Welche Wohnung steht mir zu? (SGB II)

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10 Antworten

Ergänzend zu den Antworten, die Du schon bekommen hast - achte besonders auf die von isomatte, sie ist in Sachen Arbeitslosigkeit / hartz IV sehr erfahren.

Die Empfehlung zu googeln mit

harald thome richtlinien

hat man Dir ja schon gegeben. Wenn dort bei den aufgelisteten Wohnorten Deiner nicht aufgeführt ist, nimm einen in der Nähe.

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Bei weiterem Beratungsbedarf google mit sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). - Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. Vereinbare dort einen Beratungstermin.

Wohnst Du in Hamburg, hole Dir Rat bei der sehr guten behördenunabhängigen Beratungsstelle Arbeitslosen Telefonhilfe 0800 111 0 444. Dort ist man zu Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren (die dürfen nur Hamburger / Umgebung beraten).

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Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

Danke fürs Sternchen - ҉ •◝✿⊱ (¯'•.¸(¯'•.¸ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¸.•'´¯)¸.•'´¯) ⊰✿◝• ҉

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Schau bei "Harald Thome" nach - vlt ist Deine Stadt dabei.

Es ist nämlich von Jobcenter zu Joobcenter verschieden. Wohngeld bekommst Du allerdings nicht bei ALG-II-Bezug.

Du kannst eine Wohnung bis zu 45 qm anmieten. Allerdings musst du diese selbst suchen. Wie hoch die Miete sein darf ist örtlich unterschiedlich. Da muss du dich in deinem Wohnort erkundigen.

Es stehen dir 391,00 € Regelsatz plus die tatsächlichen Wohnkosten für bis zu 45 qm zu

399 € Regelsatz !

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Denn in einer Informationsbrochüre vom Jobcenter für Wohnungssuchende lese ich, dass einer Person eine Wohnung mit einer Nettomiete von 288,90 zusteht und bezahlt wird.

Dann ist das die Kaltmiete.

An einer anderen Stelle darin ist von Wohngeld und Höchstbeträgen für eine Person von 358 € (wahrscheinlich mit Nebenkosten) die Rede.

Genau, die Heizkosten.

Meine Frage ist also, nach welchen Wohnungen zu welchen Mieten ich Ausschau halten kann und ob ich etwas mehr einfordern darf.

So wie es oben steht und mehr Anspruch gibt es nicht. Die m² dürfen etwas mehr sein, wenn die Miete angemessen ist.

MfG

Johnny

Dann schau mal im Internet unter ,, Harald - Thome - örtliche - Richtlinien " nach,da könntest du fündig werden !

Du bekommst nicht 154 € Kindergeld,sondern 184 €,es werden dir nur 154 € davon als anrechenbares Einkommen auf deinen Bedarf angerechnet,weil du schon min.18 bist und kein Erwerbseinkommen erzielst,dass sind deine 30 € Versicherungspauschale.

Es kommt ganz entscheidend darauf an "wo" Du wohnst bzw. eine Wohnung suchst ... die Meitpreise sind in D von Ort zu ort und Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich und die Beträge die das Jobcenter bewilligt richten nach den Meiten die vor Ort üblich sind .... der Vergleich mit dem was es anderswo gibt, bzw. was anderswo beazhlt wird, nützt Dir also gar nichts .....

Das hängt auch vor allem davon ab wo du wohnst bzw. hinziehen willst.

Es gibt teure Städte da ist dann auch die Grenze für die Kaltmiete höher angesetzt vom Jobcenter, bei weniger teuren Städten ist die Grenze für Kaltmiete weiter unten.

wenn Du Alg 2 bekommst bekommst Du nicht extra Wohngeld, das eine schliesst das andere aus. Wenn Du ein Kind hast kann dieses jedoch Wohngeld bekommen und die Sache stimmt wieder. Du schreibst Kindergeld, dies kann aber auch für Dich sein.

Das Amt bezahlt normalerweise keine Centbeträge für Kaltmiete, haben also einen festen Betrag den sie für Kaltmiete bezahlen und einen anderen festen Betrag den sie für Nebenkosten bezahlen (Strom ist hier nicht mit drin- nur zur Sicherheit erwähnt)

Ich halte es für wahrscheinlich dass die 358 Euro Kaltmiete und Nebenkosten sind, möchte aber natürlich nicht ins blaue hinein einen Tipp abgeben. Das beste ist Du fragst noch mal genau beim Jobcenter nach.

Je nach Stadt und Landkreis rechnen das Jobcenter nur mit Kaltmiete, lehnen eine Wohnung also auch dann ab wenn sie in den Höchstbetrag mit Nebenkosten sonst passen würde wenn die Kaltmiete zu hoch ist, oder rechnen mit dem Gesamtbetrag/Höchstbetrag.

