welche versicherungen sind ein muss bei selbsständigkeit

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2 Antworten

Wenn Du einen Existenzgründerzuschuss erhältst, bist Du darüber nicht automatisch versichert wie beim Alg-Bezug! Denn Du hast als Selbständiger die Möglichkeit, Dich auch privat zu versichern- die Beiträge werden in der privaten KK nach Krankheitsrisiko berechnet unabhängig vom Einkommen- ich persönlich bin kein Freund davon, da der Weg zur PKV eine Einbahnstraße ist und Du als Selbständiger nicht wieder zurück zur gesetzlichen KK kommst, ganz egal, wie sehr Dich die teuren Beiträge im Alter bei der PKV auffressen. Und teuer wirds im Alter, da das Krankheitsrisiko da bekanntlich höher ist.

Da wir aber ab 01.04.07 Versicherungspflicht haben, musst Du Dich generell krankenversichern.

Die Beiträge bei der gesetzlichen KK werden prozentual von Deinem Gesamteinkommen berechnet. Zum Gesamteinkommen gehört alles, was Du an regelmäßigen Geldmitteln erhältst, also nicht nur die Bruttoeinnahmen aus der selbständigen Tätigkeit sondern auch der Existenzgründerzuschuss, eventuelle Mieteinnahmen, Zinseinkünfte, gesetzliche und private Renten und so weiter. Dabei wird aber mindestens von einem fiktiv vorgeschriebenem Mindesteinkommen ausgegangen, und zwar von 1312,50€/Monat, auch wenn Du weniger hast. Hast Du mehr, wird dann davon ausgegangen. Wenn Du Dich ohne Krankengeldanspruch versicherst, zahlst Du 14,9% zur KV und 1,95% zur PV (bzw.2,2% wenn Du kinderlos und über 23 bist). Ausgehend vom (fiktivem) Mindesteinkommen von 1312,50€ macht das dann einen monatlichen Mindestbeitrag von 221,15€ (bzw. 224,44€ wenn kinderlos über 23), ist Dein Gesamteinkommen höher, dann fällt der Beitrag entsprechend höher aus.

Über Deine anderen Fragen (Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Haftpflichtversicherung) weiß ich leider nicht fundiertt genug Bescheid. Da wäre wohl ein Existenzgründerkurs wirklich besser.

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Kommentar von wiedumirichdir
26.03.2012, 15:37

mensch dass ist doch mal eine antwort. vielen vielen dank.

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Bitte entschuldige. Aber bei so viel Unwissenheit solltest du dir das mit der Selbsständigkeit nochmal überlegen, oder eine sehr intensive Beratung für Existensgründer über dich ergehen lassen. Zuerst einmal musst du wissen, welches Dienstleistungsunternehmen du gründen willst. Du wirst kaum jetzt schon sagen können welche Umsätze du generierst. Umsatz ist auch nicht gleich zu versteuerndes Einkommen. Vom Umsatz gehen die geschäftsbezogenen Direktkosten ab. Bei den Sozialversicherungen (Rente, Krankenversicherung) würde es zunächst genügen die Mindestbeiträge zu zahlen. Auch in der Arbeitslosenversicherung kann man sich freiwillig in der Gründungsphase versichern. Bitte besuche zuerst einmal ein Existensgründerseminar. Auch das "Amt" kann dir hier eine entsprechende Schulung vermitteln.

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Kommentar von wiedumirichdir
24.03.2012, 21:36

danke für deine antwort, leider vermittelt das amt keine entsprechende schulung. ich denke jeder muss immer lernen. kein architekt war von anfang an profi, auch er muss lernen. ich möchte es gerne wagen und dementsprechend benötige ich halt hilfe und tipps. ich war schon bei der ihk beim beratungsgespräch leider hat man mir da nicht genau sagen können, welche versicherungen ich benötige. für das amt muss ich jedoch eine berechnung für die nächsten DREI jahre erstellen??? Wie soll das gehen??

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