Welche Voraussetzungen sind für den Beruf Hundeführer gestellt?

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Hi KaliFornia,

... schön, dass Du mit kurzen Worten (D)ein späteres Berufsbild für Dich beschrieben bekommen möchtest. Doch mit wenigen Worten ist die Funktion und der Verdienst eines Diensthundführers (nicht Diensthundeführer) nicht zu erklären. Ich gebe Dir daher mal ein paar ausführliche Informationen.

Mit der entsprechenden Schulbildung kannst Du Dich bei der Polizei eines Landes oder bei der Bundespolizei bewerben. Bestehst Du das Eignungsauswahlverfahren beginnt Dein/-e Studium/Ausbildung zum Polizeianwärter, das Du erfolgreich abschließen mußt. Anschließend erfolgt zunächst für einige Jahre die Verwendung in der Bereitschaftspolizei, danach kannst Du Dich zu einer Polizeidienststelle bewerben. Wenn Du dann immer noch Diensthundführer werden willst, kannst Du Dich zur Ausbildung hierfür bewerben.

In Hessen gilt z. Bsp. folgendes: "(Zitatanfang) Nicht nur die Diensthunde der Hessischen Polizei müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, auch an die Diensthundführer werden hohe Anforderungen gestellt. Unter anderem muss der Diensthundführer folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Polizeibeamter der Hessischen Polizei
  • Nachweis der sportliche Fitness in Form eines Cooper-Laufes
  • Einzeldiensterfahrung
  • Mehrwöchiges Praktikum bei einem erfahrenen Diensthundführer
  • Teilnahme an einem Eignungs-Auswahl-Gespräch

In der Ausbildung bekommst Du Deinen späteren Diensthund und wirst auch mit diesem ausgebildet. Je nach Eignung des Diensthund selbst kann dieser als

  • Schutzhund
  • Fährtenhund
  • Rauschgiftspürhund
  • Sprengstoffspürhund
  • Leichenspürhund

ausgebildet werden. (Zitatende)"

Ein Diensthundführer kann (und wird) in der Regel seinen Diensthund mit nach Hause nehmen. Ist das aus bestimmten Gründen nicht möglich, so wird sein Diensthund entweder in einem Hundezwinger auf seiner oder der nächst größeren Dienststelle untergebracht.

Warum erwähne ich das?

Nun, der Diensthund ist kein lebloses Einsatzmittel (wie ein Streifenwagen) der Polizei. Wenn Du einen guten Diensthund haben und führen möchtest, mußt Du Dich mit ihm 24h beschäftigen. Diese Beschäftigung stellt manchmal diverse eigene Freizeitvergnügungen oder auch Partnerschaften in den Hintergrund. Mit der Zeit wirst Du das, wie viele Diensthundführer auch, für Dich managen können, aber ich habe auch schon erlebt, dass der Diensthundführer seinen Diensthund aus "persönlichen Gründen" wieder abgegeben hat. Das tut weh, sehr weh, nicht nur für den Diensthundführer selbst, sondern auch für die Dienstgruppe, die den Diensthund lieben und schätzen gelernt hat. Es gibt nämlich bei der Polizei eine wahre Tatsache: "Polizeidiensthund oder -pferd sind effektiver als manchmal eine Hundertschaft".

Doch in der Regel behälst Du den Diensthund, bis dieser Hund in "Rente" gehen darf. Danach kannst Du Dich entscheiden, ob Du wieder mit einem "neuen" Diensthund arbeiten möchtest, oder nicht.

Was den Verdienst angeht, der ja auch wichtig ist, alle Polizeibeamten werden nach den jeweils gültigen Besoldungstabellen des Landes vergütet. Das kann von der Besoldungsgruppe A7 bis A10/11 gehen. Dazu kommen die polizeispezifischen Zulagen und "Futtergeld". Google einfach nach "Besoldungstabelle Beamte"

Weitere Infos ... über http://www.polizei.de, eigenes Bundesland anklicken, und dort auf der Seite nach Berufsinformationen, Polizeiberuf o.ä. suchen. In der Regel sind auch Kontaktmöglichkeiten von Einstellungsberater mit aufgeführt. Einfach mal bei denen melden.

IdS

MrDirekt

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Super Beitrag !

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