Welchen Ernährungsstil habt ihr?

Das Ergebnis basiert auf 42 Abstimmungen

,,normal" 43%
Vegetarisch 19%
Low carb 12%
Vegan 10%
Sonstiger: 10%
Paleo 5%
Carnivor 2%

20 Antworten

Vegetarisch

Lebe seit etwas über einem Jahr vegetarisch und stelle seit gut nem halben Jahr auf Vegan um (evtl. auch schon etwas länger.... ganz genau kann ich das noch nicht mal sagen). Grund für die Vegetarische Ernährung ist einfach: ich hab mich im Dezember 2018 sprichwörtlich am Fleisch überfressen und kann es seit dem einfach nicht mehr essen. Mir wird auch derbst übel wenn ich dran denke es essen zu sollen/müssen. Deswegen lasse ich es eben weg seit Januar 2019. Erst war es nur nen 4 Wochen Experiment ob ich damit überhaupt klar komme und da es mir in der zeit so gut wie lange nicht mehr ging, bin ich dabei geblieben.

Die Umstellung auf fast Vegan war gar nicht geplant und ist eher unterbewusst geschehen. Ganz umgestellt habe ich bis jetzt auch nicht, aber in der Regel sind 2 von 3 Mahlzeiten vegan (außer ich bin bei meinen Eltern, dann sind sie alle Mahlzeiten rein vegetarisch da sie von vegan nichts halten und ich ihnen ihre Meinung auch lasse).

Gesundheit und Fitness spielt da bei mir eher ne untergeordnete Rolle. Wegen meiner Gesundheit ernähre ich mich schon seit 2013 (fast) komplett Haushaltszuckerfrei (außer meinen halben Teelöffel Zucker pro Tasse Kaffee wobei ich sehr selten mehr als 2 Tassen am Tag davon trinke oder jetzt eben mal nen fertiges Vegi-Ersatzprodukt was aber selten vor kommt), verzichte dazu noch Zuckeraustauschstoffe alla Stevia&Co und ernähre mich ansonsten auch Fettarm. Seit ich mich so ernähre habe ich praktisch keine Probleme mehr mit meiner Akne und auch keine Probleme mehr mit meinem Magen (der bei zuviel Fett einfach jedesmal auf stärkste Rebelliert hat und ich kaum mehr vom Klo kam).

Durch die jetzt dazu kommende rein vegetarische bis vegane Ernährung fühle ich mich auch nicht mehr ständig total überfressen (was früher irgendwie täglich der Fall war) und höre mehr darauf was mein Körper von mir will und esse auch deutlich abwechslungsreicher als früher (obwohl man sich ja angeblich sooooo extrem einschränken würde, vor allem bei einer veganen Ernährung was ich allerdings nicht bestätigen kann).

Dazu mache ich auch seit 2013 vieles selbst. Egal ob Brot/Brötchen backen oder Kuchen/Muffins/Waffeln (ja das geht auch sehr gut ohne Zucker ;) ) oder ob ich Aufstriche selbst herstelle oder Dipps oder Pesto/Soßen oder "Teig" für Bratlinge usw usw.... Dazu koche ich eben auch täglich frisch und Fertigzeug findet man praktisch nie bei mir (außer eben sehr selten mal nen vegi Ersatzprodukt oder mal Blätterteig (das ist einfach ne sau arbeit den selbst zu machen) oder Käse/Schmand/Quark den ich auch nicht selbst herstelle sondern bei bedarf einfach kaufe oder Nudeln wobei ich die auch selbst machen könnte, aber kaufe ich dann doch lieber ein wenn ich sie brauche ...). Ja ließt sich nach vielen Ausnahmen ABER diese Dinge gibs eher selten bei mir von daher hält es sich in Grenzen (Käse/Quark das letzte mal 1 Packung im Januar gekauft, Blätterteig im November, Schmand das erste mal dieses Jahr vor 2 Tagen und Nudeln im September oder Oktober das letzte mal und kann davon noch immer essen xD).

