Welche Vögel sind in Europa vom aussterben bedroht

5 Antworten

Hier in Unterfranken (Nordbayern) sind insbesondere einige Singvögel unmittelbar vom Aussterben bedroht: Ortolan (eine Ammernart, die in Frankreich als Leckerbissen bejagt wird), Grauammer, Haubenlerche (die z.B. in Sachsen-Anhalt wohl noch vorkommt).

Ansonsten empfehle ich, unter dem Suchbegriff "Rote Liste""Vögel" zu googeln.

Ganz schlecht - weltweit - sieht es wohl auch bei der Turteltaube aus, die auch auf dem Zug in südlichen Ländern bejagt wird.

In Deutschland ist der große Brachvogel vom Aussterben bedroht. Hier bei uns habe ich auch noch nie einen gesehen.

Allerdings war ich letzten Sommer auf Island, dort sieht man sie noch häufig. Sie sind nicht besonders scheu, man kann sie dort gut beobachten. Die Isländer nennen ihn "spói" (bzw. "fjöruspói" Strand-Brachvogel) - besonders im Süden der Insel recht oft anzutreffen. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Brachvogel

Island ist ideal für die Vogelbeobachtung. Im Westen der Insel trifft man häufig Bekassinen an. Daneben viele andere hübsche Schnepfenvögel, und andere Vögel (Papageientaucher, Eissturmvögel, Raubmöwen usw.).

Ein einziges Mal sah ich eine Uferschnepfe ("jaðrakan") in West-Island.

https://de.wikipedia.org/wiki/Uferschnepfe

http://www.iceland.de/index.php?id=720

Hier eine nette Aufstellung einiger (nicht aller) Vögel von Island. Das Schöne ist: man kann sie tatsächlich dort sehen, die Insel ist voll mit den verschiedensten Vögeln, auch die schwarzen Gryllteisten (nahe der Wasserlinie) und Krähenscharben sieht man.

In den ca. 3 Wochen, in denen ich dort war, habe ich fast jeden Tag eine neue Art gesehen. Oder gehört (der Regenpfeifer heißt nicht umsonst so, die Bekassinen hört man im Flug).

Auf Island gilt das Odinshühnchen als selten (das hatte ich tatsächlich nicht gesehen).

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Brachvögel und Uferschnepfen gibt es in Bayern wohl noch an einigen Stellen, u.a. im Wismet neben dem Altmühlsee in Mittelfranken. Die Bestände sind aber wohl auch vom Erlöschen bedroht. Nachwuchsmangel.

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Der Waldrapp war bereits ausgestorben. Jetzt zeigen einige Tierfreunde den letzten Überlebenden aus den Zoos den Weg über die Alpen nach Italien. Das müssen die vermutlich noch viele Jahre immer wieder machen, bis der Bestand sich stabilisiert hat und sie sich aus eigener Kraft vermehren können.

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