Welchen wirklich "besonderen" Religionen gehört ihr so an?

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14 Antworten

Ich bin Zen-Buddhist und gehöre damit zwar einer der Weltreligionen an, allerdings habe ich eine Haltung zur Vorstellung der Wiedergeburt, die für Menschen, die Buddhismus nur aus dem Fernsehen kennen, eher ungewöhnlich scheinen mag.

Ich gehe davon aus, dass die Wiedergeburt in den sechs Daseinsbereichen (Höllenwesen, Hungrige Geister, Tiere, Kämpfende Dämonen, Menschen und Götter) nichts mit irgendeinem "Leben nach dem Tod" zu tun hat.

Buddha hat nie über solch metaphysische Dinge wie Gott/Schöpfung usw. gesprochen, weshalb sollte er ausgerechnet dort eine Ausnahme machen?

Stattdessen gehe ich davon aus, dass die Wiedergeburt in den sechs Daseinsbereichen eher ein psychologisches Modell ist, das unseren jeweilig vorherrschenden Bewusstseinszustand symbolisiert.

Diese Theorie stammt allerdings nicht allein von mir, sondern wird auch von einigen buddhistischen Lehrern, wie etwa Shohaku Okumura unterstützt.

Hier habe ich dieses Konzept mal etwas ausführlicher erklärt

https://www.gutefrage.net/frage/wenn-es-die-wiedergeburt-wirklich-geben-sollte-wie-kann-es-dann-sein-dass-aus-vielleicht-10000-menschen-milliarden-geworden-sind-rest-steht-unten

Zum Konzept der "Seelenwanderung" habe ich keinen Bezug, da es so etwas wie eine unsterbliche Seele im Buddhismus nicht gibt.

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Ich wurde evangelisch getauft mit 8 Jahren, auch konfirmiert, habe dann viele Bücher zu vielen Themen zugespielt bekommen, gesucht, gefunden und habe heute eine sehr eigene Meinung über Gott und die Welt.

Einer Religion hänge ich nicht an. Ein kath. Religionslehrer hat mir mal am Osterfeuer (!) bei einer Diskussion Einkaufswagenmentalität vorgeworfen :-D

Ich wußte nicht, daß er diese Funktion inne hat, habe aber am nächsten Tag herzlich darüber gelacht, als mir meine Freundin das erzählt hat.

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Ich gehöre zwar keiner besonderen Religion an, sondern bin Mitglied der evangelischen Landeskirche (und gedenke das auch zu bleiben), aber mein Gottesbild unterscheidet sich schon sehr stark vom theistischen Gottesbild aus den Offenbarungsbüchern. Man könnte es als christlichen Deismus oder auch als Universalismus bezeichnen.

Mein Gottesbild hat Ähnlichkeit mit den Vorstellung eines Voltaire, oder eines Thomas Paine oder Thomas Jefferson oder auch Benjamin Franklin oder John Locke, der sagte:

Der beste Weg zur Wahrheit ist, die Dinge so zu betrachten, wie sie sind, und nicht so, wie wir schließen, dass sie zu sein hätten, wie wir sie uns vorstellen oder wie wir von anderen gelehrt wurden, sie uns vorzustellen.

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Wie mein Name schon sagt, bin ich Chaoist.

Die Idee geht auf einen Roman zurück und die Schwierigkeit dabei ist, dass sich der Chaoismus auf Grund seiner Natur nicht "fassen" lässt.

Für mich bedeutet Chaoismus, dass alles was ist aus dem Chaos kommt, welches als einziges "ewig" ist. Das Kredo lautet:

  • Alles kommt aus dem Chaos.
  • Alles ist in Ordnung.
  • Alles geht zurück ins Chaos.

Wichtig dabei ist, dass auch das Chaos selbst somit "in Ordnung" - also in der "geordneten Welt" ist.

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Dahingehend würde ich sagen, dass ich keiner besonderen Religion angehöre, denn die, der ich angehöre, gehört zum Christentum, wenn auch ganz sicher nicht zum Netzwerk der römisch-katholischen Kirche.

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Ich liebe den Gedanken sich selbst über sein Leben und seinen Tod Gedanken zu machen. 

Ich möchte mich da keinem Gedanken unterordnen. 
Es gibt wohl Jahrhundert alte Traditionen... Ich kann einfach nicht bestimmtes glauben... Niemand wird je diese Weisheit gehabt haben.

Ich glaube eines: Ich werde wieder da sein. Aber ich werde nicht das sein was ich jetzt bin. Ich werde in den Lebenskreislauf eintauchen.

Ich bin ein Zellhaufen, der in diese Erde eintauchen wird. (Wissenschaftlich betrachtet) Aber auch nur gedacht in irdischen Maßstäben. 

Wir sind nicht schlau genug, um vielleicht zu erfassen warum wir eigentlich hier sind oder eigentlich existieren.

VG
Kevin

 

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Pastafari

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meinen " Glauben " würde ich als eher seltsam definieren :

1992 habe ich meinen Glauben an Gott endgültig verloren und bin dann aus der Kirche ausgetreten, seitdem bin ich bekennender Atheist - aber :

sehr zu meiner eigenen Verwunderung bin ich aber fest davon überzeugt, daß Jesus Christus gelebt hat und mich faszinieren demzufolge auch alle Bibelfilme - insbesondere der Klassiker König der Könige ( King of Kings )

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Ich bin Anhängerin der Evolutionstheorie.

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Kommentar von Randler
14.05.2016, 00:15

Das ist der verrückteste Glauben von allen.

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Kommentar von Klonkdrauf
14.05.2016, 00:18

Absolut.

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Good grief, seelenwanderung!

Also ich bin Nichiren-Buddhist - das ist die wahrscheinlich "aggressivste Form des Buddhismus", die man sich vorstellen kann!

...aus der Sicht anderer Religionen:)

Wir selbst bezeichnen uns als durchaus friedlich und sehen davon ab, unsere Frauen zu verprügeln, selbst dann, wenn sie uns nicht gehorchen (was verdammt oft vorkommt) - Ich hoffe, Du verstehst den kleinen Seitenhieb...:)?

Wir glauben an Reinkarnation -

Du vielleicht auch? - Ich weiß sonst nichts über Seelenwanderung...

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Kommentar von Marvius
14.05.2016, 13:37

Die Theorie der Seelenwanderung ist eher ein Sammelbegriff (jedenfalls in meinem Verständnis). Ich glaube sozusagen an den Versuch, die Reinkarnation wissenschaftlich zu erklären.

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Ich bin Anhänger des Tarvuismus.

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Philosophischer Satanismus.

Der ist widerspruchsfrei, benötigt keine Götter, ist also mehr eine Philosophie als eine Religion.

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Jeder Gläubige wird seine Religion als etwas besonderes ansehen.

Ich bin orthodoxer Christ, und für mich ist meine Religion mit seiner Ausübung etwas besonderes.

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Kann man denn sagen, dass die Anhänger der Theorie der Seelenwanderung überhaupt einer Religion angehören?

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Kommentar von Marvius
14.05.2016, 00:15

Nun ja, ich würde es eher jetzt als Glaubensrichtung definieren.

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Kommentar von Kranta
14.05.2016, 00:18

Dann gehöre ich der Glaubensrichtung des Solipsismus an.

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