Welchen Nutzen hat die Erforschung des Weltalls für einen heute lebenden "normalen" Menschen ohne Interesse an diesem Thema?

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19 Antworten

Falls die dort gewonnenen Erkenntnisse in irgendwelche Produkte einfließen, die er dann mag, könnte das ein Nutzen sein.

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Wir werden es wohl nie genau wissen, aber dieser heute lebende "normale" Mensch und seine Nachkommen verdanken der Erforschung des Weltalls vielleicht bereits ihr Leben. Daß der 2. Weltkrieg und das nukleare Wettrüsten der Supermächte der Raketentechnik den initialen Wachstumsschub gegeben haben, ist bekannt. Was die Raumfahrtleute in Ost und West dann jedoch für die Entspannung und den Weltfrieden taten, indem sie ihren Wettbewerb beiseite ließen und über die Blockgrenzen hinweg in gemeinsamen Projekten zusammenzuarbeiten begannen, ist nach meinem Dafürhalten noch nicht recht gewürdigt worden und jeden Cent wert, den es gekostet hat.

Ich konnte als Junge mit dem Bewußtsein aufwachsen, ein Bürger dieses Planeten zu sein, und es gehört zu den Geschenken, für die ich am dankbarsten bin. Ich glaube, daß dieses planetare Bewußtsein den Menschen aller Länder dabei helfen könnte, kleinkariertes rückwärtsgewandtes Verhalten hinter sich zu lassen. Die Ersten, die ein Foto der Erdkugel, vom Satelliten aus aufgenommen, als Leitbild für ein neues Denken verstanden, waren Hippies: die Herausgeber des ersten Whole Earth Catalog, im Herbst 1968, desselben Jahres, in dem Martin Luther King erschossen worden war, nachdem er gewagt hatte, nicht nur für schwarze arme Amerikaner, sondern ebenso auch für weiße arme Amerikaner Gerechtigkeit zu verlangen. Desselben Jahres, in dem Panzer in Prag den Frühling überrollt hatten. Nach Weihnachten kehrten Borman, Lovell und Anders mit Apollo 8 von ihrer Mondumkreisung zurück. Das Foto der Erde über dem Mondhorizont war für alle, die es sahen, ein bewegendes Erlebnis. Es hing jahrelang an der Wand meines Zimmers. Der Vietnamkrieg ging trotzdem weiter. Wenige Tage, bevor Aldrin und Armstrong dann Fußabdrücke in den Mondstaub setzten, riefen John Lennon und Yoko Ono dazu auf, dem Frieden eine Chance zu geben. Ich weiß nicht, ob Bevölkerung unseres Planeten sich seither wirklich zu einer Zivilisiation hin entwickelt hat. Aber es steht fest, daß wir nicht aufhören dürfen, dafür tätig zu sein. Die Zeit, die mir hier noch bleibt, will ich dafür nutzen.

http://www.wholeearth.com/issue/1010/

https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ANASA-Apollo8-Dec24-Earthrise.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Give\_Peace\_a\_Chance

https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo-Sojus-Test-Projekt

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Hallo zErfresser,

nicht jeder Mensch kann sich für alles interessieren. Aus dem Interesse oder auch dem Mangel an Interesse Einzelner auf den Nutzen oder fehlenden Nutzen einer ganzen Disziplin zu schließen, ist deshalb hochproblematisch.

Sinnvoll wird die Frage also erst, wenn wir fragen, ob es einen Nutzen für die Menschheit als Ganzes gibt.

Und den gibt es.

Erst einmal bedeutet jede naturwissenschaftliche Forschung wie der Namen schon sagt das Schaffen neuen Wissens - also Wissenszuwachs.

Wir verstehen die Welt, in der wir leben, besser, wenn wir Fragen stellen, die über die unmittelbaren alltäglichen Probleme wie essen, schlafen und Fortpflanzung hinausreichen. Die Fähigkeit, solche Fragen zu stellen, zeichnet den Menschen aus und ist eine unserer kostbarsten Eigenschaften.

Wir sind in der Lage, über größere Zusammenhänge nachzudenken und unseren Platz in der Natur tiefgreifend zu erkennen.

Denn genau das und nichts anderes ist die Erforschung des Alls: Die Frage nach unserer eigenen Herkunft, unserer eigenen Geschichte.

Zu wissen, dass wir nicht das Zentrum des Alls sind, sondern von einer unbedeutenden Winzigkeit und Vergänglichkeit, die jede Vorstellung sprengt, das macht demütig. Die schier unendlichen lebensfeindlichen Weiten des Alls lassen begreifen, wie zerbrechlich und wertvoll die Welt ist, in der wir leben.

Gleichzeitig stellen wir die Frage nach unserer Einzigartigkeit - sind wir etwas besonderes oder gibt es da draußen mehr bewohnte Planeten? Die Erforschung des Sonnensystems hat hier schon Antworten geliefert, die erst seit wenigen Jahren entdeckbaren Exoplaneten werden für die weitere Beantwortung dieser Frage wichtige Bausteine liefern.

