Welche versteckten Gründe könnte Franz-Josef Strauß gehabt haben, die DDR-Regierung vor dem Staatsbankrot zu retten ( auf den Milliardenkredit bezogen )?

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5 Antworten

Strauß hatte nach seiner gescheiterten Kanzlerkandidatur immer noch politische Ambitionen auf Bundesebene, konnte Kohl nicht ausstehen und hat aus der Bayerischen Staatskanzlei sogar eigene Außenpolitik gemacht. Mit dem Millliardenkredit tätigte er nicht nur ein gutes Geschäft, sondern erhöhte auch sein außenpolitisches Gewicht und tat was für sein Ego. Dass damit auch die Abhängigkeit der DDR von bundesdeutschem Wohlwollen erhöht wurde, kommt noch hinzu.

Diese Gründe waren weniger versteckt, als vielmehr offensichtlich. Strauß hielt sich immer für intelligenter und geeigneter, als seine politischen Widersacher, vor allem aber als intelligenter und geeigneter als Kohl.

PS: Die DDR war damals zwar in einer schwierigen Lage, doch vor dem Staatsbankrott stand sie nicht.

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Es wird um diesen Kredit soviel Unsinn erzählt, dass es immer wieder weh tut, das lesen zu müssen!

Die DDR hat den Strauß-Milliardenkredit, der sie “gerettet” haben soll, nicht mal angerührt. Sie hat ihn auf westlichen Banken deponiert und damit auf 10 Mrd. DM gespart. Weit wichtiger war für die DDR, sich international ein sicheres Renommee (z. B. gegenüber anderen Kreditgebern) zu schaffen, als mit diesen läppischen Millionen eine scheinbar zeitweilige Verbesserung der Versorgungslage zu demonstrieren. 

Lies mal u. a. hier: 

https://antilobby.wordpress.com/ostdeutschland/legende-von-der-ddr-pleite/der-milliardenkredit-des-strauss/

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Die Gründe waren zum einen,wie PeVau gut erläutert eine politische Intrige um sich selbst mehr politischen Einfluss zu sichern, in der BRD wie in der DDR, 

und hatte zum anderen den Zweck die DDR aufrecht zu erhalten, denn für die Westdeutsche Wirtschaft war die Ostdeutsche Wirtschaft ein Segen. Denn dort konnte man günstig herstellen lassen, was man im Westen teurer verkauft hat. Es war ein Billig-Lohn-Land mit günstigen Exporten die bei uns eine Hoch-Lohn Situation mit günstigen Importen zugelassen hat.

Unter anderen haben Unternehmen wie IKEA, Neckermann, Quelle und Karstadt die DDR in Absprache mit der SED als Arbeitsmarkt genutzt, dabei hat diese auch gezielt Zwangsarbeiter arbeiten lassen, denn das war einfacher und wurde im Land als Erziehung durch Arbeit verkauft.

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Dieser Milliardenkredit war mit Bedingungen für die DDR verknüpft. Es sollte Reiseerleichterungen für DDR-Bürger geben. Und auch die Selbstschussautomaten an der Grenze zwischen DDR und BRD und an der Berliner Mauer sollten abgebaut werden.

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Na weil er so die DDR in die Abhängigkeit zur BRD gezogen hat.

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