Welchen Grund könnte es geben,dass getrocknete Kerne aus Tomaten nicht Keimen in Erde?

7 Antworten

Auf meinem Balkon sind schon aus dem Nichts Tomatenpflanzen gewachsen. Die Tomatenstöcke im Vorjahr hatten ein paar Früchte verloren, die offenbar zu Kompost wurden; die darin enthaltenen Samen waren wenigstens zum Teil keimfähig.

Die Tomaten davon waren ein Mix aus zwei der Vorjahr-Sorten.

Nein, die meisten Tomaten aus dem Handel sind Hybrieden. Sie sind so gezüchtet, das ihre Samen nur mikrige Pflänzchen gervorbringen, die keine Früchte Tragen.

Zudem habe Samen eine Wintersperre. Viele keimen erst, wenn sie einmal Frost bekommen haben. Frier die Samen also für ein paar Tage ein, bevor du sie in die Erde setzt.

Zudem merken Samen auch anhand des Lichtes, das es eigentlich zu früh zum Keimen ist, weil sie derzeit eben zuwenig Licht bekommen. Fang ab mitte März an, die Samen zu sähen.

Informiere dich bitte nochmal besser über Hybride.

www.spektrum.de/lexikon/biologie/hybridzuechtung/32993

Hybride sind nicht so gezüchtet, dass sie schwache unfruchtbare Nachkommen hervorbringen, das ist lediglich ein Nebeneffekt, der sich aus der Kreuzung ergibt. F1-Hybride sind die erste Nachkommengeneration und wie man wissen sollte sind diese genetisch uniform (1. mendelsche Regel), die Nachkommen der F1-Generation, also die F2, spalten dann genetisch wieder auf (2. mendelsche Regel).

Die F2-Generation ist daher genetisch sehr variabel und enthält alle möglichen Genotypen der ursprünlichen Elterngeneration, praktisch keine Pflanze ist genetisch gleich. Einzelne Pflanzen der F2 können sogar "besser" sein, als die F1-Hybride, das Mittel einer F2-Population wäre aber "schlechter". Wenn man also Samen einer F1-Hybride einpflanzt muss man schon etwas glück haben, dass dabei eine ähnliche oder gar "bessere" Pflanze wieder bei herumkommt.

Da haben eben nicht die Züchter eine bestimmte Absicht verfolgt, sondern sind schlicht und einfach den (Natur)Gesetzen der Genetik unterworfen.

Tomaten haben nur ein fakultatives Kältebedürfnis, keimen also auch ohne Kälte.

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@Agronom

Das Problem ist allerdings, daß die F1-Eltern Inzuchtlinien sind. Deswegen fängt es ab F2 nicht nur an zu streuen, sondern ein erheblicher Teil der Nachkommen entspricht (erstmal) weitgehend einer der Inzuchtlinien.

Und meistens sind diese Linien für sich genommen eben nicht so wirklich toll. Hat man natürlich verschiedene F1 durcheinander gepflanzt und nutzt verschiedene F2, führt vielleicht noch Zwangskreuzungen durch, dann bekommt man im Laufe der Jahre einen interessanten bunten Zoo :-D.

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Natürlich sind F1 eine tolle Sache, der Kunde freut sich eben über eine homogene Sorte, die Kehrseite ist natürlich, daß die elterlichen Inzuchtlinien über Jahrzehnte stabilisiert bzw. auf die Wunschmerkmale selektiert wurden, das hat den positiven Nebeneffekt, daß man die F1 immer neu erzeugen muß und es den Profit sichert, weil man eben den F1 jede Saison neu erwerben muß.

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Ich hatte auch schon F1 der gleichen Sorte aus unterschiedlichen Vermehrungsbetrieben (nein, keine Tomaten), die zwar jeweils homogene Früchte hatten, die beiden Hybriden unterschieden sich aber sichtlich. Ob da ein Betrieb bei der Kreuzung geschlampt hatte?

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@KarlRanseierIII

Die Einheitlichkiet der F1 ist nicht nur für den Endverbraucher vorteilhaft, auch für die Produzenten (Landwirte). Bei Lininen und Populationssorten wird ja auch auf eine möglichst hohe Homogentität hingearbeitet, es ist sogar Kriterium für die Zulassung einer Sorte. Je nach Pflanzenart und Anbauregion sind die Leistungszuwächse der Hybride auch einfach unschlagbar, das sollte man nicht unterschlagen.