Gleichzeitig erkennen wir die Vergänglichkeit unseres Daseins, weil wir lernen mussten, dass es die Sonne nicht ewig geben wird. Und auch, dass es kosmische Gefahren gibt, von denen man bei manchen gut vorbereitet etwas tun könnte, bei anderen nicht.

Nicht zuletzt lernen wir, welche Vorstellungen über das Weltall NICHT zutreffen und in das Reich des Aberglaubens verbannt werden sollten. Über die Erforschung des Alls weiß man, dass Kometen, Sonnen- und Mondfinsternisse keine Unglücksboten sind. Und dass es für eine glückliche Partnerschaft völlig egal ist, in welchem Tierkreiszeichen die Partner geboren sind. Manche Panik lässt sich so vermeiden, manche Partnerschaft erst ermöglichen.

Mit dem Blick ins Universum können wir also gar nicht anders, als stets etwas Wichtiges über uns selbst zu lernen. Wissen ist ein kostbarer Schatz der gesamten Menschheit. Wir können heute noch nicht abschätzen, welchen Baustein wir wann und wofür brauchen. Aber das Mindeste, was uns die Astronomie lehrt, ist Bescheidenheit.

Niemand hat das schöner gesagt, als Carl Sagan:

Grüße

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Dort werden Erkenntnisse über unsere Herkunft, Gegenwart und Zukunft gewonnen. Wir lernen dort oben zu überleben (ich weiß, das interessiert dich nicht) und müssen uns dazu weiter entwickeln. Viele Materialien(und leichter+stabiler Bau) und Technologien wurden dazu entwickelt. Ohne das alles hätten wir z.B. kein Fernsehen, keine Mikrowelle, keine Sonnenbrille usw. Weitere Beispiele aus der Alltagswelt gibt es hier: http://m.rp-online.de/panorama/wissen/weltraum/alltagstaugliche-raumfahrt-erfindungen-bid-1.2179154

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Gegenfrage:
Bis du "normal", wenn du an dem Thema keinerlei Interesse hast?

Klar werden da inzwischen Sachen erforscht, wo du nicht mal das Thema verstehst.
Das gilt aber für hunderte oder tausende Fachgebiete genau so.

Klar hat man Vorlieben, aber möchtest du wirklich in einer Welt leben, wo der Mensch nicht forscht?
Weder nach der Geschichte noch nach dem Aufbau der Erde noch nach den Beweggründen menschlichen Handelns noch nach den Regeln einer staatlichen Gemeinschaft noch ...

Dann wäre das eben die Welt unserer Vorfahren, der Affen.
Wir sind Menschen.

Und einige unserer Vorfahren haben sich einfach gefragt, wie Feuer funktioniert, ohne zu fragen, was es nützt.
Von denen stammen wir ab, nicht von denen, die "iß mir noch egal" rülpsten und ganz einfach den verbrannten Leguan verdauten.

Habe ich irgendeinen Vorteil von meinem Wissen, oder auch davon, hier zu antworten?
Objektiv wohl nicht.
Aber mir ist es wichtig. Mir bereitet es Freude.

Die Menschheit funktioniert halt so, wenn sie gut funktioniert.
Wissen und Forschung zu vernachlässigen oder gar zu missachten ist Anfang vom Ende jedes Individuums und jeder Gemeinschaft.

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Das Internet wurde (zu großen Teilen) im CERN erschaffen. GPS-Navigation ist nur durch Rechnungen mit der allgemeinen Relativitätstheorie möglich. Überhaupt ist ein großer Teil der Kommunikation, der heutzutage via Satelliten läuft, nur möglich, weil seinerzeit Raketenantriebe entwickelt wurden.

Grundlagenforschung kann also durchaus unerwartete und nützliche Anwendungen hervorbringen.

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Der Erkenntnisgewinn für die gesamte Menschheit steigt. Daraus muss nicht jeder  Einzelne einen Nutzen ziehen.

Sehr vielen Menschen sind auch die mesopotamischen Landbaumethoden vollkommen schnuppe. Das bedeutet nicht, dass neue Erkenntnisse über die mesopotamischen Landbaumethoden nicht gewonnen werden sollten.

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Keinen, weil es geht nur bis zum Mond und zum Mars, das war's.

Bissl eilig sollten wir es schon haben, soviel Zeit ist nicht mehr.
Die Andromeda-Galaxie wird in nur 5 Milliarden Jahren hier sein.
So in einer Milliarde Jahre wird der Mond nicht mehr hier sein, sondern up, up the Way entschwunden sein in dne Tiefen des Alls.
Wird langsam knapp mit der Zeit, überhaupt noch einen lauschigen Planeten zu finden, den die Menschheit erreichen könnte.

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Der "normale" Mensch ist neugierig, er will so über seine Umgebung, seinen Ursprung und seine Existenz so viel wie möglich wissen. Das ist das ursprüngliche Motiv der Weltraumforscher. Leider existieren schon jetzt Gebietsansprüche und wirtschaftliche Forderungen.
Gruß
JM

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Das kommt darauf an was Du mit „Erforschung des Weltalls“ meinst.


