Welche Vorteile hätte eine europaweite, einheitliche Amtssprache?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Schon die anhaltende Diskussion über mangelnde Sprachkenntnisse der Zuwanderer, die eine Integration verhindern oder wenigstens massiv ausbremsen. Da sparen wir nicht am Kritik und schlauen Vorschlägen.

Europa ist nun mal unsere gemeinsame Heimat. Blickt man auf den Globus ist die EU nur ein Klecks und in diesem Klecks streiten sich die Geister wie kleine Kinder, damit keiner dem anderen sein Spielzeug wegnimmt.

So einerseits predigen wir Sprache als Verständigungsbasis, aber mit Europa wollen wir nicht reden, jedenfalls nicht einsprachig, dass alle es verstehen. He, das funktioniert ja selbst in Russland mit sehr vielen Ethnien oder in USA, wo verdammt viele zu Hause andere Sprachen sprechen.

Dazu kommt das Spiel mit den diversen Verkehrssprachen in Brüssel. Das ist fast schon Kindergarten, wenn man das Theater mit den dollen Metschern da sieht. Na wenigstens gut bezahlte Arbeitsplätze, das tröstet mich etwas. Aber dann wird noch jedes Papierchen in zig Sprachen gedruckt, abgelegt, archiviert usw. Die Papierlobbyisten jubeln.

Dazu kommt, trotz "vereidigter" Übersetzer, dass sich Übersetzungsfehler und/oder Missverständnisse einschleichen können. Auch kein Gewinn.

Der "Schwarze Peter", dass die Nationalsprachen und Dialekte aussterben ist mehr als albern. Das Kulturgut bleibt weiter bestehen. Unser Deutsch ist durch Denglisch weitaus mehr gefährdet!  Trotzdem gibt es noch Menschen, die sich in Hochdeutsch unterhalten können.

Und in diesem kleinen Kleks, gibt es weitere kleinere Klekse die sich noch kindischer benehmen. Einer der bekanntesten z.B. Wallonie und Flandern (wo wir doch gerade bei Sprache sind).

Ich frage mich warum das Gegeneinander oft populärer ist, als das gemeinsame Miteinander, was uns bereichert, frieden schafft und stärkt. 

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@BTSSV87

Diese Frage konnte mir bisher auch keiner beantworten und eigentlich weiß ich selbst die Antwort auch nicht

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Tja.

Für mich wäre für die EU eine gemeinsame Amtssprache sogar Voraussetzung zu einem Beitritt gewesen. Neben vielen anderen Dingen.

28 Länder, 28 Sprachen. Jedes Land hat für jede Sprache mindestens zwei Simultandolmetscher. Macht je Land 55. Das mal 28.

Dazu kommt noch, daß alle Parlamentsgespräche, Verhandlungen, ... protokolliert werden. Die in 28 Sprachen übersetzt, aufgezeichnet und ausgedruckt werden. Sind also nochmals Übersetzer zusätzlich notwendig.

Einer genügt nicht. Muß ja gegengeprüft werden. Macht wieder je Land ...

Diplomaten haben weltweit eine gemeinsame Sprache, Französisch. Jeder Diplomat beherrscht diese Sprache perfekt. Durch jahrelange Schulung.

Naja. ...

 

Hat jede Sprache die gleiche Anzahl an Dolmetschern. Bzw. teilen die Länder, welche die selbe Amtssprache haben, sich diese nicht?

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@BTSSV87

Naja mit 24 Amtssprachen, bei 28 Mitgliedsstaaten macht es ja auch keinen "großen" Unterschied. 

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@BTSSV87

Naja. Deutsches Deutsch ist auch österreichisches (oder Schwitzer) Deutsch.

Aber ich kenne Wenige, die das klassische Hochdeutsch sprechen. Ist auch nicht sooo wichtig. Aber: zB macht ein Bayer eine Aussage, die von jedem Bayern sinngemäß verstanden wird, aber von Berlinern anders interpretiert wird.

Ergo. Selbst wir deutsch Sprechenden mißverstehen uns oft. Vor allem dann, wenn noch Ironie oder ungewollt nur ein regionaler gebräuchlicher  Ausdruck einfließt.

Beispiel von mir aus dem Wiener Dialekt.

A Nega (ein Neger), Schwarzafrikaner. Kein Schimpfwort ! Der is nega = der ist blank, pleite, hat kein Geld.

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@BTSSV87

Ich weiß es nicht genau, aber ich hörre mal, dass jedes Land seine eigenen "vereidigten" hat. Damals ging es um Deutschland und Schweiz, die auch noch mit weiteren Sprachen präsent waren.

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@SangSom

Dialekt ist keine Sprache und selbst Bayern oder Wiener können eine deutsche Zeitung nahezu mühelos lesen (mindestens BILD). Schlimmer sind die Kinder in der Schweiz dran, die deutsche Schulbücher haben, aber gesprochenes Schweizerdeutsch hat mit dem Geschriebenen nahezu nichts mehr zu tun. Dazu kommen dann auch noch 3 andere Landessprachen und diverse Dialekte.

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@schmerberg

Und dass sie die Rechtschreibreform nicht mitgemacht haben, oder  wir sie geschaffen haben, schafft noch einmal mehr Wirrwarr.