Mit den 290 Euro inklusive Nebenkosten bist Du auf jeden Fall im Rahmen.

einen anderen festen Betrag den sie für Nebenkosten bezahlen

Das stimmt nicht, Wenn die NK im Rahmen liegen, werden sie so übernommen, wie es im Mietvertrag steht. Und selbstverständlich werden auch Cent-Beträge gezahlt.

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haben also einen festen Betrag den sie für Kaltmiete bezahlen und einen anderen festen Betrag den sie für Nebenkosten bezahlen

Das ist schlicht und einfach falsch, es gibt einen Betrag für KdU, und der kann auch Centbeträge umfassen...

Je nach Stadt und Landkreis rechnen das Jobcenter nur mit Kaltmiete

Auch das ist falsch, die KdU sind bundeseinheitlich als Warmmiete ohne Strom festgeschrieben...

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@Mephisto2342

Lieber user, ich habe selbst Alg 2 und es ist so wie ich schreibe. Selbst erlebt, also bitte.

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@Kerze69

Dann ist das in DEINER Stadt so geregelt. Das ist aber nicht bundeseinheitlich so.

Gruß: Auch ein ALG-II-Empfänger

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@Kerze69

Dann verhält sich Dein JobCenter gesetzeswidrig, ändert aber nichts daran, dass es falsch ist...

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@Mephisto2342

der Mietspiegel kann nicht in ganz Deutschland gleich sein, also kann auch die Miethöhe nach KDU nicht in ganz Deutschland gleich sein. Eine Wohnung in Hamburg kostet mehr als in Hessen auf´m Land.

Ich glauben wir schreiben hier aneinander vorbei.

KDU ist Kaltmiete und Heizung, aber die Beträge sind nicht einheitlich.

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@Kerze69

Das Amt bezahlt normalerweise keine Centbeträge für Kaltmiete haben also einen festen Betrag den sie für Kaltmiete bezahlen und einen anderen festen Betrag den sie für Nebenkosten bezahlen

Das ist das Falsche - es ging NICHT um die Miethöhe.

Das, was Du beschreibst, nennt man "Pauschbeträge" - und das ist NICHT erlaubt.

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@beangato

ja, wir schreiben hier aneinander vorbei.

Das Jobcenter bezahlt eine Kaltmiete bis Betrag xy und Nebenkosten bis Betrag xy.

Es gilt hier Angemessenheit, es ist nicht jede Miethöhe angemessen, nicht jede Wohnungsgrösse und nicht jede Nebenkostenhöhe. Es gibt hier Beträge an denen sich das Jobcenter orientiert.

Ich hab noch kein Jobcenter erlebt dass eine Kaltmiete bis xy,ab Euro und Cent bezahlt, sondern bis xy Euro. Wenn man darunter liegt bezahlen sie natürlich das was darunter liegt.

Was darüber liegt bezahlen sie nach Einzelfallentscheidung, aber nicht pauschal das was höher ist einfach weil man Alg 2 hat. Sie schicken einem gern mal einen Brief mit Hinweis auf zu hohe Mietkosten und Senkung innerhalb von 6 Monaten.

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@Kerze69
Das Amt bezahlt normalerweise keine Centbeträge für Kaltmiete, haben also einen festen Betrag den sie für Kaltmiete bezahlen und einen anderen festen Betrag den sie für Nebenkosten bezahlen

Nochmal: Es geht um die CENTBETRÄGE sowie den FESTEN BETRAG FÜR NEBENKOSTEN - das ist schlichtweg falsch!

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Du hast Recht, die KDU sind zwar von Kommune zu Kommune verschieden, aber definitiv höher als 265 Euro. Den genauen Betrag teilt Dir Dein JobCenter mit...

Den genauen Betrag teilt Dir Dein JobCenter mit...

Das wäre wünschenswert, trifft nur zu 99,99 % in der Realität nicht zu, die lassen die Leute viel lieber ins offene Messer laufen damit sie weniger bezahlen müssen.

Außerdem wenn sie ihre Angemessenheitsrichtlinien rausgeben würden, könnte man ihnen die viel leichter mittels Sozialgericht wieder um die Ohren hauen, weil die im Regelfall nämlich keiner realen Grundlage entsprungen sind, sondern reine Träumereien sind, die mit der Realität und den tatsächlichen Mietpreisen nichts zu tun haben.

Denn die KdU Leistungen am Preis für sozialen Wohnungsbau festmachen, wenn man genau weiß, dass es garnicht genügend freien geförderten Wohnraum gibt und denkt man könnte seine eigenen Kosten auf private Vermieter abwälzen, hat man meiner Meinung nach nichts in einer deutschen "Amtsstube" verloren,, sondern gehört in die Geschlossene.

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Du darfst nach Wohnungen bis höchstens 50 qm suchen bis zu einer Kaltmiete von höchstens 288,90. Es steht dir natürlich frei eine größere Wohnung zu suchen, aber die muss dann nicht bezahlt werden.

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