Welche Verletzungen treten bei einer 1,2J Co2 Softair auf?

Meine Waffe  - (Verletzung, Softair, Airsoft) Meine Munition  - (Verletzung, Softair, Airsoft)

5 Antworten

Hallo

Da deine AS mehr als 0,5 J hat darf diese nicht mit geführt werden ohne Waffenschein . Der kleine Waffenschein reicht da nicht aus . Sie unterliegt somit § 42a Abs. 1 Nr. 1 WaffG.

(1) Es ist verboten

1. Anscheinswaffen,

[...]

zu führen.

Des Weiteren die Legaldefinition von Anscheinswaffen:

Anl. 1 Absch. 1 Unterabsch.1 Nr. 1.6 ff WaffG

Anscheinswaffen sind

1.6.1 Schusswaffen, die ihrer äußeren Form nach im
Gesamterscheinungsbild den Anschein von Feuerwaffen (Anlage 1 Abschnitt 1
Unterabschnitt 1 Nr. 2.1) hervorrufen und bei denen zum Antrieb der
Geschosse keine heißen Gase verwendet werden,

1.6.2 Nachbildungen von Schusswaffen mit dem Aussehen von Schusswaffen nach Nummer 1.6.1 oder
[...]

Die AS-Waffen dieser Kategorie
dürfen von jugendlichen ab 14 Jahren erworben und besessen werden,
allerdings gelten für sie nun die selben Regeln und Ausnahmen, wie für
die AS-Waffen der Kategorie Freie Waffen.

Im Falle der AS-Waffen, deren Mündungsenergie über 0,5 J liegt, werden diese im vollem Umfang durch das WaffG erfasst und somit geregelt. Sie gelten als sog. Freie Waffen und werden mit einem F in einem Fünfeck gekennzeichnet. Diese AS-Waffen
bedürfen eines Waffenscheins, wenn man sie in der Öffentlichkeit mit
sich führen möchte. Da man aber eine Notwendigkeit nachweisen muss, wenn
man einen Waffenschein erweben will, wird man es nicht schaffen eine
Notwendigkeit von AS-Waffen zu erklären. Somit ist der Umgang mit diesen AS-Waffen in der Öffentlichkeit gänzlich unmöglich.
Deren Nutzung ist gem. WaffG nur in Geschäfts- und Privaträumen, sowie in umfriedeten Privatbesitztum möglich.

Insbesondere nach der Novellierung des WaffG vom 01.04.2008 und der Einführung des § 42a WaffG [Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten tragbaren Gegenständen], fallen nun sämtliche AS-Waffen unter das WaffG.
Im Gegensatz zu den anderen Mitgliedsländern der EU, differenziert das deutsche WaffG nicht zwischen reellen Schusswaffen und Nachahmungen.

Hierzu die Legaldefinition einer Schusswaffe:

Anl. 1 Absch. 1 Unterabsch.1 Nr. 1.1 WaffG

Schusswaffen sind Gegenstände, die [...] zum Sport oder zum Spiel
bestimmt sind und bei denen Geschosse durch einen Lauf getrieben werden.

Diese gesetzliche Regelung führt zur einer kontroversen Ausrichtung
hinsichtlich anderer waffenrechtlicher EU-Normen und Vorschriften. Aus
diesem Grunde regelt das WaffG dies durch die Leistungsstärke solcher AS-Waffen
und kategorisiert diese zu sog. Geschossspielzeug, wenn die
Mündungsenergie unter 0,5 Joule (J) fällt. In diesem Fall werden AS-Waffen aus dem WaffG (ausgenommen des § 42 a AS) genommen.

Um Vorfälle mit sog. Stadt-Wald-Spielern und den Behörden, sowie der
Öffentlichkeit zukünftig zu unterbinden, hat man mit dem § 42a WaffG ein Instrument geschaffen, waffenähnliche Gegenstände aus der Öffentlichkeit zu bannen.

Führen ist die Ausübung der tatsächlichen Verfügungsgewalt über
die Waffe außerhalb von eigenen Geschäftsräumen, der Wohnung und
befriedetem Besitztum. Hieraus ergibt sich, dass man für das Ausüben der
tatsächlichen Verfügungsgewalt in der Wohnung oder dem befriedetem
Besitztum keine Erlaubnis benötigt.

Da jedoch nur wenige Waffenscheine mit entsprechenden
Bedürfnisnachweisen ausgegeben werden, musste gerade für Sportschützen,
die auf einer Schießstätte schießen wollen, eine Ausnahme für das
Transportieren geschaffen werden. Diese Ausnahme ist in § 12 Abs. 3 WaffG
geregelt, wonach eine Waffe auch ohne Waffenschein geführt bzw.
transportiert werden kann, wenn sie nicht schuss- und zugriffsbereit
ist. Die Art und Weise des Transportes ist hierbei im § 42 a Abs. 2 Nr. 2
WaffG beschrieben. Das heißt,
die Waffe muss ungeladen und sachgerecht untergebracht sein und die
Munition muss getrennt zu der Waffe gelagert werden.

Hierbei ist es unerheblich, in was für einem Transportbehältnis die AS-Waffen
transportiert werden, lediglich verschlossen muss das Behältnis sein.
Aber genau hier streiten sich nun die verschiedenen Auslegungen des
WaffG, da der Begriff verschlossen nicht genauer definiert ist.

Nach Anl. 2 Absch. 2, Unterabsch. 2 WaffG sind AS-Waffen
vom Führen nicht erlaubnisbefreit. Wie vorangehend erläutert,
unterliegen sie damit der Waffenscheinpflicht gem. § 10 Abs. 4 WaffG. Ein Führen ohne erforderlichen Waffenschein stellt eine Straftat gemäß § 52 Abs. 3 Nr. 2 WaffG dar und kann mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu 5 Jahre oder Geldstrafe geahndet werden.

Des Weiteren liegt beim Führen von Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit eine Ordnungswidrigkeit gem. § 42a Abs. 1 Nr. 1 WaffG vor, die mit einer Geldbuße in schweren Fällen mit bis zu 10.000,- € geahndet werden kann. Ausnahme nach § 42 a Abs. 2 Nr. 1 WaffG ist nur bei Foto-, Film- und Fernsehaufnahmen, sowie bei Theateraufführungen.

LG

casybeny

Zum einen deckt der kleine Waffenschein nur das Führen von Schreckschusswaffen ab.

Zum anderen ist eine Softair zur Selbstverteidigung vollkommen ungeeignet. Treffer auf blanker Haut sind zwar schmerzhaft, unter (Winter)Kleidung bleibt aber höchstens ein kleiner blauer Fleck.

Wie ja schon erwähnt berechtigt der KWS nicht zum Führen von Airsoftwaffen. Du führst diese Waffe also immer illegal!!
Um eine Airsoftwaffe über 0,5 Joule führen zu dürfen, brauchst du den "richtigen" Waffenschein und den bekommst du nicht - schon gar nicht für eine Airsoftwaffe ^^.

Zur Selbstverteidigung kann man eine Airsoft auch total vergessen.
Mit einem Pulli tut ein Treffer kaum weh, mit Winterjacke ist er sogar kaum spürbar. Nichtmal ein Treffer ins Gesicht muss den Angreifer unbedingt stoppen - im Gegenteil, dieser wird dadurch vielleicht erst richtig aggressiv und dann hast du sein Messer eventuell wohl wirklich in der Brust stecken...

Es gibt andere Möglichkeiten zur Selbstverteidigung - aber keine Airsoftwaffe, die du illegal führst und die dazu gemacht ist, damit Airsoft zu spielen.

Lg leNeibs!

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