Vegan

Um auf Fleisch oder Tierprodukte im Allgemeinen zu verzichten gibt es viele Gründe. Das fängt damit an, dass die Tiere die in unserer Gesellschaft getötet und gegessen werden, auf genau die gleiche Weise empfindungsfähig wie wir. Das, was wir ihnen antun, nehmen sie sicher genau so wahr, wie wir es an ihrer Stelle tun würden. Sie mögen nicht unseren Intellekt haben, aber um zu Leiden braucht man keinen Intellekt. Dabei gibt es in den Industrienationen der ersten Welt heute keine Notwendigkeit mehr Tiere zu essen oder als Rohstoffquelle auszubeuten. Kein Tier will ausgebeutet werden, kein Tier will eingesperrt sein, und kein Tier will sterben.

Hinzu kommt, dass viel zu viele Menschen viel mehr Fleisch essen, als überhaupt ökologisch verträglich produziert werden kann. Die moderne Nutztierhaltung ist einer der größten Einzelposten des menschengemachten Klimawandels. Allein die Mengen an Treibhausgasen welche die Tiere selbst produzieren machen 15 % am Gesamtvolumen aus, und da sind die CO2 Emissionen für Haltung, Schlachtung, Verarbeitung, Lagerung und Transport noch gar nicht eingerechnet. Hinzu kommt der große Zusatzaufwand an Energie, Wasser und Nutzflächen. Dazu kommt der exorbitante Ressourcenverbrauch. Es müssen durchschnittlich sieben und in manchen Fällen bis zu 33 Kalorien pflanzliche Nahrung aufgewendet werden, um eine Kalorie Fleisch zu produzieren. Die moderne Nutztierhaltung vernichtet tatsächlich mehr Nahrungsmittel, als sie produziert.

In Deutschland werden dem Bundesinformationszentrum für Landwirtschaft 60 % der Ackerflächen für den Anbau von Tierfutter in Beschlag genommen. Auf vielen dieser Flächen könnte auch Nahrung direkt für den Menschen angebaut werden. Trotzdem müssen noch ca zwei Drittel der Eiweißfuttermittel für Nutztiere in Deutschland aus dem Ausland importiert werden. 2016 waren das 2,37 Millionen (!) Tonnen. Diese stammen hauptsächlich aus Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern, wo für den Anbau der Regenwald brandgerodet wird.

Die Entsorgung der Fäkalien verseucht das Grundwasser mit Nitrat, und die Ammoniak-Ausdünstungen sind die größte Feinstaubquelle im Land. So lange das alles so ist, ist jeder, der bereit ist kein Fleisch mehr zu essen, ein Segen für Mensch und Umwelt. Für die Tiere sowieso.

Außerdem gibt es mittlerweile viele Daten die zeigen, wie sich das Risiko von Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauferkrankungen mit dem Anteil an Fleisch und weiteren tierischen Nahrungsmitteln in der Ernährung erhöht.

"Die Aufnahme von tierischen Proteinen ist mit einem höheren Sterberisiko verbunden als die von pflanzlichen Proteinen. Das ergaben nun zwei Langzeitstudien."

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/2016-07/studie-pflanzliche-eiweisse-gesuender-als-tierische/

"Wie zahlreiche Studien gezeigt haben, ist eine hohe Hämeisenzufuhr aus Fleisch und Fleischprodukten mit verschiedenen Krankheiten assoziiert, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebserkrankungen."

https://www.diagnostisches-centrum.de/fach-infos/gemischtes-vermischtes/130-fachartikel/fachartikel-eisenstoffwechsel/1312-gesundheitsrisiko-haemeisen

"Experten warnen: Darum kann Milch das Krebsrisiko erhöhen"

https://www.merkur.de/leben/gesundheit/experten-warnen-darum-kann-milch-risiko-fuer-krebs-erhoehen-zr-9665493.html

