Welche Wurmkur könnt ihr empfehlen?

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3 Antworten

Bei deinen 2 Pferdchen würde ich immer erst mal eine Kotprobe machen und nur bei Befall entwurmen.

Je kleiner der Pferdebestand, desto seltener sind Wurmkuren nötig. Je älter die Pferde desto weniger Wurmkuren werden überhaupt benötigt.

Eine Bekannte von mir entwurmt ihre 3 Pferd nur noch nach Kotprobe und da kommt es durchaus mal vor, das die 2 bis 3 Jahr keine Wurmkur bekommen müssen.

Im Frühjahr braucht man wenn dann immer eine die auf Dasseln wirkt (Ivomectinhaltig) - bei den Wurmkuren dazwischen reichen Rintal oder Panacur aus.

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Kommentar von xxCamarguexx
26.09.2016, 09:23

Ich dachte die Wurmkur für Dasseln gibt man im Spätherbst/Winter?

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Das ist jetzt so nicht gesagt, dass die dann irgendwann nicht mehr wirken. Gewechselt hat man, als man noch kein anderes Konzept kannte.

Heute entwurmt man nach Befund, also man gibt nicht allen Pferden pauschal einen Wirkstoff, sondern untersucht von allen den Kot, dann fragt der betreuende Tierarzt nach den ganzen Randbedingungen (Jungpferde bis 4 Jahre im Bestand? Weidenutzung gemeinsam mit anderen Tierarten? Dasseleiersichtung? ... u.v.m.) und ermittelt aus den Befunden zum einen, welche Tiere behandelt werden sollen (unnötige Behandlungen führen zu resistenten Wurmpopulationen, egal, ob man wechselt oder nicht) und mit welchem Wirkstoff welches Pferd zu behandeln ist. Anschließend kontrolliert man per erneuter Beprobung die Wirksamkeit des gegebenen Medikaments, was dann auch wieder in die Bestandsdaten eingeht, die nächstes Mal herangezogen werden, um eine Behandlungsempfehlung auszusprechen.

Das Stichwort Deiner Thematik ist "Zeitgemäße Selektive Entwurmung", das ist das aktuelle Konzept, wie man es heute macht. Alles andere ist etwas, was man früher gemacht hatte, als die Wissenschaft noch nicht so weit ist. Das ist, wie man heute nicht mehr mit Äther betäubt für medizinische Behandlungen.

Und: "nächsten Monat" ... das ist im Oktober - ein eher ungewöhnlicher Zeitpunkt, um ein Präparat einzugeben. Zum Beproben kein so unglücklicher, aber mit der Behandlung wartet man dann besser gleich noch etwas, denn am häufigsten muss man auf Strongyliden behandeln und dieselben Wirkstoffe erwischen die Magendasseln - aber erst ab 6 Wochen nachdem die die letzten Eier gelegt haben, erwischt man sie im Magen. Gibt man jetzt was ein, muss man in Dasselgebieten in ein paar Wochen nochmal und das ist bezüglich Resistenzentwicklung dann völliger Unsinn.

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Kommentar von Baroque
24.09.2016, 22:11

Wenn man immer alle Pferde behandelt, ob nötig oder nicht und immer Wirkstoffe wechselt, kann es passieren, dass man die Wurmpopulation vor Ort auf alle Wirkstoffe resistent macht, was dann besonders unangenehm wird, wenn ein Pferd vom Darmimmunsystem her nicht das fitteste ist und man ihm helfen muss, einen gesunden Schwellenwert (wurmfrei ist auch nicht das Wahre, es muss nur im Rahmen bleiben) zu halten. Das kann man nur per Medikament, da nachhelfen und wenn mal keins mehr wirkt, weil man auf alle Wirkstoffe Resistenzen hat, hat das Pferd ein größeres gesundheitliches Problem.

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Baroque hat das allerbest erklärt Mir ist außerdem empfohlen worden , bei bedarf nach ,2~3 Wochen eine zweite wurmkur zu geben, um die sich nachträglich entwickelnde Population auch zu erwischen, Danach wäre für längere Zeit Ruhe.

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