Welche verschiedenen Berufe gibt es in einem Architekturbüro?

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3 Antworten

Du solltest Deine Angst vor der (angeblich) mathematisch bestimmten Architektentätigkeit überwinden. Ich war auf der Penne in Mathe ein Totalausfall (okay, Geometrie ging so einigermaßen), bin aber als Architekt doch noch ganz gut geworden; Mathematik hat mir nie gefehlt. Wichtiger ist m.E., daß Du trotz CAD und der damit verbundenen Zeitersparnis auch "zu Fuß" zeichnen (und skizzieren) lernst. Und von Kunst und Kunstgeschichte solltest Du etwas versteh'n oder versteh'n lernen. Wenn Du über eine Mappe mit selbst produzierter Kunst (Skizzen, Aqarelle, Linol- oder Holzschnitte, Bilder ....) verfügst, kannst Du Dich ja bei einer HBK (Hochschule für Bildende Künste) mit einer Architekturklasse bewerben, da wirst Du dann nicht Diplom-Ingenieur, sondern Diplom-Architekt. Bei der Architektur kommt's darauf an, daß man sich in die Rolle eines Wassertropfens versetzen kann, der draußen ist und 'rein will - entsprechend sind Deine Details zu entwickeln. Okay, darüberhinaus muß man sich noch schlau machen über'n bißchen Bauphysik, damit man das mit dem Kondenzwasser (Taupunkt) und der Wärmedämmung kapiert. Tut man dies, hebt man sich schon positiv aus der Kollegenmasse heraus, ich behaupte 'mal, daß 75 % der Damen & Herren Architekten davon sowieso keine Ahnung haben. Obwohl das Thema doch ganz einfach und überdies sehr wichtig ist! Lilian Erfolg wünschend bleibe ich Euer Literaturius

princesscore 03.04.2012, 17:11

oho. Vielen Dank für den ausfühlichen Bericht. Im Moment muss ich erstmal meine Fachoberschule schaffen, oder zunächst erstmal meinen Realschulabschluss. Und vielleicht gehts auch in Mathe.Yeahh, von ner 4 in der letzden Arbeit auf eine 1, ich bin stolz auf mich. ;) ich such mir erstmal ein Praktikum und werde sehen wies mir gefällt. weri weiß wer weiß vielleicht werd ich doch ne Architektin. Und ja, ich bin gerade dabei eine solche Mappe anzufertigen. Ich muss, die dann bei der fachoberschule abgeben. Nur noch 2 Wochen. Aber das schaff ich schon. Dann mal liebe Grüße Lilian.

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Architekt und Innenarchitekt sind zwei unterschiedliche Berufe, die meist nicht in ein und dem selben Büro zusammenarbeiten - Ausnahmen bestätigen die Regel. Beide Berufsfelder sind nicht "mathematisch" ausgerichtet (da liegt wohl eine Verwechslung mit dem Bauingenieurwesen vor), sondern durch ein hohes Maß an Kreativität im gestalterischen und organisatorischen Bereich geprägt.

Raumausstatter ("Dekorateure") sind Handwerker, die natürlich nicht in Architekturbüros beschäftigt sind.

Die üblichen Berufssparten in Architekturbüros sind - neben Architekten selbst - Bautechniker, Bauzeichner, Sekretärinnen und in größeren Büros auch kaufmännische Mitarbeiter. In vielen Büros werden außerdem Praktikanten und studentische Hilskräfte beschäftigt.

Literaturius 02.04.2012, 14:10

Stimmt! Auch wenn viele Kollegen über das Niveau von Raumausstattern nie hinauskommen.

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Da hat ardesign schon Recht. Natürlich gibt es unterschiedliche "Arten" von Architekturbüros, manche spezialisieren sich nur auf Entwurf, manche eher auf die Ausführungsplanung oder die Bauleitung. Ich war auch schon einmal in einem Büro angestellt, wo die Innenausstattung mit gemacht wurde, die Regel jedoch ist das eher nicht. Der Architekt an sich hat natürlich schon immer noch den technischen Aspekt mit zu beachten, an sich ist der Berif meiner Meinung nach sehr ausgeglichen, was technische und kreative Aspekte angeht. Eine möglichkeit wäre es natürlich, als "freier Innenarchitekt" selbstständig und projektbezogen mit mehreren Architekturbüros zusammenzuarbeiten, muss ja nicht immer auf eine Anstellung rauslaufen. Lieben Gruß

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