Welchen Vorteil haben eigentlich japanische Kochmesser?

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5 Antworten

Da kann man stundenlang drüber diskutieren.

Zunächst stmmt, es gibt in EU, USA und JP sehr hochwertige Messer. Die Japaner haben halt einen komplett eigenständigen Stil entwickelt...

Die Japaner haben in aller Regel mehr kohlenstoffhaltige aber weniger auflegierte Stähle und können demnach rosten. Da sie einem komplizierten Härteverfahren ausgesetzt sind, sind sie oft für Wetzstähle zu hart und können auch die Wärmeeinwirkung durh das Wetzen nicht wirklich ab, das kan zu Gefügeveränderungen an der Schneide und somit zum Härteverlust führen Ein großer Unterschied sind die Klingenformen, es gibt abartig viele Klingenformen die aber auch oft der sehr Fisch + Gemüselastigen Küche angepasst sind. Soviel sei gleich gesagt: SANTOKU + GYUTO sind keine typischen Japanischen Formen sondern dem westlichen Geschmack angepasst (auch wen das Santoku sich mittlerweile gut eingelebt hat - es wird auch als das Messer der 3 Tugenden bezeichnet) Der Schliff ist ebenfalls interessant, bei vielen Japanern ist der nämlich einseitig, somit ist der erziehlte Keilwinkel spitzer und demnach die relative Schärfe (wenn richtig geschliffen!!) größer. Man muß einfach einmal einen Fisch mit einem Yanagiba zerteilen Was auch beachtenswert ist sind die Griffformen, die echten Magnolienholzgriffe sind in aller Regele (es gibt Ausnahmen!) etwas zierlicher was einen Einfluß auf das Handling hat, das muß jeder selbst probieren, ich mag halt größere Griffe (speziell Dick ganz furchtbar) nicht. Ebenso sind die Japaner in der Pflege anspruchsvoller (schneiden, mit Wasser abspüler, trocknmen) und zwar zu jeder Schneidepause, bei längerem Liegen einreiben mit Magnolienöl.

So, wenn mehr gewünscht bitte anmailen,

Gruß

Weil das exotisch ist! Viele empfinden das Design auch als ästhetischer. Der Stahl ist oft härter, was Fluch und Segen zugleich ist, denn somit entfällt die Möglichkeit des Schärfens mit dem Wetzstahl. Stattdessen muss ein Japanmesser mit einem Wasserstein geschliffen werden, diese Arbeit dauert verhältnismässig lang. Dafür bleiben die Klingen der Asiamesser aber auch etwas länger scharf. Je nach dem Können des Messerbesitzer, Schleifers werden die Klingen richtig scharf! Ich empfehle jedoch jedem ein gutes deutsches Messer von Dick, Güde oder Henckels, damit ist sorgloses Kochen für Jahre vorprogrammiert!

Hi!

Oft ist es sicherlich nur Geschmack. Dennoch gibt es einige Unterschiede in der Herstellung der Messer und natürlich bei den Formen. Ich bin auf jeden Fall von japanischen Messern begeistert. Sie verbinden mehr als nur einfach ein Messer, da man hier sich auch mit der Tradition und Pflege auseinandersetzt. Einen guten Überblick findest du übrigens auf folgender Seite: http://beste-japanische-messer.de/japanische-messerformen/

Grüße,

Julian

das Herstellerland ist unerheblich, die Herstellung selbst ist ausschlaggebend. Sowohl in Japan als auch in Deutschland werden hochwertige Messer hergestellt. Zu empfehlen sind z.B. Damastmesser. Wir verwenden Keramikmesser, welche extrem scharf und langlebig sind, aber bitte nicht auf den Boden fallen lassen.

Japanische Klingen sind in der Schneide dünner und schneiden damit schärfer ("V" Schliff). Dafür sind sie weniger robust als die weniger scharfen Deutschen. (Ferrari ./. LandRover)

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