Welchen Bildungsweg soll ich einschlagen?

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7 Antworten

Hi,

ich kann dich da voll verstehen. Ich hab mir da früher selbst sehr schwer getan mit der Entscheidung. Grundsätzlich höhre ich bei dir heraus, das du gerne Studieren möchtest, das aber Aufgrund des Geldes nicht machen möchtest. Ansonsten hättest du ja wohl nicht dein Abi nachgeholt ;-) Ich denke, wenn du die Möglichkeit und die Begeisterung hast, dann studiere und mach das, was dich glücklich macht. Wir haben in Deutschland ja zum Glück den Luxus, diese Möglichkeit zur freien Berufswahl zu haben und nicht sofort so schnell wie möglich Geld verdienen zu müssen. Falls deine Eltern finanziell nicht so gut aufgestellt sind, hast du Anspruch auf Bavög, ansonsten könntest du auch mal über einen KFW Studienkredit nachdenken, die Zinssätze sind günstig. Da gibts auch Absicherungen, falls du das nicht sofort zurückzahlen kannst, die Tilgug ist wirklich sehr moderat und flexibel. Informier dich doch einfach mal:

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/Finanzierungsangebote/KfW-Studienkredit-(174)/

Ich weiß, man ist immer abgeschreckt davon einen Kredit aufzunehmen, andererseits investierst du ja in dich und in die Zukunft. Wenn du sozial engagiert bist, hast du auch Chancen auf ein Stipendium- da braucht man gar nicht unbedingt den 1.0 Durchschnitt, oft zählen da andere Aspekte mehr. Einen Versuch wäre es wert, falls du dich an einer Uni oder FH einschreiben willst.

Hast du schon mal ein Studium bei der Bundeswehr in Betracht gezogen? Auch so kannst du dir das ganze finanzieren.

Ich würde dir nicht raten, allzuviel neben dem Studium arbeiten zu wollen- ein Nebenjob hilft sicher, aber zwei werden zu viel denn mit dem Studium hast du wirklich genung zu tun. Aber es gibt ja die Möglichkeit für Ferienarbeit, da kann man auch ganz gut was dazuverdienen.

Ich selbst studiere auch. Ein Studium ist sicher nicht einfach, es gibt auch  harte Zeiten, trotzdem gibt dir das sehr viel- du kannst dich weiterentwickeln, sowohl fachlich als auch persöhnlich. Vorrausesetzung ist natürlich die Begeisterung für das Fach und die Bereitschaft und Disziplin, von selbst dafür was zu tun. Deshalb würde ich dir von dem FH Studium abraten- wenn du damit jetzt schon nicht glücklich bist, wird es schwer sein, die 3 Jahre durchzuhalten. Sicher gibt es in jedem Studium Fächer, die einem nicht gefallen. Aber wenn du ein Ziel vor Augen hast und dir der Großteil des Studiums gefällt, dann schaffst du auch das.

Welche Berufslaufbahn würde dir denn gefallen? Ich würde mir an deiner Stelle über deine Ziele klar werden. Sicher weißt du jetzt noch nicht genau, was du machen möchtest- trotzdem unterscheiden sich die Berufsfelder eines Meisters/Gesellen oft schon sehr von dem eines Akademikers. Evtl kannst du dich ja für ein Lehramtsstudium bzw. eine Laufbahn als Lehrer begeistern? Dieser Beruf ist sicher besser abgesichert als so manche andere.

Um dein Alter brauchst du dir über den finaziellen Aspekt hinaus keine Sorgen machen- es gibt sehr viele "ältere" Studenten an der Uni.

Hast du dich schon mal für eine Laufbahn als Bundes/Landesbeamter interessiert? Da gibts zwar nichts (Fremd-)sprachliches, aber zumindest in Bayern mehrere an Geisteswissenschaften angelehnte Studiengänge, z.B. Bibliothekswesen und Archivar und man bekommt während der Ausbildung bereits ein recht gutes Gehalt.

