Welchen Einfluss hat Chemie auf das Saatgut?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Wenn du es nicht vermarkten willst, ist das doch völlig egal.

Wenn der Dünger pflanzenverfügbar ist, so gibt es keinen Unterschied mehr zwischen organischem und anorgansichem Dünger, es überträgt sich natürlich die "Chemie", da die Atome aus dem Dünger von der Pflanze eingebaut werden, dabei ist aber irrelevant aus welcher Quelle diese stammen. Die Unterschiede bei der Nutzung von Düngern in ökologischer und konventioneller Landwirtschaft sind anders begründet und haben wenig mit der "Chemie" dieser Stoffe zutun. Da die letzte Düngung sicher schon lange her ist, wird davon auch nichts mehr zu finden sein.

Noir00 08.08.2016, 09:04

Nur weil ich kein Geld mit etwas verdienen möchte, ist eine Frage und die Antwort darauf ganz und gar nicht egal. Das ist so in etwa: nur weil es irgendwo Todestrafe gibt, hier aber nicht, ich mich deshalb nicht mit dem Thema Todesstrafe auseinandersetzen sollte/darf. Denn das beinflusst mein Handeln und die Umwelt. Ich gehöre zu niemanden der einfach nur "glaubt" - ich möchte verstehen und dann die Feiheit haben selbst zu entscheiden ob ich es gut finde oder nicht - und ob es egal ist. Mich interessierte eben ob Pflanzen (künstliche) chemische Rückstände in der Erde aufnehmen und diese Rückstände beim wachsen der Pflanze immernoch in der Pflanze bleiben und dann sich auf das Saatgut übertragen und ich es letzendlich mit der Nahrung ebenfalls aufnehmen. wenn das geklärt ist stellt sich mir die Frage

0
Noir00 08.08.2016, 09:09
@Noir00

..inwiefern das einen Einfluss auf mich hat. Aber auch da interessiert mich eher die Begründung als die Meinung.

0
Agronom 08.08.2016, 16:11
@Noir00

Den Punkt, warum es egal ist, steht im Rest meiner Antwort.

Wie schon dort erklärt, unterscheiden sich die Nährstoffe in der Pflanze nicht, egal aus welcher Quelle sie stammen.

Nehmen wir Stickstoff, so kann man z.B. synthetisch produziertes Ammoniumnitrat zur Düngung verwenden oder Rindergülle. Beide enthalten Ammonium und Nitrat, nur sind sie in der Gülle zum Teil nicht gleich pflanzenverfügbar, da sie organisch gebunden sind und erst durch mikrobiellen Abbau im Boden freigesetzt werden müssen. Pflanzen können nur das Ammonium und Nitrat direkt aufnehmen und dabei unterscheidet sich ein Molekül nicht, egal ob es nun aus einer organsichen oder anorganischen Quelle stammt. Gleiches gilt auch für die anderen Nährstoffe.

0

Da du offensichtlich keinen gartenbaulichen oder landwirtschaftlichen Betrieb führst, spielt das keine Rolle. Die Zwiebel holt sich die notwendigen Nährstoffe aus dem Boden, wie diese dorthin gelangt sind, spielt für die Zwiebel unerheblich.

"Bio" ist im Grunde nichts anderes als eine Handelskategorie, die durch die EU-Ökoverordnung bestimmt wird. Bzw. - für den Hausgebrauch - das, was sich der Verbraucher darunter vorstellt.

Deine Befürchtung scheint  zu sein, daß es ungesunde Rückstandswerte im Verzehrgut gibt. Diese Rückstandswerte (von Wirkstoffen) entstehen aber nur durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und nicht durch das Ausbringen von Dünger (mit "chemischen Dünger" ist wohl Kunstdünger gemeint. Aber auch der besteht nur aus Nährstoffen und nicht aus Wirkstoffen).


Und wenn in der Nähe mal ein Mensch mit Kleidung aus Kunstfasern rumgelaufen ist, ist der Landkreis für die nächsten 200 Jahre Bio-Sperrgebiet, die Nachbarkreise für die nächsten 50 Jahre.

Noir00 08.08.2016, 08:53

Die ganzen Kunstfaserträger gehören sowieso weggesperrt.

0

Also

Bio ist dann, wenn die Pflanze oder das Gewächs, das da wächst nur

biologisch gedüngt wird (Kompost, Hornspäne etc.)

und NICHT irgendwie mit Chemie bespritzt oder behandelt wird.

Die Rückstände im Boden sind mittlerweile vernachlässigbar gering, denn sie wurden zum größten Teil abgebaut und werden NICHT von der neuen Pflanze aufgenommen und können ihr auch NICHT schaden

Was möchtest Du wissen?