"Medizin-Nobelpreisträger warnt: Erreger in Milch und Fleisch könnten Krebs fördern"

https://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/neuer-uebertragungsweg-fuer-krebs-medizin-nobelpreistraeger-warnt-erreger-in-milch-und-fleisch-koennten-krebs-foerdern_id_9698893.html

"Bei Frauen, die täglich mindestens drei Gläser Milch leerten, lag die Sterblichkeit im Beobachtungszeitraum um 93 Prozent höher als bei Frauen, die es auf weniger als ein Glas am Tag brachten. Fakturen traten bei dem hohen Milchkonsum um 16 Prozent und Hüftfrakturen um 60 Prozent häufiger auf."

https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/article/872637/neue-studie-milch-macht-wohl-nicht-munter.html

"Wer häufig Eier verzehrt, der erhöht das Risiko tödlicher Herzkrankheiten, zeigt Studie"

https://www.merkur.de/leben/gesundheit/haeufig-eier-verzehrt-erhoeht-risiko-toedlicher-herzkrankheiten-zeigt-studie-zr-11869545.html

Oh wow das ist echt lang. Respekt!

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Vegan

Ich hatte mich zuerst aus ethischen Gründen für eine vegetarische Ernährung entschieden. Anlass war ein für mich sehr belastendes Erlebnis gewesen. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich Fleisch noch nie gerne gegessen habe. Da ich seit meiner Kindheit auch keine Milch trinken konnte, sowie Milchprodukte nicht gut vertragen habe und später auch noch eine Unverträglichkeit auf Eier dazukam, habe ich meine Ernährung auf Vegan umgestellt. Und weil es mir in Folge dadurch deutlich besser ging, bin ich dabei geblieben.

Ich habe seit der Ernährungsumstellung keine Bauchbeschwerden mehr, Sodbrennen und Völlegefühl kenne ich seitdem auch nicht mehr, mein Blutdruck hat sich normalisiert, meine Haut hat sich erholt, meine chronische Müdigkeit ist verschwunden, ich habe deutlich mehr Energie als früher und ich fühle mich ausgeglichener. Ich würde also schon sagen dass Gesundheit für mich eine große Rolle spielt. Unter anderem auch deshalb, da ich durch meine Arbeit sehen kann, was eine falsche Ernährungs- bzw. Lebensweise für Auswirkungen haben kann.

Dazu kommt ein deutlich positiveres Lebensgefühl als vorher. Ich kann das, was ich tue mit meinem Gewissen vereinbaren, und ich kann so leben, wie ich es für richtig halte. Und ich muss nicht mehr mit der Masse mitschwimmen. Wenn ich mir die Kommentare und abfälligen Bemerkungen zum Thema Veganismus im Internet anschaue, dann möchte ich mich von solchen Mitmenschen einfach nur distanzieren.

Vegetarisch

Vegetarisch.

Aus ethnischen Gründen und wegen den Umständen, unter denen Tiere teilweise gehalten werden. Ich könnte auch Fleisch mit höchster Haltungsstufe (oder wie das heißt) nehmen, aber die ethnischen Gründe überwiegen da sehr, deswegen ernähre ich mich vegetarisch. Und seitdem habe ich 4 Kilo abgenommen (mehr geht auch nicht runter, weil mehr auch nicht da ist😅) . Hilft also wohl auch beim Abnehmen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Vegan

Der Grund dafür ist die Tatsache, dass wir Tiere (denkende, fühlende Wesen) nicht ausbeuten und töten müssen, um zu leben. Wir leben im 21.Jahrhundert im Überfluss und können auf massenhaft andere Lebensmittel zurückgreifen. Tierische Produkte zu essen (oder zu tragen, an ihnen getestete Produkte zu kaufen,...) ist für mich ethisch nicht vertretbar.

Darüber hinaus esse ich auch so vollwertig wie möglich und mache gern Sport. Außerdem kann man sich vegan sehr gesund ernähren und unerwünschte/umstrittene Inhaltsstoffe wie Cholesterin oder Hämeisen oder tierisches Protein fallen weg.

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