgemeine Raumluftfeuchte, sondern die Luftfeuchte im direkten Wandoberflächenkontakt. Und wenn die Wandoberfläche komplett warm ist, durch gute Beheizung, dann ist die Schimmelgefahr auch bei 55% Raumluftfeuchte im Winter gering.

Im Sommer sind die Luftfeuchten deutlich höher, aber die Wände nicht kalt, daher gibt es im Sommer i.d.R. keine Schimmelprobleme in Wohnräumen auf Grund hoher Raumluftfeuchten.

1
@Onki73

Na, dann lauf mal mit dem Präzisionsthermometer dauernd durch die Bude um die Wandoberdlöchentemperatur zu messen. Da bin ich aber gespannt, ob du zwischendurch auch mal zum Wohnen kommst.

0
@SeineHoheit

Brauch ich nicht mehr, mach ich aber zur Freude trotzdem ab und zu. 😉

Ich weiß, dass meine Außenwände unten an der Heizleiste selbst im tiefsten Winter 23Grad Celsius an der Oberfläche haben und nach oben hin die Temperatur auf 21-22Grad Celsius abnimmt, was auch der Raumtemperatur entspricht.

Hinter der Eckcouch vor der Außenwandecke im Wohnzimmer gibt es die gleichen Werte und hinter dem Schlafzimmerschrank vor der Außenwand im Schlafzimmer sieht es so ähnlich aus.

Das „Geheimnis“ gegen Schimmelbildung ist nämlich nicht unbedingt die geringe Raumluftfeuchte, sondern einfach nur eine angemessen „hohe“ Oberflächentemperatur an der Außenwand. Diese Temperatur bestimmt nämlich, ob sich die relative Raumluftfeuchte im Wandoberflächenkontankt noch einmal erhöht (bis in den schimmelgefährdeten Bereich) - durch Luftabkühlung - oder eben nicht.

Beheizt werden muss der Raum sowieso im Winter, nur sollte er so beheizt werden (können), dass es überall gleichmäßig warm ist. Ein Mal Lüften am Tag zu hygienischen Zwecken reicht dann auch völlig aus.

0

Was möchtest Du wissen?