Welchen Wake up light Wecker könnt ihr empfehlen?

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2 Antworten

Ich habe mir mehrere Berichte über die Modelle von Philips angesehen, und kann diese leider nicht empfehlen, nicht nur wegen der hohen Preise. Philips verkauft sein LED-Modell 3520 als "natürliche Sonnenaufgangssimulation", enthüllt aber erst in den technischen Daten auf der Herstellerseite, dass das Licht selbst in der höchsten Stufe nicht annähernd natürlichem Tageslicht (welches auch morgens sehr schnell über 5000 K steigt, vor Sonnenaufgang ist das Licht sogar richtig himmelblau) entspricht, sondern über konservatives "warmweiß" nie hinaus kommt, d.h. es entspricht eher den älteren Halogenmodellen. Auch der Beginn mit rot-orangem Licht entspricht nicht dem natürlichen Sonnenaufgang, der im wesentlichen vom blauen Streulicht vom dämmernden Himmel und nicht von der orangegelben aufgehenden Sonne bestimmt wird. Es wirkt daher eher wie die Beleuchtung in gewissen Etablissements. Schreckhafte Gemüter könnte das rote Licht im Schlaf sogar an ein Feuer im Schlafzimmer denken und hochschrecken lassen. Ein Kollege von mir hat den 3520 einige Zeit lang getestet und dann doch wieder zurückgeschickt, weil ihm das rötliche Licht zu befremdlich war.

Hinzu kommt, dass es gerade die blauen Anteile des Lichts sind, die uns wach machen (das ist erst seit ca. 10 Jahren wissenschaftlich bekannt). Ich würde daher eher ein Modell empfehlen, das mit automatisch gedimmten weißen oder bläulich-weißen LEDs viel näher am natürlichen Tageslicht der "blauen Stunde" ist (z.B. von Davita, aber die sind leider auch sehr teuer).

Als einfache und preiswerte Eigenbaulösung (oder auch Ergänzung für einen gekauften Lichtwecker, etwa für die dunkelsten Tage im Jahr) empfehlenswert ist eine Tageslicht-ESL (5000-6500 K), die per Zeitschaltuhr geschaltet wird. Ideal ist eine ESL, die funzelig startet und mehrere Minuten braucht, um die volle Leuchtkraft zu erreichen, also genau das, was normalerweise als Nachteil gilt (üblicherweise sind ESL mit Amalgam statt flüssigem Quecksilber besonders langsam, und zudem sicherer bei Bruch). Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht, auch wenn das natürlich die kontunierlich variierende Helligkeit eines guten Lichtweckers nicht ersetzen kann. Zeitgeschaltete LEDs sind für die Grundbeleuchtung zwar top, gehen aber sofort mit voller Leuchtkraft an, so dass sie sich nicht für diesen Zweck eignen. Ob es zeitgesteuerte Dimmer für erschwinglichen Preis gibt, die auch mit dimmbaren LEDs funktionieren, weiß ich leider nicht.

Für wichtige oder besonders frühe Termine in der dunklen Jahreszeit würde ich zur Sicherheit noch ein konventioneller Wecker gestellt werden, der zum Schluss losgeht.

Ich habe mir jetzt auch einmal einen Lichtwecker gegönnt und dabei das kleinste Modell von Philips genommen, nachdem ich den Testbericht auf www.lichtwecker-zentrale.com/philips gelesen habe! 

Ich kann Gliesse581 hier nicht zustimmen. Die angegebene Lichtintensität von 250 Lux hat mir die vergangenen Monate gute Dienste erwiesen. Es stimmt: Das Licht wird nicht richtig hell und entspricht natürlich nicht dem echten Sonnenlicht. Wer so etwas möchte, der brauch ein "sauteurer" Lichttherapiegerät. Problem: Die haben meist keine Weckfunktion. Das Maximum, das ich bisher gefunden habe, waren 2.500 Lux. Und das ist mehr als ausreichend!


Edith: Ich Held...habe 2014 gelesen und nicht 2012. Damit ist meine Antwort eigentlich sinnfrei. Entschuldigt bitte!

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