Welche Versicherung beim Hauskauf?

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6 Antworten

Der Frage, welche Versicherungen wichtig sind, kann man sich am besten mit der ergänzenden Frage "Was träfe mich am härtesten?" nähern. Was wirft einen am schnellsten aus der geplanten Bahn? Eine Finanzierung bemerkt man ja im alltäglichen Erleben praktisch nur an der Monatsrate. Solange die an die Bank fließt, ist aus deren Sicht alles i. O. Sobald die Rate nicht mehr kommt, setzen verschiedene Prozesse wie Mahnungen, Pfändungen, Zwangsversteigerung ein, die zu Überschuldung und Hausverlust führen. In der Regel führt eine Änderung des Verhältnisses "verfügbares Einkommen" <> "Ratenbelastung" zu Spannungen. Die Rate kann sich in aller Regel nur bei Zinsänderungen ändern. Eine möglichst lange Zinsbindung ist hier eine "Versicherung" gegen die Änderung der Rate. Ein Stolperstein ist oft die erst nach einigen Jahren einsetzende Tilgung bei KfW-Finanzierungen. Da ändert sich die Rate auch sprunghaft. Dieser Tilgungsbeginn ist zwar i.d.R. bekannt, wird aber doch über die drei oder fünf Jahre gern verdrängt und kommt dann doch überraschend. Das verfügbare Einkommen kann sich auf zwei Arten ändern: Durch Wegfall von Einnahmen oder durch Hinzukommen von Ausgaben. Die häufigsten Ursachen für den Wegfall von Einnahmen sind Arbeitslosigkeit, Krankheit, Berufs-/Erwerbsunfähigkeit, unerwarteter Tod. Die häufigsten Gründe für hinzukommende Ausgaben sind undiszipliniertes Konsumverhalten, unerwartete oder unterschätze Reparatur-/Renovierungskosten, geänderte familiäre Verhältnisse (Kinder, besonders kritisch und belastend, wenn sie außerhalb der eigenen Kernfamilie gezeugt werden). Bei den überraschenden Reparaturkosten gibt es dann wieder die kleineren wie den Wasserzählertausch oder die kaputte Fensterscheibe oder die katastrophalen wie ein Kurzschluß mit anschließendem hausstromleitungsweitem Kabelbrand. Oder ein kapitaler Wasserschaden über alle Etagen, weil der Warmwasserspeicher oben unterm Dach während der Urlaubszeit geborsten ist. Dann gibt es noch Sachen, die sowohl die Einnahmen schmälern als auch die Kosten erhöhen. Trennungen oder Scheidungen zum Beispiel. Nachdem man sich aller denkbaren Ursachen bewußt ist, kann man sie zum einen nach Höhe der potentiellen Kosten, zum anderen nach der Eintrittswahrscheinlichkeit sortieren und dann jeweils geeignete Gegenmaßnahmen vorplanen. Beispiel: Ehepaar mit ihr als Hauptverdienerin und ihm als Hausmann mit kleinem Nebenjob als Zeitungsausträger. Risiko: Kind bekommen. Auswirkung: Finanziell ggf. "tödlich", da ja die Hauptverdienerin oft über ein ganzes Jahr ausfällt. Eintrittswahrscheinlichkeit: Abhängig vom Kinderwunsch des Paares. Mögliche Gegenmaßnahme: Genaue Vorabplanung des finanziellen Engpasses mit Rücklagenbildung. Risiko: Arbeitslosigkeit des Mannes. Finanzielle Auswirkung: Praktisch Null. Daher keine Gegenmaßnahmenplanung notwendig. Risiko: Tödlicher Verkehrsunfall der Frau, z.B. auf dem Arbeitsweg. Finanzielle Auswirkung: Katastrophal, vor allem, wenn keine Ehe vorliegt. Mögliche Gegenmaßnahme: Abschluss einer Risikolebensversicherung in ausreichender Höhe. Risiko: Lange Krankheit der Frau. Auswirkung: Stark, da nach sechs Wochen das Krankengeld oft nur etwa 75% des normalen Nettos ausmacht. Abhilfe: Abschluss einer Krankentagegeldversicherung. usw. usf. Probleme, deren Eintritt man größtenteils selbst steuern kann, kann man auch ohne Versicherung lösen: Kinderwunsch, Trennung, Arbeitslosigkeit (naja, branchenabhängig auch oft leider nicht beeinflußbar). Andere Probleme sind aber oft unwahrscheinlich und gleichzeitig katastrophal: Tod, lange Krankheit, Hausbrand. Soetwas kann man dann an die Versicherung abgeben: Tausche kleinen Beitrag gegen die Garantie, im Schadenfall finanzielle Hilfe zu bekommen. Helfen diese Ausführungen erstmal?

Kommentar von hyfi01
17.11.2016, 20:48

Sorry für die schlechte Lesbarkeit, ist unschön formatiert, läßt sich aber leider nicht mehr ändern! :-(

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Hausratsversicherung ist die Wichtigste, für Schäden die ihr anrichtet.

Dann noch eine spezielle für Unwetterschäden an Eurem Haus würde ich sagen.

Kommentar von ColleenChambers
16.11.2016, 13:11

für Schäden die ihr anrichtet

Das wäre dann eine Art Vollkasko-Hausrat-Versicherung...
die ist eher selten und wohl kaum zu bezahlen.

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Da gibt es keine Pflichten, so jedenfalls die Spielregeln. Wenn denn die Geldbörse prall gefüllt ist, sind auch keine empfehlenswert.

Frage ggf. den Berater der Großmutter oder der Patentante, denn jetzt wird es ja auch bei Euch keine Versicherung geben, oder?

Auf alle Fälle ist eine Gebäudeversicherung sinnvoll; die meisten Darlehensgeber bestehen sogar darauf.

Eventuell könnte noch ein Grundstückseigentümerhaftpflicht sinnvoll sein. Aber das wäre im Einzelfall zu prüfen.

Hallo,

es ist nur ein einigen Bundesländern Pflicht eine Feuerversicherung (wird oft als Kombi von Feuer-, Leitungswasser-, Sturm angeboten) zu haben. Alles andere ist freiwillig.

Meinst du beim Hauskauf, oder welche Gebäude(...) Versicherungen auf dich zukommen, wenn du das Haus gekauft hast?

Für den Kauf eines Hauses brauchst du keine Versicherung.

Wenn du ein Haus hast ist eine Feuerversicherung IMMER Pflicht.

Darüber hinaus gibt es weitere Versicherungen für Gebäude und Hausrat, die optional sind.

)(


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