Welche Vertragsart ist besser: VOB oder BGB?

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4 Antworten

Jeder Bauhandwerker führt seine Arbeiten gemäss VOB aus. In der VOB ist geregelt, welche Arbeiten zu den einzelnen Gewerken gehören, was Nebenleistungen sind usw. Die Gewährleistung nach VOB beträgt 2 Jahre für alle sichtbaren Mängel. Für verdeckte Mängel gilt eine Gewährleistung von 5 Jahren. Bei einer Gewährleistung nach BGB beträgt die Frist 5 Jahre, auch für sichtbare Mängel. Die Gewährleistung beginnt mit dem Datum der Abnahme. Bei der Abnahme sollte ein schriftliches Protokoll erstellt werden.

Nach VOB: jetzt 4 jahre, früher 2 Jahre

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Wir hatten einen Vertrag nach VOB. Im Zweifelsfalle hat der Unternehmer die Pflicht zu belegen, dass etwas richtig gemacht wurde und nicht der Kunde, dass etwas nicht richtig gemacht wurde. Gewährleistungszeit ist wohl bei VOB 4 Jahre und bei BGB 5 Jahre. Allerdings kann man - glaube ich - auch bei VOB extra vereinbaren, dass die Gewährleistung 5 Jahre ist. Das muss aber dann explizit im Vertrag stehen.

Das mit der Beweislast hat nichts mit der VOB direkt zu tun, sondern mit der Abnahme der Leistung. Nachdem eine Leistung förmlich abgenommen wurde, kehrt sich die Beweislast um, d.h. ab dann hat der Leistungsempfänger (z.B. Bauherr) zu belegen/beweisen, dass ein Mangel vorliegt.

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Soll die VOB gelten, muß das vor Vertragsabschluß festgelegt werden. Nur bei Verträgen mit einem öffentlichen Auftraggeber gilt automatisch die VOB. In allen andern Fällen wird es ein Werkvertrag nach BGB. In der VOB ist alles sehr genau und gründlich geregelt, deswegen bevorzuge ich Verträge nach VOB.

Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe ist es so geregelt, dass alle "festen" Dinge nach VOB, alle "mobilen" nach BGB geregelt werden!?

Würde bedeuten:

Hausbau - VOB

Treppe einbauen - VOB

"normaler" Kleiderschrank - BGB aber

fest eingebauter Schrank in eine Nische - VOB

Das gleiche gilt bei Teppich, je nachdem, ob er nur verlegt oder aber fest verklebt wurde....

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