Welche Ziele hatten die Grünen bei ihrer Gründung und wie haben die sich verändert?

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3 Antworten

Baldur Springmann wollte die Landwirtschaft wieder ohne Chemie betreiben . Das gefiel einigen städtischen Studenten und schlossen sich dem Plan an . Dann kam die Realität plötzlich hervor . Soweit so gut .  // Dann kamen Umweltprobleme zur Bearbeitung  und es wurden den regierenden Parteien Vorschläge gemacht . Bis dahin gings noch leidlich.

Nur dann stiegen sie mit den grünen der ex ddr zusammen und sind jetzt genauso simple politische  Profilierungstypen wie die der anderen. Mehr rechtslinks als Mitte .


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Kommentar von Judidwh
15.11.2015, 15:35

Danke!! 

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Die Grünen stammen aus der Friedensbewegung gegen den Nato-Doppelbeschluss.

Denn die Folge dieses NATO-Doppelbeschlusses war es, dass die USA infolge der SS20 Raketen in der DDR nun Pershing II Raketen in der BRD aufstellte. Weder Helmut Schmitt, welcher diesen NATO-Doppelbeschluss inszenierte, noch die Friedensbewegung wollten, dass Deutschland und Europa zum Schlachtfeld des kalten Krieges wurde. Da Helmut Schmidt die Gründe für den Doppelbeschluss nicht ausreichend kommunizierte, haben sich die Grünen gebildet.

Die erste Änderung trat bei den Grünen dann kurz nach der Gründung ein. Durch die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf (Bayern), die es der BRD ermöglicht hätte, selbst Atomwaffenfähiges Material herzustellen, bemerkte die Friedensbewegung und auch die neu gegründeten Grünen sehr schnell, dass nicht nur die die Möglichkeit der Herstellung, sondern auch die Anlage selbst und vor allem der Abfall sehr gefährlich ist. So wurde aus der Friedensbewegung eine Anti-AKW-Bewegung (AKW = Atomkraftwerk) und schließlich eine Umweltbewegung. Das war die erste wesentliche Veränderung.

Die zweite Veränderung trat dann 1983 mit dem einzug in den Bundestag bzw. 1985 mit der Ernennung von Joschka Fischer zum Staatsminister für Umwelt und Energie in Hessen ein. Da wurden die Grünen aus einer Protestpartei zu einer normalen Partei. Die Entwicklung endete 1998 mit der Regierungsbeteiligung an der Rot-Grünen Bundesregierung. Die Grünen waren etabliert.

Eine dritte Veränderung folgte unmittelbar darauf, als die BRD sich militärisch 1999 in den Kosovo einschaltete und aus der pazifistischen Bewegung und Partei dann auch in dieser Hinsicht eine normale (im Sinne der anderen Parteien) Partei geworden ist. Bereits zwei Jahre später beim Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan hatte man sich bereits daran gewöhnt. Die Grünen waren keine Pazifistische Partei mehr.

Die vierte und bislang letzte Veränderung der Grünen begann mit Stuttgart 21 und dem daraus resultierenden Wahlsieg bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Sie stellten erstmals den Ministerpräsidenten. Mit dem Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag 2013 besetzen die Grünen deren bisherige Position und schlossen Koalitionen mit dem ehemaligen Hauptgegner, der CDU/CSU nicht mehr aus. Es kam zu Schwarz-Grünen Koalitionen auf Landesebene (Hessen, Saarland). Die Grünen wurden zu einer neoliberalen Partei.

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Die Grünen wollten für die Umwelt, Tiere und Natur beschäftigen :)

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