Welche Vorteile hat die Waldorfschule gegenüber den staatlichen Schulen?

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Ich bin die Patentante eines 10-jährigen Jungen an einer sehr schönen modernen Waldorfschule, seine Mutter ist meine beste Freundin und Lehrerin am gleichen Schulzentrum (promoviert in Deutsch und Geschichte). Ich selber bin gar nicht Waldorf, aber Öko (Greenpeace). Meine Perspektive: Ein ungewöhnlich intelligenter, kluger und glücklicher Junge. Kein Stress beim Übergang Grundschule-Oberschule, keine Zwischenzeugnisse, alles etwas ruhiger und entspannter, etwas normaler. Sehr moderne Schule (München-Englschalking), sehr schöne Gebäude, gut ausgestattet, ein sehr gutes vegetarisches Mittagessen, Hort bzw Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr mit Pädagogin, viel Natur und tollen Projekten. Er lernt dort auch noch Violine nachmittags. Englisch und Französisch ab der ersten Klasse, sehr entspannt, spielerisch, immer pädagogisch sinnvoll. Zuhause kein Fernsehen, bei mir auch nicht, aber er liest Unmengen. Süßigkeiten und essen nur bio. Es bekommt ihm gut, er ist schlank und nie erkältet. Auf mich wirkt alles ein bisschen so, wie es früher war und wie man es sich heute wünschen würde. Einfach sinnvoll und doch entspannt. Dieser ganze Zirkus mit Fernsehen, Laptops und Handys schon für 12-jährige und teuren Klamotten - dort nicht. Das ganze Thema Gewalt in der Schule - fällt völlig flach. Ausländer gibt es wenige, ganz normal völlig integriert (Tochter eines Arztes, Sohn eines IT-Menschen). Alle lesen viel und können natürlich perfekt Deutsch. Ich glaube, dass diese Schulform ideal ist für kluge und individuelle Kinder. Auch, dass man jederzeit gut dort einsteigen kann, aber man muss halt auch genommen werden (Bewerbungen dreimal so viele wie Plätze). Man sollte als Eltern vom Wert einer guten Erziehung überzeugt sein, auch bereit zum eigenen Engagement, und auch glauben, dass das sein Sinn hat: bio, Ganzheit, Erziehung eines Menschen, Leben in einer Gemeinschaft. Viel Glück! http://www.waldorfschule-daglfing.de/

Ich sehe gerade, dass die Nachmittagsbetreuung inzwischen sogar bis 17.10 Uhr geht. Eltern können problemlos ganztags arbeiten, das Kind hatte ein gutes Mittagessen, Ausruhen, Hausaufgabenbetreuung, wenn gewünscht auch individuellen Unterricht, Spaß mit Mitschülern. Nicht rumhängen, sondern pädagogisch betreut.

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Phantastisch...

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so habe ich auch gedacht, als ich meinen Sohn auf die Waldorfschule gab, wurde aber enttäuscht auf der ganzen Linie. Mitten in der dritten Klasse habe ich ihn da rausgenommen, leider viel zu späte. Bis dahin hat er gerade mal so recht und schlecht lesen und Schreiben gelernt, mehr nicht.Waldorf ist eine Ideologie, Anthroposophen haben teilweise einen echten Schaden weg, halten sich noch dazu für die Elite.Frontalunterricht in riesengroßen Klassen, kreativität wird zwar gefördert aber nur eine bestimmte, Waldorf-genehme, wehe das Kind weicht davon ab.Der Umgang der Pädagogen mit den Eltern ist verlogen.Unterricht ist autoritär, das Weltbild von vorgestern.Wenn ich meinen Sohn abholte war die lehrerin in der Klasse regelmässig am Schreien oder Kinder standen zur Strafe vor der Tür. Empfehle das Buch: "Wege zur Versteinerung". Alternativen zur Staatsschule: evangelische Schule(gute Erfahrungen)oder freie Schulen.

