Welchen Rotwein kann man einem Weinkenner schenken?

5 Antworten

Ich würde aus einem schönen Weinshop einfach mal was teures kaufen, so hab ich es bisher immer gemacht kannst ja hier mal gucken: http://www.vinizia.de/

Viele Grüße

Jojo

Theoretisch lässt sich die Frage kaum beantworten. Jedenfalls solltest du nicht ausschließlich nach dem Preis gehen. Wir haben vor ein paar Tagen eine geschenkte Flasche Saint-Emilion Gran Cru aufgemacht. Die war sicher schweineteuer, aber sehr schwach auf der Brust. Ich würde an deiner Stelle in ein gutes Weingeschäft gehen und dich beraten lassen. Nimm dann ruhig einen nicht so bekannten, also keinen Bordeaux oder Burgund oder Kalifornischen, sondern eine kleinere Lage. Ich zum Beispiel würde mich über einen guten Cahors oder einen ebensolchen Apulischen freuen. Aber wie gesagt: Beraten lassen.

Einem "Kenner" einen "guten " Wein zu schenken hat nicht zwangsweise etwas mit persönlichen Präferenzen zu tun. In der Preisklasse um 15 Euro kann ich einen Spanier (Tempranillo), den 96er Faustino I Gran Reserva, und um die 20 Euro einen jungen Argentinischen Terrazas de los Andes (Cabernet Sauvignon) empfehlen. Alles zu finden unter wein.cc - a tu salud!

Schenke lieber etwas Anderes. Trotz eventueller Beratung wirst Du daneben liegen - sei denn, der Beratende kennt Deinen Weinkenner in Bezug auf seinen Geschmack. Viel Erfolg.

Wenn Dein Freund ein wirklicher "Weinkenner" ist, dann freut er sich über jeden guten Rotwein. Das kann ein guter Bordeaux sein, ein guter Spanier aber auch ein feiner deutscher Rotwein, z.B. eine trockene Spätburgunder Auslese (dem "Riesling unter den deutschen Rotweinen").

Wenn er ein eingebildetet Weinfreund ist, dann hält er nichts von deutschen Rotweinen und trinkt z.B. lieber teure "Kultweine" aus der Toskana oder Rotweine mit mehr als 90 Parker-Punkten oder Barrique-Weine (Hauptsache, sie schmecken nach Holz). Das ist heute in gewissen Kreisen "in".

Ich kenne z.B. einen Winzer, der - widerstrebend aber auf Drängen eines Weinexperten - mit einer großartigen trockenen Spätburgunder-Auslese an einem internationalen Wettbewerb für große Rotweine teilnahm. Er befürchtete, dass sein Wein keine Chance hat, weil Rotweine aus Deutschland kein "Image" haben, bzw. weil alle Welt der Meinung ist, in Deutschland gäbe es keine großen Rotweine von internationalem Format. Alle Weine dieses Wettbewerbs wurden von Sommeliers und anderen Experten "blind" verkostet und dieser "deutsche Wein" (von dem vorher niemand wusste, dass es ein deutscher ist) belegte den 7. Platz (!!!). Damit lies er rote "Riesen" aus Frankreich, Italien, Kalifornien oder Südafrika hinter sich. Und das Schönste. Während diese großen Weine aus Frankreich, Italien usw in der Preisklasse von 30 - 90 EURO lagen, kostete diese herrliche Spätburgunder-Auslese nur 17,90 EURO.

Habe ich mich damit klar ausgedrückt?

Herzliche Grüße an alle wirklichen Weinfreunde. Jacky

Ein wirklicher Weinfreund hätte also an diesem Wein auch seine wirkliche Freude.

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