Hier in Deutschland muss man ohnehin (als gewerblicher Nutzer) jedes andere Saatgut immer wieder neu erwerben bzw. den eigenen Nachbau anmelden und Lizenzgebühren zahlen. Das ist auch völlig in Ordnung, da sich die Kosten für eine neue Sorte von der Züchtung bis zur Zulassung meist im Millionenbereich befinden

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@Agronom

Das natürlich gute Hybride extreme Erträge bringen können steht außer Frage, da hast Du recht. Wenn ich bedenke, wieviele Früchte teilweise an einer Rispe (bei Tomaten) getragen werden ist das schon Wahnsinn. Oder aber wenn spezifische Eigenschaften z.B. für Kultur unter Glas benötigt werden.

Daß es im kommerziellen Anbau natürlich immer Lizenzgebühren kostet und es somit keinen so großen Unterschied für den Landwirt macht, ist auch klar. Im Hobbybereich ist es nur manchmal ärgerlich, wenn dann z.B. nicht mehr viele Sorten verfügbar sind, oder aber allgemein die Varietät verloren geht. Es muß ja nicht immer ein Ei dem anderen gleichen ;-).

Was ich allerdings wirklich ärgerlich finde sind Clubsorten - Ich wüßte nicht, wo ich ein Bäumchen Cripps Pink (Beispiel) als Hobbygärtner kaufen könnte.

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@KarlRanseierIII

Für den Hobbyanbau ist das sicherlich etwas ärgerlich, aber immerhin gab es in der Richtung auch schon ein Urteil vom EuGH, was den Handel mit alten, nicht (mehr) amtlich zugelassenen Sorten "legalisiert", auch wenn es dabei noch ein paar Einschränkungen gibt, die hoffentlich noch beseitigt werden.

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@Agronom

Weil wir es ja von Tomaten hatten:

Kennst Du die sog. Reisetomate? Finde ich persönlich ein tolles Ding im Hobbyereich. Wenn jetzt aber der Sortenschutz dazu führt, daß ich mir diese nicht anbauen/vermehren kann (oder mit Ärger rechnen muß), es zeitgleich aber auch kein 'Produkt' über den komerziellen Samenhandel gibt, welches meinen Wunsch bedienen kann, dann sehe ich das schon kritisch bzw. als Schieflage.

Sortenschutz soll den Aufwand der Züchtung der kommerziellen Sorten schützen, mehr aber eben auch nicht - Er sollte kein Anrecht auf Marktbeherrschung oder als Gelddruckmaschine mißbrauchbar sein.

Letztlich müssen wir als Gesellschaft uns eben die Frage stellen, wie wichtig uns unsere Lebensgrundlage ist und wem wir die Kontrolle darüber überlassen. Die gleiche Diskussion kann man natürlich z.B. auch bei Patenten führen.

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@Agronom

Wieso Lizenzgebühren,dind das Patentierte Monsanto Gene?

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@Fiktivum

Nein, in Deutschland gibt es den Sortenschutz. Dieses System ist ähnlich zum Patent und sichert "Innovationen" für eine bestimmte Zeit (25-30 Jahre), im Unterschied zum Patent gibt es beim Sortenschutz Ausnahmen, sog. Privilegien.

www.bundessortenamt.de/internet30/index.php?id=27

Das Landwirteprivileg besagt, dass Klein-Landwirte zwar den Nachbau, also das Nutzen von Teilen der eigenen Ernte zur nächsten Aussaat, anmelden aber keine Lizenzgebühren zahlen müssen.

Hier ist definiert, was als Klein-Landiwirt in diesem Sinne gilt www.stv-bonn.de/inhalt/nachbauerklaerung/rechtlicher-rahmen

Das Züchterprivileg bedeutet, dass jeder Züchter auch jede andere zugelassene Sorte als Ausgangsmaterial für eigene Zuchtprogramme nutzen kann, ohne Gebühren an den Sortenschutzinhaber der Sorte zu zahlen.

Dieser Sortenschutz ist natürlich nur bei gewerblichem Anbau, also kommerziellen Vermehrungs und Produktionsabsichten, relevant. Bei Privatverwendung ohne gewerbliche Absichten entfallen die Regelungen.

Das ist einfach darin begründet, dass die Pflanzenzüchtung ein sehr langwieriger und kostenintensiver Prozess, da sind rund 10 Jahre und 1-2 Mio Euro Kosten ein Normalfall von ersten Kreuzungen bis zur Marktreifen und zugelassenen Sorte. Ohne die Lizenzgebühren müssten die Preise für Saatgut deutlich ansteigen oder es wäre schwierig die private Pflanzenzüchtung zu erhalten. Gerade hier in Deutschland haben wir eine vielfältige Kultur mit rund 130 Unternehmen, die in Zucht und Vermehrung tätig sind, davon viele klein- und mittelständische Unternehmen.

