Welche westdeutsche Zigarettenmarken gab es im frühreren ost deutschland?

4 Antworten

In der DDR gab es im Laufe der Jahre eine Vielzahl von Westzigaretten. Hier sind die bekanntesten ab Mitte der 60-er Jahre:

Camel, Marlboro, Winston, Pall Mall, Belvedere, Milde Sorte, Falk, Cleopatra, Smart, Philip Morris in Plastikklappschachtel, um nur die wichtigsten zu nennen. Sie waren in der Preislage zwischen 6,00 M und 7,00 M. 100 mm Zigaretten kosteten 8,00 M.

Die eine oder andere Sorte gab es nur über einen bestimmten Zeitraum. Es waren meistens Schweizer Lizenproduktionen oder kamen aus Österreich.

Mitte der 70-er Jahre ersetzten zunehmend Lizenzproduktionen aus Jugoslawien das Angebot, zum gleichen Preis. Diese waren aber in einer saumässigen Qualität, die weit unter dem Niveau der DDR-Sorten Club, Cabinet, F6, Semper usw. lag.

In der Tat gab es vereinzelt auch "West"-Zigaretten für Mark der DDR zu kaufen. Dabei ist mir aber nur Pall Mall 100´s rot bekannt. M.W. nach haben die damals 8,- gekostet, waren also am teuersten. Zum Vergleich, billiges Kraut wie Karo 1,60 M, (kurze) Juwel 2,50 M; die gängigsten Marken f6, Cabinett, Kenton kosteten 3,20 M, Club 4,- M; Norta 30, Norta Auslese, Juno, Duett je 6,- M. Am ehesten war Pall Mall an den Lobby´s großer Hotels mit internationalen Gästen erhältlich. Diese Häuser gehörten meist der Kette "InterHotel" an.

Hatten die da nicht, im Gegenteil, der Osten hat Zigaretten für den Westen produziert.

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