Welche Vorurteile hatten die Christen gegenüber den Juden damals.

4 Antworten

Damals vor knapp 2000 Jahren war, daß sie nicht an den Messias glaubten, so ziemlich das einzige, was Christen den Juden vorwarfen. Und da die Juden ihrerseits den Christen vorwarfen, an einen falschen Messias zu glauben, war die Situation ziemlich ausgeglichen. Im Römerbrief warnte Paulus die Christen ausdrücklich davor, gegenüber den Juden aus Glaubensgründen überheblich zu werden und erinnerte sie daran, daß das Judentum die Wurzel darstellt, in die sie als Christen lediglich eingepfropft sind wie ein wilder Zweig in einen edlen Olivenbaum.

Die große Änderung trat im 2. Jahrhundert ein, als die jüdische Partisanenarmee des Bar Kochba den letzten Aufstand gegen die römische Kolonialmacht versuchte und geschlagen wurde. Die römische Regierung unter Kaiser Hadrian verhängte zur Strafe für den Aufstand außerordentlich harsche antijüdische Gesetze im ganzen Reich. Den Juden wurde insbesondere verboten, ihren wöchentlichen Feiertag, den Sabbat, einzuhalten, und der Religionsunterricht in den jüdischen Bibelschulen wurde untersagt.

Man kann sich leicht vorstellen, daß die Christen unter dem Eindruck der Judenverfolgung in Versuchung gerieten, ihre engen geistigen Verbindungen zum Judentum zu leugnen und sich von den Juden soweit wie möglich zu distanzieren - so wie es ja auch Deutsche in der NS-Zeit getan haben.

Tatsächlich wurden gerade seit dieser Zeit von einflußreichen religiösen Führern der Christenheit, die man später als "Kirchenvätern" bezeichnete, eine Reihe antijüdischer Hetzschriften in Umlauf gebracht. Um etwa die gleiche Zeit ergingen von christlichen Glaubenlehrern auch die ersten Aufforderungen an Christen, nicht am Sabbat zu ruhen wie die Juden, sondern stattdessen den ersten Tag der Woche, den Sonntag, zu feiern.

Die damals in Umlauf gesetzten Vorurteile gegen die Juden waren zunächst theologischer Art: Daß die Schuld am Tod des Messias auf immer an ihnen klebe, daß Gott sie als sein einst auserwähltes Volk deshalb für immer verworfen habe und daß die Christenheit nun an Stelle getreten sei (sog. Enterbungs- oder Enteignungstheologie).

Einiges davon steht in dieser kompakten Zusammenfassung von evanglischen Ordensfrauen, die sich dem israelischen Volk besonders verbunden fühlen: http://www.marysisters.org.au/germany/israel/israel1.htm

Damals waren die meisten christen selber juden, und sie ärgerten sich, dass nicht alle Juden dachten wie sie...

übrigens gab es in der Zeit in Israel viele Sekten und religiöse gruppierungen. Die christen sind zufällig sehr gross geworden, von den meisten anderen hört man heute nichts mehr.

die Zeit war wahrscheinlich ziemlich hysterisch, weil Israel von den Römern besetzt war und die römer der jüdischen religion gegenüber nicht sehr tolerant waren. deshalb gab es ziemlich viele Weltuntergangs-Sekten, so ähnlich wie heute Uriella oder die Sonnentempler oder die raeliten, und das Christentum war eine davon.

Du wirst es nicht glauben, aber vor 2000 Jahren gab es noch keine "Christen"....

Stimmt, es gab Christus aber noch keine Christen.

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dann hab ich vor mir wohl einen falschen Text liegen .. aber troztdem hatten sie Vorurteile gegenüber Juden gehabt früher

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@Ayylin

Wer? Die Christen, die es noch gar nicht gab? Die konnten nichts für oder gegen jemanden haben, es gab sie nicht.

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Viele von ihnen sind ja registiert als Juden das weiß ich. Aber wenn wir mal z.b Anne Frank hernehmen die in ein anderes Land gegangen ist dann hätten die sich ja als Christen ausgeben können oder nicht?

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