Welche verschiedenen Methoden gibt es bei der Ergotherapie für Kinder?

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2 Antworten

Hallo! Ich habe zwei Jahre in einer ergotherapeutischen Praxis gearbeitet, hauptsächlich mit kindern. Unsere Praxis hatte als Schwerpunkt das verhaltenstherapeutische Training. Einsatzgebiete dabei waren vor allem Lern- und Leistungsstörungen, Konzentrationsprobleme und Verhaltensauffälligkeiten. Eine häufige Methode ist die Sensorische Integrationstherapie (SI), die vor allem dann eingesetzt wird, wenn man davon ausgeht, dass ein Kind aufgrund "schlecht verschalteter" Wahrnehmung und Wahrnehmungsorganisation Entwicklungsschwierigkeiten hat. Diese können sich sehr unterschiedlich äußern, häufig fallen aber motorische oder sensorische Probleme am ehesten auf (z.B. verminderter Gleichgewichtssinn). Enorm wichtig bei einer ergotherapeutischen Behandlung ist die Mitarbeit der Eltern. Übungen und therapeutisch eingeführte "Regeln" und Absprachen müssen zuhause umgesetzt werden, damit die Therapie Wirkung zeigen kann. Und das trifft auf alle Behandlungsmethoden zu. Egal, ob es motorische Übungen (z.B. der "Hampelmannsprung") oder verhaltenstherapeutiche Regeln zur Konfliktlösung sind, die konsequente Wiederholung solcher neu erlernten Dinge macht die Therapie erst wirklich sinnvoll. Wenn diese Mitarbeit stattfindet, ist der Therapeut vor allem ein Katalysator, möglicherweise auch eine Art "Kontrollinstanz", der die Familie dabei unterstützt, gemeinsam eine Veränderung zu erreichen. Es läßt sich dann natürlich darüber streiten, ob es nicht Dinge gibt, die eine Mutter oder ein Vater auch ohne Therapie mit dem Kind üben kann. In der Praxis zeigt sich aber, dass es sinnvoll ist, erstmal angeleitet zu werden, Ideen und auch Wissen vermittelt zu bekommen, und eben manchmal auch, "kontrolliert" zu werden, um die nötige Disziplin aufzubringen.

http://www.ergotherapie-virag.de/methoden10.htm

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