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@KarlRanseierIII

Für Privatanbau und -vermehrung ist es ohnhin egal, da ist man relativ frei, Ausmnahmen natürlich Verbote durch BtMG u.ä.

Einschränkungen gibt es eben nur im gewerblichen Handel, da musst du dir also keine Sorgen um die Gewächse im eigenen Garten machen.

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@Agronom

In irgendeiner Form muß ich ja an das Saatgut kommen, also letztlich kaufen, wenn ich nicht nur tausche. Wenn allerdings Verkäufer nicht problemlos ungeschütze Sorten verkaufen können oder es zu absehbaren Problemem kommt, dann wird das natürlich dazu führen, daß man nicht mehr an entsprechende Sorten kommt.

Es ist natürlich schön, daß der EUGH sich dem Problem bereits angenommen hat, bescheiden allerdings, daß es erst soweit kommen mußte ;-).

Ich sehe trotzdem die Gefahr einer möglichen Verarmung in Hinblick auf Sorten- und Gendiversität. Und das kann, wie gesagt, nicht im Interesse der Gesellschaft sein.

(Allerdings liegt hier die Ursache auch darin, daß man immer größere Erträge erzielen möchte - Leider nicht selten zu Lasten der Fruchtqualität)

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Kerne haben zu lange zu trocken und zu warm gelagert. Kerne liegen zu tief. Substrat ist zu trocken/feucht.

Normalerweise ist die Keimung relativ problemlos.

Treibhaussss?

Hey Leute ich hoffe euch geht es gut. Wenn ihr Lust und Zeit habt könntet ihr gerne meinen Text korrigieren und durchlesen und mir einen Feedback geben.

Ist Klimawandel eine Lüge?

Es gibt viele ,,Klimaskeptiker" die sagen, dass der Menschengemachte Klimawandel eine große Lüge ist, weil die Politiker,Wissenschaftler und andere Experten haben sich zusammengetan , um uns für dumm zu verkaufen.

Früher hat man in einem Treibhaus Gemüse angepflanzt, zum Beispiel Tomaten. Das war einerseits eine gute Sache, weil die Tomaten rictig lecker waren. Andererseits war das nicht so toll, denn man musste im Sommer in diesem Treibhaus arbeiten. Im Sommer war das richtig stickig und heiß drin. Aber das ist natürlich gewollt, denn nur durch diesen Treibhauseffekt wird das Gemüse so, wie man es haben möchte. Und genauso auch mit der Erde und der Erdatmosphäre. Die ganze Zeit schickt die Sonnen Strahlung auf die Erde und diese Strahlen werden von der Erde reflektiert und gehen zurück. Zum Teil bleiben sie aber auch an der Erdatmosphäre hängen und kommen dann wieder zurück zur Erde, in Form von Wärme. Das ist der Treibhauseffekt. Das ist sehr wichtig, denn ohne diesen Treibhauseffekt hätten wir auf der Erde eine Durchschnittstemperatur von -18°C.

Die Schutzschicht, sie sich auch verschiedenen chemischen Bestandteilen zusammengesetzt hat, unter anderem gehört dazu auch Kohlendioxid (CO2). Seit ungefähr 100 Jahren wird es auf der Erde immer wärmer. Es gibt Menschen die sagen, dass es ein menschengemachter Klimawandel ist. Das ist eine globale Erwärmung und sie hängt damit zusammen, dass die Menschen schädliche Gase in die Atmosphäre blasen und zwar jede Menge, vor allem CO2, aber auch Methan. Dadurch verändert sich die Atmosphäre und durch die Atmosphäre gibt es auch eine Änderung bei den Strahlen. Es werden jetzt Strahlen abgefangen, die von der Erde reflektiert werden und zurückgeworfen und dadurch erwärmt sich eben die Erde.

Auf die Erde tut sich Klimawandel tatsächlich gerade was, aber das ist völlig natürlich. Das hat in der Gesichte der Erde immer schon gegeben und das schadet der Erde auch nicht. Im Laufe der Erdgesichte gab es immer wärmere Zyklon und kältere Zyklon. 

Meiner Meinung nach ist es eigentlich egal ob der Klimawandel menschengemacht ist oder nicht , die Umweltverschmutzung durch den Menschen geändert werden muss. Viel wichtiger ist, dass wir die Umwelt schützen.

Danke im Vorraus

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