Welcher Gläubige kann mir das erklären?

20 Antworten

Die Frage nach dem Sinn des Leidens, besonders des Leidens von unschuldigen Kidnern, wird immer wieder gestellt. Letzten Endes kann der Mensch keine befriedigende Antwort darauf geben, allenfalls Vermutungen, die sich auf seinen Glauben an Gott und sein Vertrauen auf ihn stützen.

Die Perspektive des Menschen ist für eine Antwort völlig unzureichend. Für den Menschen steht das Leben und damit auch sein Leiden im Mittelpunkt. Wer alles allein danach beurteilt, ignoriert schon allein, dass der Mensch rein physisch ein Nichts im Weltall ist und damit auch - das wollen wir nicht wahrhaben - sein Leiden ein Nichts. Sich dennoch in den absoluten Mittelpunkt zu stellen und daraus eine Beurteilung über Gott abzuleiten, ist einsichtigerweise verfehlt, größenwahnsinnig.

Nun lehrt aber gerade Christus, dass Gott der liebende Vater ist, der uns geschaffen und damit aus einem Nichts zu einem Etwas, sogar sein "Kind" gemacht hat. Eltern kümmern sich um ihre Kinder, auch wenn diese manches Kinderleid ("Nein, es gibt noch keinen Nachtisch", "Tut mir leid, der Pieks bei der Impfung muss sein" usw.) zum Anlass nehmen, ihr "Leid" in den Mittelpunkt ihres Kinderlebens zu stellen und die Eltern als böse zu beschimpfen.

Ja, Gott könnte uns alles Leid ersparen, indem er uns als ewig glückliche Naivlinge herumspringen ließe, die ihr Glück nicht wahrnehmen könnten, da es kein Unglück gäbe. So muss man sich den Zustand von Adam und Eva vor der "Erkenntnis" aus der Lehrgeschichte über das Paradies vorstellen. Ewig Tandaradei! Das wäre nichts für mich.

Wie Kinder in der Hand der Eltern sind, sind wir in der Hand Gottes. Wir können Kraft aus der Verbindung mit Gott schöpfen, um Leid besser auszuhalten, wenn wir dessen Sinn nicht erkennen können. Kinder brauchen nicht aktiv zu werden, um die Verbindung mit Gott zu haben, denn die hält Gott von sich aus zu ihnen. Für alle Menschen, die nicht von sich aus eine Verbindung zu Gott suchen, egal, weil sie es nicht wollen oder nicht können oder nicht kennen, ist Gott dennoch da.

Der letzte Schutz besteht in der Auferstehung, nämlich, dass wir aus dem zeitlich begrenzten Leben und damit auch begrenztem Leiden zu Gott ins ewige Leben (ohne Langeweile) zurückkehren. Das gilt speziell auch für Kinder, die von keinem Menschen geschützt werden. Niemand ist "unweigerlich dem Leid ausgesetzt", sondern Gott hat für jeden Menschen, also auch für Kinder, einen guten Plan, auch wenn dieser im Grenzfall erst nach dem Tod in der Auferstehung wirksam wird. Das ist die Botschaft des Kreuzestodes Christi.

Wie sieht diese Verbindung zu Gott aus, die Gott zu den Kindern aufrecht erhält? Besonders in Situationen, die lebensbedrohlich sind. Wie hilft Gott ihnen, wenn sie z.B. sexuell geschändet und umgebracht werden?

0
@Aurina

Es klingt fast zynisch-naiv: aber wenn Kinder umgebracht werden, so haben sie damit auch alles hinter sich und können sofort in Gottes Armen landen, der besser trösten kann als alle Eltern. Schlimmer geht es denen, die überleben.

Die meiste Hilfe, die wir von Gott erfahren, ist nicht tätiges Eingreifen von Gott, sondern allein die Zusicherung, dass er da ist. Der "Seiende" (JHWH) gibt die Bibel als seinen Namen wieder.

Was wir Menschen nicht verstehen, ist, dass Gott nicht in jeder wichtigen Situation tätig eingreift. Selbst Jesus fand sich am Kreuz verlassen. So mag Gott in einigen Fällen einem Kind (indirekt durch andere Personen, durch plötzliche Einsicht des Täters, usw.) geholfen haben, in vielen aber äußerlichem Anschein nach nicht. Man wundert sich nur in einigen Fällen, wie Kinder sich mit dem Gewalttäter solidarisiert haben (als Selbstschutz) oder sich ganz tief in ihr Selbst zurückgezogen haben.

Ich selbst habe im Leben nur in äußerster Not und jeweils in einer sehr wichtigen Sache Gott um tätige Hilfe gebeten. Etwa drei Mal, und drei Mal hat er geholfen. In den sehr vielen übrigen Malen habe ich nur gebetet: "Hilf mir, das durchzustehen". Dafür brauchte ich nur den "Seienden", von dem ich weiß, dass er da ist. Der ansonsten spätestens nach meinem irdischen Tod alles wieder hinbiegen kann, bis hin zum Nicht-Geschehen-Sein!

Ein schwieriges Thema. Ich hoffe, ich konnte dir einiges nahebringen.

1
@RudolfFischer

Aber in der Bibel steht, dass wir nicht sofort in Gottes Armen landen, sondern unter der Erde liegen bis Jesus Christus uns erweckt. Jesus sagte wohl am "Kreuz" zu einem Räuber, er werde gleich mit ihm zusammen im Paradies sein. Was stimmt denn nun?

Wenn wir die Gewissheit hätten, unsere Lieben sind bei Gott, wäre selbst dann das Leid für die Zurückgebliebenen unerträglich. Das besonders in einem Fall angewendeter Gewalt.

