Welcher Behindertengrad bei Absencen-Epilepsie?

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6 Antworten

Das hängt von der Häufigkeit der Anfälle ab. Bei den "kleinen" Anfällen, bekommt man i.d.R. schonmal weniger, als wenn du in der gleichen Anzahl Grand Mal Anfälle hättest.

Überlege außerdem auch, welche möglichen Nachteile dir eine (Schwer)-behinderung bringen könnte. Bist du z.B. noch Schülerin, dann hast du eigentlich gar keine Vorteile bei einem GdB, den wahnsinnig viel wirst du vermutlich nicht bekommen und Merkzeichen wahrscheinlich auch eher weniger.

Mir wurde z.B. aus dem Grund vor 5 Jahren davon abgeraten einen GdB zu beantragen...damals hätten die Nachteile überwogen bzw. hätte ich einfach nix davon gehabt. Mittlerweile habe ich GdB 40 (jetzt im Widerspruch)...da ich fokale Anfälle mit langen Pausen habe, bekomme ich bzgl. der Epi nicht mehr. (Bin auch nicht deswegen im Widerspruch)

Les dich hier mal durch

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Epilepsie---Schwerbehinderung-561.html

Wenn es ganz frisch ist, dann würde ich dir aber raten noch ein bissl zu warten. Normalerweise wird nach 6 Monaten erst beurteilt. Denn eingestellt ist es ja möglicherweise dann deutlich besser. (Hatte z.B. selbst auch anfangs GM Anfälle und wöchentlich etwa 10-20 fokale Anfälle und bin dann relativ schnell ziemlich gut Anfallsfrei geworden) 

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Neben einigen anderen krankheitsbedingten Baustellen kommt bei mir eine Epilepsie aufgrund einer Hirnblutung dazu, die lt. Bescheid 40 % Behinderung ausmacht. Da allerdings die Prozente nicht addiert werden, sonst hätte ich nämlich einen Behinerungsgrad von etwas an die 180 %, wird man Dich, wenn überhaupt, ziemlich niedrig einstufen. Welche Nachteile ein solcher Antrag mit sich bringt, kann ich Dir nicht beantworten, ich sehe eigentlich nur Vorteile.
Solltest Du einen Antrag stellen wollen, dann schick denen alle Unterlagen, die Du hast, gleich mit dazu, dann geht es schneller. Ablehnen können die natürlich immer und einen neuen Antrag kann man auch jederzeit wieder stellen.

Wie sieht es denn mit den Medikamenten aus? Nimmst Du die auch regelmäßig? Damit bekommen man die Anfälle recht gut in den Griff. Gute Besserung.

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Kommentar von Litania
10.12.2015, 19:14

Danke auch für deine Antwort.

Ich sehe Vorteile in der Anerkennung eines Behindertengrades, denn ich habe massive Schwierigkeiten im Berufsleben.

Leider habe ich auch nicht nur eine Absencen-Epilepsie, sondern auch Bronchialasthma, Arthrose in der Wirbelsäule und Depressionen. :-(

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Kann man nicht genau beurteilen, da es auf den Einzelfall ankommt.

Anhaltspunkte sind hier zu finden:

Epileptische Anfälle

GdB/GdS

Sehr selten: generalisierte (große) und komplex fokale Anfälle mit Pausen von mehr als einem Jahr; kleine und einfach-fokale Anfälle mit Pausen von Monaten

40

Selten: generalisierte (große) und komplex fokale Anfälle mit Pausen von Monaten; kleine und einfach-fokale Anfälle mit Pausen von Wochen

50-60

Mittlere Häufigkeit: generalisierte (große) und komplex fokale Anfälle mit Pausen von Wochen; kleine und einfach-fokale Anfälle mit Pausen von Tagen

60-80

Häufig: generalisierte (große) und komplex fokale Anfälle wöchentlich oder Serien von generalisierten Krampfanfällen; kleine und einfach-fokale Anfälle täglich

90-100

Nach weiteren drei Jahren Anfallsfreiheit bei weiterer antikonvulsiver Behandlung

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http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Epilepsie---Schwerbehinderung-561.html

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Wahrscheinlich nicht so viel. Du musst durch Gutachten belegen, inwieweit Du im Alltag eingeschränkt bist.

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Kann man so pauschal nicht sagen! Aber absence Epilepsie ist wohl noch die mildeste form... 

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Kommentar von Litania
09.12.2015, 20:06

Ja, Absencen sind die mildeste Form, aber ich bin dadurch im Alltag ständig unaufmerksam und bekomme vieles nicht mit. :-(

Habe das lange Zeit einfach als "Tagträumerei" abgetan.

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Da wirst du wohl wenig Glück haben. In deinem Fall wird es mit Medikamenten noch gut einstellbar sein.

Ein guter Freund von mir hat die Krankheit von der übelsten Sorte, mit akustischen und optischen Halluzinationen.

Er mußte nicht nur seinen Behindertenausweis einklagen, sondern auch vor Gericht die Rente beantragen.

Von ärztlicher Seite wurde ihm frech mitgeteilt, daß er ja noch laufen kann.

Ich wünsche dir viel Glück.

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