Option A. Du meinst die Gesamte Forschung, inklusive ISS, Raketen und Sonnensystem. Dann bringt es Jedem Menschen einen gewissen Nutzen. Kratzfeste Gläser, Schuheinlagen, spezielle Legierungen Metalle und Verbundstoffe, Akkuwerkzeuge, Trinkwasserfilter, Satellitennavigation und andere Nette Erfindungen. Aber auch Asteroiden, Meteore, Sonnen Stürme, und ähnliche gefährliche Naturereignisse.

Option B. Du meinst ausschließlich die Erforschung außerhalb unseres Sonnensystems. Das nutzt der von Dir angesprochenen Person, Heute, so Ca. gar nichts.

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Wer sich nicht dafür interessiert, kann aus den weiteren Forschungen oder Entdeckungen auch keinen Nutzen ziehen.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das Universum für jemanden NICHT interessant erscheint. Es ist doch so voller Geheimnisse, da lohnt es sich doch mal darüber nachzudenken, was uns umgibt

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Welchen Nutzen hat die Erforschung des Weltalls für einen heute lebenden "normalen" Menschen ohne Interesse an diesem Thema?

Meiner Ansicht nach keinen Wesentlichen.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse dürften höchstens für Wissenschaftler von Belang sein. Mir persönlich sind diese Dinge jedenfalls herzlich egal.

Lediglich der Umstand, dass vielleicht neue, ultraleichte Thermoskannen mit langer Hitzeisolierung als Nebenprodukt der Weltraumtechnik anfallen, mag für den Otto Normalverbraucher ganz sinnvoll sein. ;-)

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Kommentar von Pretan4
03.08.2016, 17:45

Jap....aber rummaulen, wenn der erste Asteroid in richtung erde fliegt....

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ein nutzen mindestens hat jeder davon: es wird nach asterioiden ausschau gehalten, die uns gefährlich nahe kommen könnten. auch wird darüber nachgedacht, wie man so einen asterioden aufhalten oder vor eintritt in die Erdatmosphäre sprengen könnte

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das meiste hat in etwa gleich viel nutzen wie ein theaterstück, ein fußballspiel, ein roman oder ein kunstwerk.

ich gehe gerne ins theater, ich sehe gerne fußballspiele, ich lese gerne romane und ich betrachte gerne kunstwerke.

und ich informiere mich gerne über neueste erkenntnisse der erforschung des weltalls.

ich denke nicht dass ich "unnormal" bin.

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Zum Beispeil Pokemon GO spielen zu können. Wäre ohne Weltraumforschung und ohne Astronautik nicht möglich.

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Kommentar von DonkeyDerby
03.08.2016, 16:53

Beim Stichwort "Nutzen" würde mir jetzt Pokemon Go nicht als erstes einfallen...

Andererseits: Wer weiß schon, wieviele Pokestops im All verborgen sind?

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Kommentar von triggered
03.08.2016, 16:59

Wenn es auf dem Mars einzigartige Mars-Pokemon gäbe wären ganz schnell bemannte Missionen unterwegs.

3

Aber ein normaler Mensch findet den Weltraum doch geil oder sehe Ich das falsch?

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Kommentar von DonkeyDerby
03.08.2016, 16:49

:-D Beste Antwort ever! Und vor allem: Beste Definition von "normal" ever!

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Techniken aus der Raumfahrt können auch anderweitig genutzt werden.

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Ich wecke mal dein Interesse....

Auf dem Jupiter regnet es angeblich Diamanten! Leider kann die keiner aufsammeln.....

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Unter Anderem die Erforschung neuer Legierungen, die nur in Schwerelosigkeit produziert werden können - sehr schwere mit sehr leichten Metallen - und die ganzen anderen Abfallprodukte der Raumfahrt, angefangen von Microelectronic, über Teflon, schussichere Westen dank dem leichten Kevelar, was man zur Panzerung von Spacsshuttles brauchte, bis hin zu den ganzen Vorzügen die uns moderne Satellitentechnik so bietet; also von Kommunikation, über Wettervorhersage, bis hin zu GPS z.B.

Das sind natürlich alles Abfallprodukte für uns, die zuerst einmal geheim waren.

Weshalb man so einen Aufwand betreibt, den Mond zu betreten und u.B. Mars mit Sonden zu erforschen, das ist alles top secret.

Die ganze Raumfahrt war und ist immer ein streng geheimes militärisches Projekt, aber einige der damaligen Astronauten, die sich nun anschicken zu sterben, die nehmen ja kein Blatt  mehr vor den Mund.

Schauen Sie mal nach John Glenn interview, denn er meine u.A. , daß, wenn man über die Nachtseite im Orbit fliegt, es unter einem wimmelt vor Unbekanntem.

Interviews mit Glenn online!

Oder hier, weiß aber nicht, obs seriös ist:http://pages.suddenlink.net/anomalousimages/images/astroufo.html

Auch interessant  is tiese Intervie, wobei Sie natürlich unter 'Ed Mitchel UFO, alien oder interview' Etliches finden, aber keinen verdatterten, alten, senilen Mann ;)

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