Solch von der Schriftsprache entfernte Dialekte gibt es aber auch in Deutschland, Plattdeutsch, Moselfränkisch, Bayerisch... Trotzdem schaffen wir es uns ja ohne Dolmetscher zu verständigen. In den Deutschen Sprachregionen, in LUX, DE, AT, z.T. BE, FR, CH können wir uns aber problemlos mit einem Hochdeutsch verständigen.

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@SangSom

"zB macht ein Bayer eine Aussage, die von jedem Bayern sinngemäß verstanden wird, aber von Berlinern anders interpretiert wird."

So gibt es das in meiner Heimatregion, dass man schon von Ort zu Ort manchmal andere Wörter, wenig andere Aussprache hat, sich aber dennoch problemlos auf Hochdeutsch verständigen kann, wenn mal etwas unklar ist. Aber seit meiner Kindheit sind die Dialekte dort auch immer mehr verschwunden. Und das wäre etwas, was ich mir mit einer gemeinsamen Europasprache nicht wünschen würde.

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@schmerberg

Dialekt ist eine eigene Sprache. Selbstverständlich können wir alle Zeitungen lesen. Allerdings: bei der BILD bin ich mir nicht so sicher.

Und, lieber schmerberg, Du scheinst nicht zu verstehen, daß in Schulen das Hochdeutsch gelesen und gelehrt wird, aber keineswegs die Aussprache.

Ich hab ca. 3 Jahre gebraucht, bis ich "astrein/dialektfrei" Burgtheaterdeutsch sprechen konnte.

Wer heute "Hochdeutsch" spricht - Ärzte, Politiker, Handelsvertreter, Journalisten... - der kann gutes, durch täglichen Sprachgebrauch gutes, für jeden verständliches Deutsch.

Nicht einmal Moderatoren im TV beherrschen die deutsche Sprache vollkommen. Dazu braucht man entweder die richtigen Eltern oder eine Sprechausbildung.

Probier es mal. Immer wieder. Vielleicht kommst Du drauf was das soll.

aenbae, aenbae, oder arla, erle, ...

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@SangSom

Also ich hatte Lehrer, die schon Wert darauf legten, dass wir eine korrekte Aussprache haben und wenn wir, was ja in Berlin üblich ist, Worte "vereinfacht" haben (typisch Ich = ike) wurden wir korrigiert bzw. gemahnt. Klar, im Alltagsgebrauch untereinander dominiert die lokale Sprechweise bzw. der Dialekt.

Wichtig bleibt doch, dass man eine gemeinsame Basis hat. Wenn ein Bayer in Berlin "Oa Maß" bestellt, kann er genau so verdursten wie der Berliner, der in München "eene Molle" haben will. Aber "ein Bier" gibt es da wie dort. Prost und gut, dass wir uns verstehen.

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@BTSSV87

Ob Dialekte verschwinden, weil sie von Hochdeutsch verdrängt werden? Eher, weil sie sich verdrängen lassen. Es gibt aber Regionen, wo der Dialekt gepflegt und gefördert wird.

Ich denke gerade an die Mäulesmühle oder Ohnsorg-Theter. Geht ein "Fremder" rein, versteht er kein Wort. Die TV-Version wird dann schon etwas in Richtung Hochdeutsch übersetzt, dass man es bundesweit ausstrahlen kann.

https://www.maeulesmuehle.de/ & http://www.ohnsorg.de/

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Ich selbst denke, dass es wichtig sei, die regionalen Sprachen besonders zu schützen. Ein Aussterben dieser, wäre meinem Meinung nach ein Nachteil, welcher die Vorteile überschatten könnte. Die regionalen Sprachen, insbesondere Französisch, Spanisch, Portugiesisch und (Englisch) bieten den jeweiligen Mitgliedsstaaten auch die Vorteile Kulturhochburgen des jeweiligen Sprachraums in der Welt zu sein. Zudem ginge mit einem unterdrücken der "regionalen" Sprachen auch ein bedeutsames Identitätsmerkmal, sowie eine besondere Vielfalt in der EU verloren. Als einen Vorteil sehe ich neben dem Abschaffen von Sprach/Kommuniaktionsbarrieren, die Verstärkung einer europäischen Identität, welche sich nach einer gelungen Integration dieser Sprache, wiederum positiv auf die gemeinsame europäische Zukunft auswirken könnte und ein größeres Gefühl von einer zusammenhaltenden Gemeinschaft vermitteln könnte.

Sprache ist ein Kultorgut und regionale Sprachen sind die leckeren Sahnekleckschen darauf. Das soll auch keine Organisation zerstören. Ja, die Identität "wir sind Europa" oder wenigstens EU, sollten wir in einer Sprache verkündigen und eine gemeinsame Hymne singen.

Früher ging es ja auch: gemeinsame Sprache der Wissenschaft war Latein, aber zu Hause hat sich jeder Wissenschaftler oder Theologe brav in der Muttersprache unterhalten.

Luther hat durch die Bibelübersetzung wenigstens eine gemeinsamde deutsche Sprache verbreitet, aber deswegen ist kein Dialekt verschwunden.

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