Welcher Anspruch auf Urlaubsvergütung steht Teilzeitkräften zu, und, Wer zahlt die Sozialversicherungsbeiträge bei versäumter Anmeldung?

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3 Antworten

bezüglich der Urlaubsfrage musst du mal in deinen Arbeitsvertrag schauen. dort ist idR die Urlaubsregelung aufgeführt.

wieviel Urlaubsanspruch hast du denn genau und wieviele Tage sind in deinem Arbeitsvertrag pro Woche festgelegt?

was die Rückrechnung durch den Arbeitgeber angeht, so ist dies korrekt. auch die durch die Rückrechnung entstehenden Pflichtbeträge sind bei dir einzufordern. da gibt es keine Ausnahmeregelungen.

Sozialversicherungsbeiträge verjähren generell erst nach 4 Jahren. für dich heißt das, das die entstehende Forderung mit dem nächsten Lohn verrechnet wird. hier solltest du allerdings mit dem Arbeitgeber eine Ratenvereinbarung machen. also dass nicht die komplette Forderung auf einmal vom Lohn einbehalten wird, sondern z.b. auf drei Monate verteilt.

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Kommentar von Samsuna
11.10.2016, 21:09

Vielen Dank für die Antwort! Mein urlaubsanspruch in Tagen und Geld ist vertraglich nicht genau festgelegt, im Vertrag steht nur der Vermerk, dass nicht explizit vereinbarte Sachen nach den üblichen gesetzlichen Regelungen gehandhabt werden. 

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Zum Urlaubsentgelt:

Die Bezahlung während des Urlaubs ist im Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 11 "Urlaubsentgelt" einfach und klar geregelt:

Du hast für jeden Urlaubstag den Durchschnitt des Verdienstes aus den vergangenen 13 Wochen/3 Monaten vor Urlaubsantritt zu erhalten - also: Gesamtverdienst in dieser Zeit geteilt durch die Gesamtzahl der Arbeitstage in dieser Zeit.

Nicht zu berücksichtigen ist dabei die Vergütung für Überstunden.

Zur Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen:

Auch wenn die Verantwortung für die (irrtümliche) Nichtzahlung der Sozialversicherungsbeiträge beim Arbeitgeber liegt, so ändert das doch nichts an der Tatsache, dass Du als Arbeitnehmer die entsprechenden Anteile finanziell zu tragen hast.

Der Irrtum des Arbeitgebers enthebt Dich nicht der eigenen Pflicht, nachträglich diese finanzielle Last zu tragen.

Vielleicht ist der von eulig vorgeschlagene Weg, dass der Arbeitgeber  (als der "Verantwortliche") den von Dir zu leistenden Nachzahlungsbetrag "vorschießt" und Dir die Rückzahlung an ihn über Raten ermöglicht.

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Ruf deine Krankenkasse an und die werden den Arbeitgeber die Hölle heiß machen!

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Kommentar von Samsuna
11.10.2016, 14:07

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Könntest du das noch ein wenig ausführen?

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