Welche Zentralaussagen sind in diesem Artikel von Merkel, komme echt nicht weiter und brauche dringend Hilfe!?

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4 Antworten

Hier geht es noch weiter!

Die Bilder von einst und die Trauer tragen Sie tief in sich. Ich
trauere mit Ihnen. Ich trauere mit all denjenigen, die gelitten und
Angehörige verloren haben.

Was geschehen ist, erfüllt uns Deutsche mit großer Scham. Denn es
waren Deutsche, die das Leid und den Tod von Millionen Menschen
verschuldet oder in Kauf genommen haben – als Täter, als Mitläufer, als
wegschauende und stillschweigende Mitwisser.

Liebe Frau Fahidi, von Ihnen stammt der Satz: „In uns, die wir aus
Auschwitz zurückgekommen sind, ist die Lebenskraft sehr tief. Wir
wissen, wie kostbar das Leben ist.“ Sie haben ebenso wie Herr Turski
diese Lebenskraft eingesetzt, um Zeugnis abzulegen. Sie haben Ihre
Geschichte wieder und wieder erzählt. Es ist kaum zu ermessen, wie viel
Kraft es kostet, sich schmerzhafte Erfahrungen immer wieder vor Augen zu
führen.

Gleichwohl haben Sie mit dafür gesorgt, dass Erinnerung über
Generationen hinweg wachbleibt – dass aus ihr auch künftig Lehren
gezogen werden können. Sie haben uns damit ein großes, ein wichtiges
Geschenk gemacht, für das ich Ihnen von ganzem Herzen danken möchte.
Denn wir dürfen nicht vergessen. Das sind wir Ihnen schuldig. Das sind
wir den vielen Millionen Opfern schuldig. Und das sind wir uns selbst
schuldig, die wir heute leben und eine gute Zukunft gestalten wollen.

Wir müssen immer wieder aufs Neue der Frage nachgehen, die der
Auschwitzüberlebende und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel in die
Worte gefasst hat: „Wie konnten intelligente und gebildete Menschen
tagsüber mit Maschinengewehren auf hunderte Kinder schießen und sich am
Abend an den Versen Schillers oder einer Partitur von Bach erfreuen?“

Unter uns leben Menschen, die die Folgen der Shoa in ihren Familien
nach wie vor ganz persönlich spüren. Für sie stellt sich ganz
unmittelbar die Frage, wie es dazu kommen konnte. Umso wunderbarer ist
es, dass heute wieder weit mehr als 100.000 Juden in Deutschland ihre
Heimat haben, hier ihre Zukunft sehen und aufbauen – dass wir gemeinsam
unser Land gestalten.

Und doch befürchten nicht wenige Juden heute in unserem Land
Beleidigungen oder gar Übergriffe – und das leider nicht ohne Grund. Es
ist eine Schande, dass Menschen in Deutschland angepöbelt, bedroht oder
angegriffen werden, wenn sie sich irgendwie als Juden zu erkennen geben
oder auch wenn sie für den Staat Israel Partei ergreifen. Dass Synagogen
und jüdische Institutionen vielerorts unter Polizeischutz stehen
müssen, lastet wie ein Makel auf unserem Land.

Das Denken, das sich in Angriffen auf Juden offenbart, hat mit einem
freiheitlichen und demokratischen Staatsverständnis nichts zu tun.
Deshalb müssen wir Antisemitismus und jeder anderen Form von
Menschenfeindlichkeit von Anfang an die Stirn bieten.

Jeder, dem eine gute Zukunft Deutschlands am Herzen liegt, ist sich
der immerwährenden Verantwortung nach dem Zivilisationsbruch der Shoa
bewusst. Die Erinnerung an die grausamen Kapitel unserer Geschichte
prägt unser Selbstverständnis als Nation. Bei uns muss jeder –
unabhängig von Religion oder Herkunft – frei und sicher leben können.

„Nie wieder!“ – Diese Botschaft ist für unser demokratisches Land,
das in Frieden mit seinen Nachbarn lebt, geradezu konstitutiv. Unser
Bekenntnis zu einem geeinten Europa ist ebenso wie das Bewusstsein der
unermesslich hohen Bedeutung von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit,
Pluralität und Toleranz fest verankert. Doch so kostbar diese Werte auch
sind, so zerbrechlich sind sie zugleich. Freiheit, Demokratie und
Rechtsstaatlichkeit verlangen stets unsere Aufmerksamkeit und unseren
Einsatz. Das beginnt schon damit, alte und neue Vorurteile und
Feindbilder als solche zu entlarven.

