Welchen Bundespräsidenten mochtet ihr am meisten und fandet ihr am meisten kompetent?

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Richard von Weizsäcker
Er war gebildet, hatte Stil, war weltgewandt und war ein würdiger Vertreter unserer Republik.

Heinrich Lübke; da wusste man doch genau, wo man dran war!

Das waren noch Zeiten, als Heinrich Lübke für Deutschland sprach! 'Equal goes it loose', sagte er 1965 zur englischen Königin im Garten von Schloss Brühl kurz vor dem Zapfenstreich. Oder: 'Die Finnländer könnten eigentlich Westfalen sein', oder: 'Jeder von uns hat eine Mutter'. Geflügelte Worte, tiefe Einsichten, zeitlose Wahrheiten. Seine Parteifreunde haben seine zahlosen sprachlichen Fehlgriffe schier in den Wahnsinn getrieben, und 1965 schrieb der Spiegel: 'Irgendwer muss Frau Lübke auch sagen, dass sie auf Staatsbesuchen ihren Mann nicht mit dem Ruf 'Heini, wir gehen zu Bett' ins Quartier beordern kann.'  

Du bist leider Opfer einer Kampagne der Stasi und der Linkspresse, die Lübke verleumdet haben, ein Skandal, der später aufflog.

Wikipedia schreibt:

"Zu einer modernen Sage entwickelte sich „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe N.ger“, womit Lübke bei einem Staatsbesuch 1962 in Liberia eine Rede begonnen haben soll, ohne dass es dafür irgendeinen Beleg gibt, wie auch für „Equal goes it loose“:

„Als Englands Königin am Rhein Staatsbesuch machte, kleidete Lübke die Mitteilung an seinen Gast, das Konzert im Schloß Brühl werde sogleich beginnen (so berichtete die Bonner Fama), in den Satz: ‚Equal goes it loose‘ – eine eigene Übersetzung von: Gleich geht es los.“

Der damalige Spiegel-Mitarbeiter Hermann L. Gremliza offenbarte 2006, dass dieses Zitat – wie viele andere auch – von der Redaktion erfunden worden war:

„In Wahrheit ist das angebliche Lübke-Zitat ‚Equal goes it loose‘ […] eine Erfindung des Bonner Spiegel-Korrespondenten Ernst Goyke, genannt Ego […]. Auch alle anderen Beiträge zum ‚Lübke-Englisch‘ haben in der Woche nach Egos Story Redakteure des Spiegel unter falschen Absendern für die Leserbrief-Seiten des Magazins verfaßt.“
5

Es ist im Ganzen Roman Herzog - er kam sympathisch rüber und seine "Ruck-Rede" von 1997 setzte damals einen Eckpfeiler, der wichtig und richtig war.

https://www.youtube.com/watch?v=kn336KbzJc8

Horst Köhler fand ich auch recht gut, Johannes Rau war mir ebenfalls sympathisch - Richard von Weizsäcker war "vor meiner Zeit", ich wurde politisch durch die End-90er-CDU "sozialisiert" (stamme aus einer CDU-Familie) und da war eben Roman Herzog gerade am Zepter und danach ab 1999 Johannes Rau.

https://www.youtube.com/watch?v=rTn91Mcq46g

Scheel !

Ausserdem auch Gauck, den viele kritisiert haben, aber der wirklich authentisch war, eben kein Berufspolitiker.

Ich denke, Kompetenz ist beim Bundespräsidenten nicht so gefragt, da er ja kaum Befugnisse hat. Er soll eher ein guter Redner sein, der überparteilich ist und den Staat nach innen und außen repräsentiert.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Was möchtest Du wissen?