Welche Waffe ist schärfer, Katana oder Machete. Oder andere bessere scharfe Nahkampfwaffen?

10 Antworten

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Schärfe allein ist nicht ausschlaggebend. Je schärfer eine Schneide ist, umso geringer ist die Schnitthaltigkeit. Je nach Verwendungszweck sind verschiedene Schärfegrade sinnvoll.

Eine Axt muss beim täglichen Gebrauch im Wald nicht superscharf sein, sie muss scharf genug sein, um ins Holz einzudringen und dann Spaltkräfte verursachen  zu können. Da reicht i.d.R. ein 45° Schliff. So eine Axt muss nur selten nachgeschliffen werden.

Ein Filetiermesser muss extrem scharf sein und gut schneiden, ohne Fleischfasern zu zerreißen. Hier sind Schleifwinkel zwischen  5° und 15° angemessen. Bei nsachgemäßer Verwendung muss auch ein Filetiermesser nur selten nachgeschliffen, aber doch recht häufig abgezogen werden.

Eine Machete ist ein Haumesser, das jedoch keine Spaltwirkung wie eine Axt hat, die Machete ist so gebaut, dass sie nach dem anfänglichen Aufkeilen durch die Hiebwucht weiter ins Material eindringt, ohne dabei von dicker werdendem Blatt gebremst zu werden. Auch bei der Machete sind Schliffwinkel bis 45° brauchbar, aber auch schärfere Winkel etwa um 30° sind gut. Macheten müssen häufig nachgeschliffen werden, was u.a. an der gerignen Materialqualität liegt.

Ein Schwert ist dafür gedacht, Schaden bei Menschen anzurichten. Dazu muss es massig genug sein, um äußere Schutzschichten wie Kleidung oder auch Schutzkleidung zu durchtrennen und dann noch ins Fleisch und bestenfalls auch noch in Knochen zu schneiden. Dabei ist ein Schwert keine Axt, es muss nichts gespalten werden, es ist aber auch kein Filetiermesser, dessen geringe Masse trotz größter Schärfe kaum durch die äußeren Schichten dringt. Ein Schwert liegt zwischen Axt und Filetiermesser. Deshalb ist zum Benutzen eines Schwertes auch eine bestimmt Technik erforderlich, ein Schwertkämpfer muss lernen, ein Schwert korrekt zu benutzen. Bei korrekter Anwendung ist das Schwert (wobei es völlig egal ist, ob es eine römische Spatha, ein Wikingerschwert, ein Samuraischwert, ein deutsches Langschwert oder was auch immer ist) im Kampf die überlegene Blankwaffe, da bei korrekter Anwendung mit einem Minumum an Kraft ein Maximum an Schaden verursacht wird.

Übrigens: Vor über zwanzig Jahren habe ich mal ein echtes japanisches Schwert in Japan traditionell anfertigen lassen. Das hat damals fast 20.000 DM gekostet.
Vergiss bitte ganz schnell die Idee, bei irgendwelchen Kotte&Zeller-Schwertern handele es sich um echte Samuraischwerter.

Eine Machete ist ein Schlagwerkzeug und wird daher idR zwar geschärft, aber nicht auf "Rasermesserschärfe" getrimmt - sonst hat man nach den ersten Hieben sofort Grate und Ausrisse auf der Schneide.

Ein (gutes, handgeschmiedetes) Katana ist auf jeden Fall deutlich schärfer.

Als Nahkampfwaffe würde ich aber keines von beiden empfehlen. Ohne Nahkampfausbildung sind Messer bestenfalls nutzlos - schlimmstenfalls nimmt dir dein Gegner die Waffe ab und verwendet sie gegen dich.

Außerdem ist die Wirkung unkontrollierbar - an der einen Stelle "piekst" Du deinen Gegner nur und machst ihn noch wütender, einen Zentimeter weiter triffst Du eine große Arterie und er verblutet, bevor Du den Notruf gewählt hast. 

Und übrigens darfst Du weder Machete noch Katana nach deutschem Waffengesetz in der Öffentlichkeit führen.

Ich frage mich, was du eigentlich suchst?

Wenn es um Klingenwaffen geht, würde ich ein europäisches Schwert bevorzugen. Welches genau je nach Verwendungszweck.

Wobei eigentlich Stabwaffen mit einer Klinge vorne dran viel praktischer sind. Dann muss man nicht so nah ran an den Gegner.

Wenn du keine Ahnung von Klingenwaffen hast und/oder du dir ein Schwert nur an die Wand hängen willst, nimm lieber ein stumpfes.

Ja, von dem her hast du schon recht. Finde es nur cool einfach ein echtes Schwert zu haben.

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@xHAWKBITx

Echtes Schwert? Ich habe mir den Verkäufer angeschaut. Du denkst, das sind "echte" Waffen? Das ist zum größten Teil Dekozeug. Vieles von dem würde wahrscheinlich keinen Waffengang überleben.

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