Welche Zuschüsse kann man in der Ausbildung bentragen?

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2 Antworten

Wer clever ist, sichert sich zum Berufsstart staatliche Prämien. Die gibt es nämlich dann, wenn man vom ersten Einkommen ein Minimum für Altersvorsorge oder eigene vier Wände abzweigt. Der Zeitpunkt könnte nicht günstiger sein, denn: Mit dem Sparen fürs Alter kann man nicht früh genug anfangen. Und das wird honoriert: „Bis zu 442 Euro sind an staatlichen Prämien im ersten Lehrjahr drin", sagt Marcus Weismantel, Vorsorge-Experte bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Am meisten ist bei der Riester-Förderung zu holen. Berufseinsteigern unter 25 Jahren spendiert der Staat nämlich einen einmaligen Starter-Bonus von 200 Euro. Schließt man zum Beispiel einen Riester-Bausparvertrag ab, gibt es zusätzlich 154 Euro Zulage pro Jahr. Weismantel: „Da reichen schon 60 Euro Mindestbeitrag, wenn sie im Vorjahr nichts verdient haben – das ist ja bei den meisten Azubis der Fall. Andernfalls gilt: Um die volle Zulage zu bekommen, muss man vier Prozent des letztjährigen Bruttoeinkommens einzahlen, höchstens aber 2100 Euro.“ Auch die Arbeitnehmer-Sparzulage sollten sich Berufsanfänger nicht entgehen lassen. Wer vom Ausbildungsbetrieb zusätzlich zum Gehalt jeden Monat vermögenswirksame Leistungen erhält, kann nämlich doppelt profitieren. Auf die Zahlungen des Betriebs gibt es vom Staat bis zu 43 Euro im Jahr dazu. Die Einkommensgrenze liegt hierfür bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 17 900 Euro für Alleinstehende und 35 800 Euro für Verheiratete. Lohnend ist auch die Wohnungsbau-Prämie: Gefördert wird, wer mindestens 16 Jahre alt ist und zwischen 50 und 512 Euro im Jahr in einen Bausparvertrag einzahlt. Dafür gibt es 8,8 Prozent staatliche Prämie, also bis zu 45 Euro. Hier darf das zu versteuernde Jahreseinkommen bei Alleinstehenden nicht über 25 600 Euro liegen, bei Verheirateten nicht über 51 200 Euro – da bleiben Azubis in der Regel locker drunter.

Reicht die Ausbildungsvergütung nicht, kann bei der Arbeitsagentur Berufsausbildungsbeihilfe beantragt werden. Außerdem erhalten Eltern von unter 25jährigen Azubis weiterhin Kindergeld. Tipp: Wer nicht mehr zu Hause wohnt und seine Finanzen alleine regelt, kann von den Eltern das Kindergeld verlangen.

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Kommentar von fromhell
14.07.2011, 12:59

Das Kindergeld muss man dann aber direkt beim Jugendamt beantragen, da sind die Eltern dann komplett aus dem Spiel . . .

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Kommentar von hamlet89
14.07.2011, 13:22

Wie schaut es aus mit Wohngeld, wenn man nicht bei den Eltern mehr wohnhaft ist?

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Ihr könnt Euch bei einer Wohnungsbaugenossenschaft melden. Dort gibt es oft günstige Wohnungen. Aber auch andere öffentlich bezuschusste Bauherren vergeben Wohnungen mit Wohnberechtigungsschrein. Ihr könnt Euch auch an die Wohngeldstelle Eurer Verwaltung melden. Meistens ist es aber bei den öffentlichen und bezuschussten Wohnungen so, dass erst das Kind geboren sein muss, bevor man eine entsprechend große 3-Zi-Wohnung bekommt. Ansonsten muss man sich mit 2 Zimmer zufrieden geben. Auf dem freien Markt ist natürlich alles möglich. Hier könnt ihr aber auch sofort einen Antrag auf Wohngeld stellen. Bei Geburt des Kindes müsst ihr dann einen Änderungsantrag stellen. Für Euch als werdende Eltern könntet ihr bei kirchlichen und anderen Einrichtungen Zuschüsse beantragen. Z.B. beim Sozialdienst kath. Frauen, bei der Awo usw. Evtl. gibt es auch Zuschüsse vom Sozialamt für eine Erstausstattung o.ä. Das liegt an Eurem Einkommen insgesamt. Für die Einrichtung der Wohnung kann man auch caritative Einrichtungen befragen, die günstig Gebrauchtmöbel anbieten oder vermitteln können. Wenn das Kind geboren ist, gibt es Elterngeld und Kindergeld. Das muss beantragt werden.

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