Zur Ausbildung: Man kann mit einer Ausbildung trotzdem gut abgesichert sein, gerade als Geisteswissenschaftler sind die Jobchancen auch nicht unbedingt rosig. Allerdings weiß niemand von uns, wie das in ein paar Jahren aussieht- deshalb mein Rat, mach das was dich persöhnlich weiterbringt und wofür du dich begeistern kannst. Sowohl mit einer Ausbildung als auch mit einem Studium kannst du ohne Job dastehen- aber wenn du gut bist in dem was du machst und es gern tust, dann steigen deine Chancen natürlich.

Fazit: Neue Leute kennen zu lernen ist als Grund für deine Studienwahl sicher kein guter Ratgeber. Das ist zwar ein Nebeneffekt, aber vielleicht kannst du in der Richtung ja jetzt schon was machen? Ein Sportverein zum Beispiel. Wenn du mich fragst, ich würde nach dem wie du deine Situation schilderst das Abi machen und dann studieren.

Viel Glück ;-)

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Mit einem Studium kannst du letztenendes weniger abgesichert sein, als mit einer soliden Ausbildung. Gerade wenn du in den Bereich Geisteswissenschaften gehst. Wenn es nicht gerade Lehramt ist, musst du erstmal einen gutbezahlten Job finden und halten können. 

Also mach das, was dir am meisten zusagt und damit meine ich, entscheide aus dem Bauch. Wobei hast du das beste Gefühl? Welchen Job willst du 50 Jahre ausüben?

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Kommentar von sweetmelonxx3
25.07.2016, 22:32

Ich bin eigentlich nur gut im Sprachen lernen und interessiere mich für andere Kulturen, weswegen mich auch immer nur die Geisteswissenschaften interessiert haben. Ich schreibe mir sonst wirklich keine besonderen Talente zu und darum fällte die richtige Wahl so schwer. Vor einem Studium habe ich schon Angst da es schwer ist. Aber wenn ich die Ausbildung nicht bekomme mit meinen Noten bin ich auch praktisch verloren und die Uni ist noch härter. Oh mein Gott ich bin so verunsichert 0_0.

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Du solltest dich vielleicht etwas von deinen Eltern und dem Druck mit dem Geld usw abschotten, nochmal in dich gehen und dich fragen, für was du persönlich willst und als geeignet siehst.

- Bist du eher praktisch veranlagt, hast keine Lust auf Lernen, willst die Dinge selber angehen und arbeiten? (dann mach die Ausbildung..)

- Fällt dir Lernen leicht und du bist wissbegierig, möchtest gerne lernen und dich weiterbilden, egal auf welche Kosten? (dann fang das Studium an)

Ich denke außerdem, dass du auch mit Sprachen später viel Geld verdienen kannst wenn du gut bist und dich dafür interessierst; Dolmetscher zum Beispiel verdienen gut und sind immer gesucht.

Je nachdem, wie wichtig dir dein Traumstudium ist, könntest du ja auch erst die Ausbildung machen und danach noch studieren. 

Ich habe ähnliche Gedanken wie du; mir wurde geraten, meine "Schnittmenge" zu ermitteln: Wer bin ich, was kann ich, was will ich -> es bringt zb nichts, wenn du Koch werden willst aber nicht kochen kannst und andersrum genauso, finde lieber zuerst heraus, was du einmal machen willst und überlege DANACH, wie du an dein Ziel kommst (Ausbildung heißt ja nicht unbedingt etwas schlechtes, für einige Berufe ist sie notwendig, für andere passt ein Studium besser)

Als Fazit: Wenn dich Geisteswissenschaften interessieren, dann studiere lieber. Ob nun sofort oder erst nach der Ausbildung musst du für dich entscheiden, frag doch mal Studenten oder informiere dich über die Studieninhalte und vergleiche, was dir besser gefällt.

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Hast du ein duales Studium in Betracht gezogen? Das ist Studium und Ausbildung kombiniert.