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@mucke60

Super, bestens formuliert! Immer wieder, wenn ich im Internet was über Waldorfschulen lese, denke ich, als ehemaliger Waldorfschüler sollte ich Kommentare schreiben, wie ungut die Waldorfschule tatsächlich ist. Aber das ist gar nicht so leicht in wenigen Sätzen auszudrücken. Mucke60 ist es perfekt gelungen. Genau so ist es. Prima geschrieben. Ergänzen möchte ich noch drei Punkte:

1.: (steht auch weiter unten von anderen so beschrieben) oft geht es in den Klassen auch äußerst chaotisch zu, die Lehrer haben die Kinder überhaupt nicht im Griff, weshalb dann auch sehr wenig gelernt wird. Der Anspruch der Waldorfschule, besonders guten Unterricht machen zu wollen, scheitert schon oft an den einfachen praktischen Sachen, wie dass Lehrer chaotische Schüler nicht in den Griff bekommen.

2.: Immerwieder hört man auch von Waldorfschülern selbst (so wie hier in den Antworten oder Kommentaren), dass es gute Erfahrungen in Waldorfschulen gibt. Deshalb muss man fairer Weise sagen, es gibt wohl einzelne Waldorfschulen, bei denen die oft genannten Kritikpunkte offenbar nur reduziert vorkommen. Außerdem scheinen diese glücklichen Kinder solche (seltenen) Eltern zu haben, die ein gutes Mittelmaß beim Umgang mit der Waldorfphilosophie gefunden haben, also die zum Wohle des Kindes alle dogmatischen Elemente der Waldorferziehung ignorieren und nur ein paar gute Elemente aufgreifen und rundum natürlich sind. Und ab und zu gibt es ja auch ein paar entspannte Waldorflehrer. (Auf der anderen Seite gibt es noch viele Eltern, denen ALLES total egal ist, die nur das extravagante der Schule toll finden und deren Kinder dann oft die chaotischen sind.)

3.: Allgemein zum Thema Waldorfschule, Waldorfpädagogik, dogmatische Lehrer und fanatische Eltern und wie der Anspruch und die Realität weit auseinander klafft: dazu hat mal jemand Schlaues geschrieben: Oft schicken gerade die Eltern ihre Kinder auf die Waldorfschule, die sich nicht eingestehen wollen, dass sie ihr persönliches Leben nicht so recht in den Griff bekommen haben oder die sonst wie enttäuschte Menschen sind, und die erhoffen sich nun, dort die heile Welt zu bekommen, die sie selbst in ihrem Leben nicht aufbauen konnten. Drum klafft dann der Anspruch der Waldorfschulen und die alltägliche Realität an den Schulen oft so weit auseinander, weil eben Kinder von Eltern dort hin kommen, bei denen eben gerade nichts heil ist und wo es zu Hause eben gerade nicht gut läuft. (Und ich füge hinzu:) Und so sind auch die meisten Lehrer dort, Menschen, die leider wo anders schon gescheitert waren, und das alles, mit der eigenartigen Waldorfphilosophie dann noch, ist oft keine gute Mischung am Ende.

- ich wünschte, meine Eltern hätten mich in der 3. Klasse wieder auf eine andere Schule geschickt, ich musste bleiben bis zur 13. Klasse, mit vielen negativen Folgen.

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Kinder deren Eltern ´sich sehr engagieren und hohes Schulgeld zahlen oder spenden, werden natürlich bevorzugt behandelt....aber das Hortessen ist gut und auch die ökologische bauweise

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ja, und wenn man ganz viel Glück hat kommt die Lehrerin auch zu einem nach hause und guckt in jedes Zimmer , ob da nicht vielleicht ein fernsehgerät versteckt ist. (Selbst erlebt) das ist schon irgendwie krank, oder?

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Ausländer gibt es ganz wenige... Schau an,Rassist.Auf der Waldorfschule.Und selektiererisch dazu.Kohle gleich gute Bildung(aber nicht in Waldorf!!).Schäm Dich!