Welche furchtbaren Taten letzten Endes aus irregeleiteter Gesinnung
erwachsen können, haben uns die Attentate in Paris einmal mehr vor Augen
geführt. Dort richteten sich Hass und Gewalt gezielt gegen Menschen,
die als Journalisten und Karikaturisten Gebrauch von ihrer
Meinungsfreiheit gemacht haben. Dort richteten sich Hass und Gewalt
gezielt gegen jüdische Kunden eines koscheren Supermarkts bzw. weil die
Mörder annahmen, dort Juden anzutreffen. Dort zeigten sich zwei der
großen Übel unserer Zeit: islamistischer Terrorismus und Antisemitismus.

Wenige Tage nach den Attentaten fanden sich in Paris Millionen
Menschen zusammen, um eine beeindruckende Botschaft zu senden: Wir
wollen frei und friedlich miteinander leben. Gemeinsam wenden wir uns
gegen menschverachtende Barbarei. Ob muslimisch, jüdisch, christlich, ob
mit oder ohne Religion – wir gehören zusammen. Wir lassen uns nicht
spalten. Jeder von uns ist ein Mensch mit einer unantastbaren und
unteilbaren Würde.

Das Lebensprinzip der Demokratie ist unser Gegenentwurf zur Welt des
Terrorismus. Und er ist stärker als der Terrorismus. Diese Überzeugung
gilt es auch im Alltag immer und immer wieder zu bekunden, um jegliche
Stimmungsmache auf Kosten bestimmter Gruppen zu bekämpfen – ganz gleich,
von welcher Seite sie kommt; ganz gleich, gegen wen sie sich richtet.

Wir wollen keine hasserfüllten Parolen gegen angeblich Ungläubige
oder Andersgläubige. Wir wollen keine hasserfüllten Parolen gegen Juden.
Wir wollen keine hasserfüllten Parolen gegen Menschen, die in
Deutschland ein neues Zuhause gefunden haben oder bei uns Zuflucht vor
Krieg und Verfolgung suchen. Uns gegen jedes Aufkeimen von
Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit zu wehren, ist unsere
bürgerschaftliche, gesellschaftliche und staatliche Pflicht.

Ich freue mich besonders über die jungen Menschen, die heute hier
unter uns sind. Sie haben sich auf die dunkelsten Kapitel der Geschichte
unseres Landes eingelassen. Sie wissen um die eindringliche Mahnung,
die aus Vergangenem zu uns heute spricht. Daher wissen sie auch, wie
wichtig es ist, Erinnerung wachzuhalten.

Denn gerade wer sich mit Auschwitz, wer sich mit der Shoa und den
Verbrechen Deutschlands im Nationalsozialismus auseinandersetzt, der
kann ein feines Gespür und Warnsystem dafür entwickeln, wenn
grundlegende Werte unseres Zusammenlebens infrage gestellt werden.

Was geschehen ist, können wir nicht ungeschehen machen. Doch nur im
Bewusstsein unserer immerwährenden Verantwortung können wir eine gute
Zukunft gestalten. Dieses Wissen lässt uns nicht ruhen und uns einfach
darauf verlassen, dass sich schon andere finden werden, die sich um eine
gute Zukunft kümmern.

Aus Erinnerung erwächst also ein Auftrag. Und so lautet die Botschaft
des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus: Vergangenes wird
nicht vergessen. Auschwitz fordert uns täglich heraus, unser Miteinander
nach Maßstäben der Menschlichkeit zu gestalten. Auschwitz geht uns alle
an – heute und morgen, nicht nur an Gedenktagen.

Ich danke Ihnen.

Überleg dir zu jedem Abschnitt einen Satz der wichtig ist.

Nehm die alle zusammen und du hast die wichtigsten Aussagen.

Kaum einer hat wirklich Lust, diesen Text zu lesen, um deine Hausaufgaben zu machen. Du hast dir in deiner Frage nicht annähernd irgendeine Mühe gegeben. Z.Bsp uns mitzuteilen, was du verstanden hast. Und genau damit fängst du selber an: was verstehst du davon. Geh Abschnit für Abschnitt durch und überlege dir das. Dein zettel wird sich füllen mit den Aussagen, die du verstanden hast, und dann ist es kein weiter Weg mehr, dass du dir klar darüber wirst, was wichtig ist.

Nimm den letzten Abschnitt und fang eigenes Denken an ; dann sind die vielen Zeilen nur die Basis dazu .

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