Welchen Grund hat Erdogan bzw. die Tuerkei die Fluechtlinge nicht durchzulassen?

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2 Antworten

es geht selbstverständlich um beträchtliche Zahlungen und auch andere  Vergünstigungen an das türkische Regime, wie die Visafreiheit, durch die EU.

Erdogan hat mehrfach betont, wenn nicht gezahlt wird, dann öffnet er die Grenzen und "wünscht den Flüchtlingen gute Reise nach Europa" (O-Ton)

Das ist Erpressersprache, nicht wahr? Übrigens läßt die Türkei die ausreisewilligen, qualifizierteren Syrer eben nicht ausreisen, im Tausch gegen die Rücknahme von Flüchtlingen aus Griechenland. Europa kriegt von der Türkei 'nur' Menschen mit physischen Leiden, und solche ohne Schulbildung und ohne berufliche Qualifikation.

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man könnte vermuten, dass es dafür mehrere Gründe gibt....

1.) will "die Türkei" sicherlich zeigen, dass sie sowohl den muslimischen Geschwistern, als auch den Menschen der anderen Glaubensrichtungen gerne "Unterkunft" gewährt

2.) Erdogan bekommt ja MRD dafür, dass er die Flüchtlinge bei sich behält...das könnte ein Rechenexempel sein

3.) "Flüchtlinge" scheinen derzeit auch so eine Art "Druckmittel" zu sein... ( was für die Flüchlinge selbst sicherlich entwürdigend ist....)

ABER: da sie offensichtlich kein Land "wirklich" haben will.... können sie eine Art "Trumpf" darstellen... so nach dem Motto:

"wenn ihr nicht spurt, lass ich die Flüchtlinge auf euch los....."

4.) "gut" finde ich es nicht.... ok, die Regelung mag--vorübergehend-- gut sein.... 

....aber eigentlich sollten wir ALLE GEGEN FLÜCHTLINGE sein... in dem Sinne:

"gegen die Ursachen"....

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Kommentar von Azeri16
17.11.2016, 19:25

Ich kann zu allem ja sagen aber zu punkt 2 nicht denn bis jetzt sind gerade einmal paar ich glaube 170millionen angekommen

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Kommentar von Maxieu
17.11.2016, 19:43

In einigen Regionen der Türkei sind die Syrer bereits ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

In der Türkei können die Flüchtlinge noch besser als hier als Lohndrücker eingesetzt werden. Es gibt dort also Profiteure und Gegner einer millionenfachen syrischen Präsenz - wobei die Profiteure vielleicht einen besseren Zugang zu Regierungskreisen haben.

Und:

Wer sagt uns, dass Erdogan mit syrischen Flüchtlingen mittelfristig
nicht sogar ein politisches Projekt verfolgt, das nichts mit dem Westen zu tun hat?

Könnte er nicht versuchen, für die Nachkriegsära (oder schon vorher) eine gegenüber der Türkei loyale Assad-Opposition aufzubauen, z. B. eine sunnitische und syrisch-nationalistische, die scharf gegen jede kurdische Selbstverwaltung im syrischen Norden vorgehen würde, so dass der Türkei eine - noch umfangreichere als die jetzige - völkerrechtswidrige Intervention erspart bliebe?

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