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Waldorfschulen fördern das spielerische Lernen und sind nicht so planmäßig leistungsbezogen. Die wirklichen Fähigkeiten der Kinder werden rausgearbeitet und gefördert, deshalb gibts auch lange keine Zensuren. Nachteil: Manche haben dann Schwierigkeiten die Prüfungen in Klasse 10 zu schaffen, welche immer noch staatlich sein müssen. Liegt einfach daran, dass der erforderliche Stoff manchmal gar nicht vermittelt wurde, plötzlich aber gefragt ist. Habt ihr in eurer Umgebung eine Jenaplan-Schule? Wenn ja - mal nachfragen. Auch die internationalen Schulen sind für viele Kinder sehr gut. Hat's ein bisserl weitergeholfen?

Vorteile: kein Sitzenbleiben, Klassenlehrer betreut die Klasse 8 Jahre lang, individuelle Textzeugnisse, daraus kann man mehr lesen als aus Noten, Elternmitarbeit, Fremdsprache ab der 1. Klasse, künstlerische und handwerkliche Fächer, eine umfassendere Ausbildung als auf der Staatsschule.

Nachteil: Ein Abschluß wird meist erst nach der 12. Klasse ereicht, Abitur nach der 13. Klasse, große Klassen, Schulgeld, wenn das Kind nicht mit dem Klassenlehrer zurecht kommt, gibt es oft kein Wechsel in eine andere Klasse, weil viele Waldorfschulen einzügig sind.

Es ist vom Vorteil wenn ein Kind vorher im Waldorfkindergarten war, aber kein unbedingter Muss. Kenne einige die auf ganz normalen Kindergärten waren und von dort zur Waldorfschule gekommen sind.

der erste kommentar auf die frag war einfach mal mit abstand der dümmste. genau das ist das bild was alle von der waldorfschule haben und was sie längst nichtmehr ist. ich selbst war bis vor kurzem auf einer sehr sehr modernen waldorfscule im herzen schwabings. da ich meine schulzeit bis zur 5. klasse auf einer regelschule verbrachte habe ich den direkten vergleich und kann nur sagen das es mir auf der wladorfschule um ein dreifaches besser ging. ich konnte als einserschülerin schwächeren dinge erklären und lernte dadurch enrom wurde aber gleichzeitig nebenbei speziell gefördert. anstatt mich mit später im abi unrelevanten bio chemie oder physik details zu quälen hatte ich viel musik und künstelerische fächer. zu fast allen lehren hatte ich ein starkes vertrauensverhältnis. es ist klar das manche dieses verhältnis(vorallem während der pupertät missbraucht haben aber später hat sich das wieder gegeben. es ist klar warum es über die wladorfschule so viel schlechtes gibt, es ist und bleibt nunmal so, dass es sich die meisten eltern nicht leisten können. je mehr ein haushalt verdient desto mehr muss gezahlt werden. die athmosphäre des lernens und der feste ist atemberaubend- wer nicht der gleichen meinung ist soll bitte einfach ein adventsfést oder eine monatsfeier besuchen!!!

In Walldorfschulen liegen absolut keine Vorteile. Das ist einfach nur ein komisches Lehrkonzept. Und ich weiß jetzt auch nicht, was du so schlimm an normalen öffentlichen Schulen findest. Die Masse der Bevölkerung geht dahin. Ich war auch auf einer. Na und?

dertroll ist auch jemand, der keine Ahnung hat, und nicht mehr als klischeehaftes Denken...

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@Radiocafe

Also ich habe Kinder erlebt, die in Walldorfschulen gehen, die sind nicht wirklich auf die Welt hier draußen vorbereitet. Die scheinen ihre eigene Traumwelt zu haben. Und komischer Weise haben die Mütter immer komische politische Ansichten. Zumindest ist das meine Erfahrung. Und von den Schülern wird nicht einmal Leistung abverlangt. Die können ja nicht einmal sitzenbleiben usw.

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