Ansonsten: Wenn das Studium finanzierbar ist, würde ich an die FH gehen und den Bachelor machen. Vielleicht gefällts dir doch besser als du jetzt denkst, wenn du erstmal angefangen hast. Und wenns doch gar nichts ist, kannst du nach 2 Semestern immer noch abbrechen und du hast es immerhin versucht und was dabei gelernt.

Mit dem Bachelor kannst du dann einen Master anstreben, der dich vielleicht zu 100% interessiert - Ganz wie deine Interessen dann liegen.

Grüße

Lumi


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Kommentar von sweetmelonxx3
25.07.2016, 22:38

Ja das Duale Studium wäre gut aber das gibt es meistens nur in der Wirtschaftsbranche bei mir und die nehmen nur die besten Leute (2,0 - 2,3) und mein Abi ist relativ durchschnittlich. Der soziale Aspekt eines Studiums würde mir auch gut gefallen mit der neuen Umgebung und neuen und erwachseneren Leuten aber ich konnte nur ein Studium wählen, welches mir bis jetzt vom Thema nicht so gelegen hat. (Internationale BWL und BWR war bisher nicht mein bestes Fach) Ich kann mich zwar noch mehr anstrengen aber ob es mir jemals wirklich Spaß machen wird ist die Frage. lg.

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Kommentar von sweetmelonxx3
25.07.2016, 23:09

Mathe ist leider noch schlechter als BWL. Ich bin mehr kreativ veranlagt und meine Leidenschaft sind Sprachen und philosophische Inhalte, sowie Gesellschaft und Kultur. nur leider sind das keine Sachen mit denen man einen großen Blumentopf gewinnen kann, wie ich schon des öfteren lesen musste. Danke für die Antwort. lg

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Hey :-) bin auch 20 und bei mir war es auch ein hin und her! Du könntest eine Ausbildung machen und danach dual studieren! Sogar Teilzeit ist das möglich. :-)

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Kommentar von sweetmelonxx3
25.07.2016, 22:40

Ja nur weiß ich nicht ob ich dazu die Energie habe. Für was hast du dich entschieden, wenn ich fragen darf? lg.

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Kommentar von cantstoploving
25.07.2016, 22:46

Ich habe mich für ein Studium entschieden, bereue es aber ein bisschen, weil ich auch lieber ausziehen möchte... Man setzt sich einfach zu sehr unter Druck. Ich glaube meine Richtung ist die richtige (Gesundheitsmanagement) aber andererseits möchte ich auch Geld verdienen aber eine duale Ausbildung käm für mich nicht in Frage... Teilzeit ist 3 Tage arbeiten, 2 Tage Uni :) das hält sich im Rahmen! Wenn du magst kannst du mir ne FA schicken, dann kann man sich ausführlicher darüber unterhalten 🙄

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Wenn Du das Zeug dazu hast, dann mach FOS13 / Uni und kümmer Dich nicht darum, was die Leute sagen. Es gibt BaFöG bis 30 und auch es gibt auch Studentenjobs.

Bei mir war es auch so (Abitur 2. Bildungsweg), dass mich die Leute dumm angemacht haben mit Fragen "Wo arbeitest Du denn ?", "Wovon lebst Du denn ?", Was aber allein mein Problem war und sie einen Dreck anging !

Bist Du eher ein "Grenzproduzent", was Deine Leistungen angeht, so mach eine Ausbildung oder FH. Du kannst in vielen Fällen mit Ausbildung und Aufstiegsweiterbildung genau so weit kommen, wie mit einem FH-Studium.
Mein Fall wäre das aber nicht gerade, muss ich zugeben.

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Geld und neue Leute treffen, sollen das Auswahlkriterien sein ? Gehts noch?

Mache ne Ausbildung zum(r) Fleischerifachverkäufer(in) und gut iss

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Kommentar von sweetmelonxx3
25.07.2016, 22:34

Dafür hätte ich kein Abi gebraucht. (Ernste Frage hast du gelesen nehme ich an?)

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