Welche virtuellen Spiele findet ihr besser als die entsprechenden anlalogen Spiele?

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6 Antworten

Ich hab jetzt keine Lust bei beiden deiner Fragen zu schreiben deswegen nur hier ;)

Brettspiele sind besser im persönlichen während virtuelle Spiele in Simulation und Aufwand mehr leisten können.

Poker, Riichi Mahjong, Android Netrunner, solche Spiele beispielsweise MUSS man meiner Meinung nach analog spielen da es eine große Bluff Komponente gibt. Das lesen der anderen Spieler ist nicht nur wie sie das spiel behandeln sondern auch wie sie sich sonst geben. Ein "Pokerface" beinhaltet nicht nur wie du deine Gesichtsmuskulatur bewegst sondern auch wie du deine Karten zurücklegst, wie du deinen Einsatz reinwirfst, wie hastig du dein ICE for deinem HQ installierst. All das kann man schlecht bis gar nicht virtuell simulieren.

Magic the Gathering und anders komplexe spiele sind auch meistens besser analog. Hier fällt größtenteils die "Pokerface" komponente weg aber die regeltechnische kommt zurück. Es gibt von Magic jetzt .... 2 lizenzierte Spiele wenn ich mich recht erinnere und beide sind von ihrer Kartenauswahl limitiert weil man einfach nicht jeden Effekt einprogrammieren kann. Analog hat den Vorteil das man Regeln diskutieren, ändern und abwägen kann, ohne großen Aufwand. DAFÜR hat analog den nachteil das man sich in das maßlos teure Verkaufskonzept von Magic einklinken muss. Deswegen ist die virtuelle Alternative Magic Workstation das beste beider Seiten. Es werden einem keine Regeln vorweg genommen. So kann man zwar "schummeln" aber auch Regeln diskutieren, rückgängig machen uns usw. Weiterhin hat man virtuell jede Karte zur Verfügung die man möchte und muss keine horrenden Summen ausgeben um sich einen Cardpool anzulegen um überhaupt spielen zu können.

Das Game of Thrones Brettspiel währe auch virtuell etwas komplett anderes. Ein Spiel um Verrat und Intriege, virtuell würde ihm die persönliche komponente fehlen. Man überlegt sich zwei mal jemanden in den Rücken zu fallen wenn dieser einem ins gesicht schauen kann während man den dolch zieht.

Hingegen spiele wie Supreme Commander sind virtuell weitaus sinnvoller. Es gibt unzählige einheiten. Jede bewegung muss berechnet werden. Terraintypen, bewaffnung all das. Auf einem Brettspiel würde die Zeit die für "automatische" berechnungen draufgehen würde der eigentlichen Spielzeit weit über.

Genauso Street Fighter 2 - 4. Es ist ein Reaktionsspiel mit mehreren Aktionsmöglichkeiten. Nehmen wir als analoges Vergleichsspiel mal Stein Schere Papier. Bei Stein Schere Papier (SSP) hat man drei Wahlmöglichkeiten und ein sofortiges payoff nach der wahl. Entweder hat man gewonnen, verloren, oder unentschieden. Bei Street Fighter gibt es jedoch jede mögliche Abstufung des ganzen. Schlag, Tritt, Uppercut, Feuerball, Bewegung, Springen, Verteidigen, Positionierung, Reaktionsgeschwindigkeit, Angewandtes Wissen über den Kontrahenten, Position des Gegners, Verhalten des Gegners. All das wäre zu viel um es Regeltechnisch gut darzustellen in einem Analogen Brett/Kartenspiel. Das Kartenspiel Yomi hat dies versucht und ist auch nicht viel weiter als über das SSP Prinzip gekommen.

Ich glaub ich könnte selber mal ne BA darüber schreiben... ach wenn ich doch immer noch studieren würde ;D

Wie lautet denn deine Fragestellung? Und viel Erfolg mit der BA!

JuliaWay 09.02.2015, 09:09

Vielen Dank für deine Ausführliche Antwort! Bei meiner BA geht es darum, neue Spielkonzepte zu entwickeln und umzusetzten, die die Vorteile beider Kategorien, also analog und virtuell vereinen. Mit meinen Fragen wollte ich herausfinden, was Spieler und virtuellen und anlogen Spielen schätzen. Du hast das in deiner Antwort ja sehr schön auf den Punkt gebracht: Bei analogen Spielen ist der soziale Aspekt entscheident (Pokerface, Gegenübersitzen, Körpersprache,...) und bei virtuellen Spielen die Rechenleistung, die große Anzahl an (Aktions-, Zug-, Entscheidungs-,...)Möglichkeiten.

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Ich denke Brettspiele machen mehr spaß ganz einfach weil sie geselliger sind. Ich habe die Frage nun so verstanden: "Was macht mehr spaß? Das computerspiel monopoly oder das Brettspiel monopoly?" Beides macht spaß aber ich finde das brettspiel einfach besser weil einem da auch seine mitspieler gegenüber sitzen. So verhält es sich bei allen Brett und Kartenspielklassikern zB. uno oder schach oder mensch ärgere dich nicht, ja sogar poker ist real life viel spannender

schtomp 02.02.2015, 11:40

Full ACK.

Die echten Gesellschaftsspiele tragen ihren Wert ja bereits im Namen, wie Du auch als völlig zutreffend herausgestellt hast.

Alle virtuellen Umsetzungen von Gesellschaftsspielen, die auch solo gespielt werden können, sind letzten Endes nur verkrüppelte zweidimensionale Notbehlfslösungen, wenn keine Mitspieler zur Verfügung stehen.

Die 1-Personen-Baller-"Spiele", die bei den Unmündigen sehr beliebt sind, kann ich nicht als "Spiele" auffassen.

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Jegliche Art an TGC z.B. Yu-Gi-Oh , Magic the gathering (wenn man das so schreibt) , heartstone ect. Da man quasi nicht "schummeln " kann oder Karten Effekte nicht falsch einsetzten kann.

Hoffe war hilfreich.

Skat - notgedrungen virtuell, da dies ein Spiel für 3 Spieler ist, die in der Regel nicht zur Verfügung stehen (außer in der Mittagspause).

Das virtuelle "XSkat" ist eine sehr gut gelungene Umsetzung des Kartenspiels und als "Ego"-Spiel gut geeignet.

Kampfspiele., Kriegstrategie

JuliaWay 02.02.2015, 11:36

Kannst du erklären warum? Oder hättest du ein konkretes Beispiel?

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Raetselknacker 02.02.2015, 11:45
@JuliaWay

Ja, beim "am Computer kämpfen" kommen keine Menschen zu schaden - im Gegensatzt zu analogen Kämpfen.

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also ich kenne ein spiel dass meien kleien schwester total süchtig macht, und mich halts auch aber ich bin davon weggekommen. heißt FERALHEART -cora

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