Mir hat Gott geholfen als Kleinkind in einer schlimmen Situation. Ich weiß zwar noch, dass etwas passiert ist, aber kann mich nicht an die Tat an sich erinnern. Alles vor der eigentlichen Tat und alles nach der Tat ist im Gedächtnis verblieben. Seltsam oder? Doch das geht nicht allen Kindern so.

Ich glaube Gott mutet uns nur so viel zu, wie wir tragen können. Doch wie ist das, wenn ein Kind zu schaden kommt? Kinder sind sich meistens über Gott nicht bewusst.

Denkst du es greifen helfende Engel Gottes ein um den Kindern in einer bedrohlichen Situation - die unter Umständen auch qualvoll und tödlich enden kann - beizustehen? Mag sein, dass sie diese Leid dann gar nicht wirklich bemerken?

Du hast recht, ein sehr schwieriges Thema.

0

Diese Antwort bekäme von mir den Stern als beste bzw. am besten erklärte Antwort. Danke, Rudolf Fischer! :-)

1

Wenn Unschuldige Leid aufgrund des Unrechts anderer erfahren haben sie umso größere Verheißungen in Hinsicht auf ein Leben nach dem Tod - dies gilt insbesondere für Kinder. wenn man an Gott glaubt, so glaubt man auch an ein Leben nach dem Tod, denn alles andere wäre inkonsequent.

Also zählt das Leid das wir auf Erden erfahren und ertragen müssen nicht?

0

Unser Körper besitzt Selbstheilungskräfte. Wenn man ansonsten gesund ist, schafft unser genialer Körper es selbst, nach einer gewissen Zeit wieder gesund zu werden.

Werden die Krankheiten jedoch schlimmer und unser Körper kann sich nicht gegen diese Bakterien oder Viren wehren, ist es nötig, einen Arzt aufzusuchen, der einem mit Medizin helfen kann. Manchmal wird man auch so schwer krank, dass man ins Krankenhaus muss und sich operieren lassen muss.

Da können nur die Ärzte helfen. jedes Kind hat Eltern, die dafür sorgen müssen, dass ihren Kinder geholfen werden kann, dass sie zum Arzt gebracht werden oder evtl. auch ins Krankenhaus.

Da magst du sicherlich nicht unrecht haben. Allerdings werden Kinder nicht "nur" krank, sondern geraten unverschuldet in missliche und lebensbedrohende Situationen. Wer erhört ihre Gebete, die sie vermutlich gar nicht abschicken? So dass sie diesen Situationen entfliehen können oder zumindest eine Chance dazu bekommen.

0
@Aurina

Die Eltern sind da, die ihre Kinder erziehen. Gut erzogene Kinder wissen, was gut und böse ist, sie wissen, was sie tun dürfen und was sie bleiben lassen sollen. Die Eltern haben eine Aufsichtspflicht, sie müssen ihre Kinder beaufsichtigen. Nicht rund um die Uhr, aber doch die meiste Zeit.

Trotz allem probieren Kinder aus, sie sind experimentierfreudig und gelangen manchmal in unkontrollierbare und gefährliche Situationen, da muss ich dir Recht geben.. Das kann jedem Kind passieren, egal welcher Religion es angehört und ob es gut oder schlecht beaufsichtigt wird. Gebete können helfen oder auch nicht, sie können erhört werden, oder auch nicht.

Letztendlich kommt es auf den gesunden Menschenverstand an, den Kinder, das muss ich zu geben, nicht immer haben, weil sie noch zu klein sind, und auf eine große Portion Glück.

1

Strenge, Gläubige Eltern..... ES NERVT?

Hallo liebe GF Community,

Ich trinke gerne , wie viele Menschen. Lasse mich gerne Volllaufen usw. Das heisst nicht das ich mich ins Koma betrinke, soweit ist es noch nicht :P ich weiss wirklich wie man mit alk umgeht, auch wenn es sehr unglaubwürdig klingt...

Das blöde ist das meine Eltern sehr gläubig sind, sie verbieten tattoos , piercings, alkohol USW. ich bin überhaupt nicht gläubig, ich meine, die welt nimmt nicht mehr die religionwn ernst, sie werden falsch verstanden (isis) usw. aber das ist ein anderes Thema. Ich bin einfach nicht gläubig, weder hat mir jemand was eingeredet oder noch was.. Es ist einfach so.

Ich muss JEDESMAL verheimlichen das ich Alkohol trinke, oder versuchen das sie es nicht riechen oder sehen. Es NERVT tierisch. Wenn sie das wüssten, wäre ich am arrrsch.. Wer ausländische/gläubige eltern kennt oder sogar HAT weiss das es UNMÖGLICH ist sie zu überreden. Ich kenne eltern, die nehmen es locker wenn ihre kinder trinken, die waren doch selber mal jung. Wer sagt das ich mit meinen eltern reden soll, ES IST UNMÖGLICH BEI SO EINEM THEMA!!!!!!!! U N M Ö G L I CH ...

Was soll ich tun? Ich kann einfach nicht mehr. Ich muss sogar um Höchstens 22:00 zuhause sein oder so 22:30 einmal war ich erst um 23:00 zuhause und die waren sauer..... Ich kann wirklich nicht mehr es ist einfach nur lästig. Ich weiss dass das normal ist, das eltern sich sorgen um einen machen. aber das ist echt übertrieben, darf zb nur SELTEN bei freunden übernachten warum auch immer ....

WER WEISS UM RAT? BIN AM VERZWEIFELN

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?